Heizöl News: Spannungen zwischen den USA und China – Heizöl teurer

12. August 2020, Felix Schmidt

Heizölpreis steigt - Aufwärtsdynamik an den Märkten

Zusätzlich zu der Unsicherheit, die durch die Corona-Pandemie entsteht, blicken Experten mit Sorge auf die Entwicklung der Beziehungen zwischen den USA und China. Kurzfristig überwiegt allerdings die Aufwärtsdynamik der letzten Tage. Heizöl ist heute teurer.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • Russland: Möglicherweise Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt
  • USA: Positive Wirtschafts- und Ölbestandsdaten lassen Preise steigen, Verhandlungen über Corona-Hilfspaket stagnieren
  • Beziehungen zwischen China und den USA verschlechtern sich
  • Brent bei 44,79 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 373,00 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1741 US-Dollar 

Heizölpreis heute

  • Heizölpreis bei 45,15 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 45,15 Cent pro Liter Heizöl. Am Dienstag lag der Heizölpreis bei 44,72 Cent pro Liter Heizöl.

Einflussfaktoren auf den Ölpreis

 Positive Daten von API und EIA
 Russland meldet Zulassung eines Corona-Impfstoffs
 Zahl der weltweiten Flüge nimmt wieder zu
 Norwegen fährt Ölförderung und -exporte zurück
 USA: Trump verabschiedet Konjunkturhilfemaßnahmen, Zahl der aktiven Ölbohranlagen so niedrig wie zuletzt vor 15 Jahren

 Saudi Aramco senkt die Verkaufspreise für europäische und asiatische Abnehmer
 OPEC+: Produktion steigt seit August, Russland mit gestiegener Förderung bereits seit Juli

Die Preisdynamik der letzten Tage reißt bisher nicht ab. Weiterhin rückläufige Neuinfektionen in den USA sowie der Anstieg des globalen Flugaufkommens haben neues Potenzial für die Ölnachfrage geweckt. Preistreibend waren vor allem die europäischen Aktienmärkte und die insgesamt positive Konjunkturentwicklung im Euroraum. Zusätzlichen Auftrieb gab es auch durch die Meldung, dass man in Russland offenbar einen Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt und zugelassen hat. Die Wirksamkeit und Sicherheit des Impfstoffs sind bisher jedoch noch nicht auf internationaler Ebene abschließend bestätigt worden.

Aus den aktuellen Daten der EIA lässt sich herauslesen, dass man für das laufende Jahr einen geringeren Angebotsüberschuss erwartet, als noch im Juli. Auch die Preiserwartungen für Brent und WTI wurden für 2020 nach oben korrigiert. Beide Einschätzungen schlugen sich jedoch nicht in höheren Preisen nieder. Eine stärkere Dynamik könnten jedoch neue Bestandsdaten entfachen. So gibt die OPEC+ Gruppe am Nachmittag ihre Prognosen der Produktionszahlen für Juli bekannt. Hinzu kommen auch die Bestandsdaten des DOE. Sollten sich die Entwicklungen decken und die Abbauten der Bestände widerspiegeln, die das API heute meldet, ergäbe sich dadurch ein preissteigerndes Signal für die Märkte.

Unterdessen sorgte das von der US-Regierung geplante Konjunkturpaket an den Märkten erneut für Enttäuschung – denn seit Freitag hat es offenbar keine weiteren Gespräche zwischen Republikanern und Demokraten gegeben. Seit Juli laufen die Verhandlungen schleppend. Je länger der Prozess dauert, umso unsicherer ist für die Marktexperten auch die weitere Entwicklung der US-Ölnachfrage. Letztlich hängen die Erwartungen der EIA in Bezug auf die Nachfragentwicklung an dem weiteren Verlauf der Corona-Pandemie – vor allem in den USA, in China und Indien, den größten Nachfragern. Angesichts weltweit steigender Fallzahlen und neuen Lockdowns in Ländern, die das Virus eigentlich unter Kontrolle hatten, bleiben die Marktexperten vorsichtig.

Im Blick bleibt auch der Streit zwischen den USA und China, der sich zuletzt immer weiter zugespitzt hatte. Von Seiten der USA waren wiederholt Vorwürfe an China im Hinblick auf den Umgang mit der Corona-Pandemie zu vernehmen. Hinzu kam die Kritik an Chinas Hongkong- und Taiwan-Politik. Sowohl die USA als auch China haben gegenseitig Sanktionen gegen Personen verhängt, die der Regierung nahestehen. Für kommenden Freitag sind nun Gespräche über das Teilhandelsabkommen geplant. Chinas Vize-Außenminister wies darauf hin, dass die kommenden Monate entscheidend für die weitere Entwicklung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern sein werden. Ein Scheitern der Verhandlungen und eine allgemeine Verschlechterung der Beziehungen hätte auch negative Auswirkungen für die Ölmärkte.

Insgesamt geht es heute erneut aufwärts für den Heizölpreis. Zusätzlich zu der Unsicherheit, die durch die Corona-Pandemie entsteht, flammen nun auch geopolitische Probleme wieder auf. Heizölkäufer tun gut daran, ihre Vorräte noch vor dem Winter aufzufüllen, solange der Heizölpreis noch in einer vergleichsweise niedrigen Spanne liegt.

Ölpreise an der Warenterminbörse

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent  notierte am Morgen bei 44,79 US-Dollar. Der Vergleichswert von Dienstag betrug 45,03 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 44,50 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 373,00 US-Dollar. Der Vergleichswert am Dienstag lag bei 371,50 US-Dollar, der Schlusspreis bei 376,00 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 12.08.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

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Felix Schmidt – Autor

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