Heizöl News: Preisrallye an den Märkten – Heizölpreis steigt

25. November 2020, Felix Schmidt

Preisrallye bleibt ungebrochen - 25.11.2020

Der Optimismus an den Märkten scheint ungebrochen. So kletterte der Dow Jones erstmals über die Marke von 30.000 Punkten. Hiervon wurde auch der Heizölpreis getragen, der erneut deutlich steigt.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • Preisrallye an den Märkten durch Aussicht auf Impfstoffzulassung
  • Ehemalige Fed-Chefin wird Bidens Finanzministerin
  • Brent bei 48,34 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 390,50 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1904 US-Dollar

Heizölpreis heute

  • Heizölpreis bei 45,81 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 45,81 Cent pro Liter Heizöl. Am Dienstag lag der Heizölpreis bei 44,07 Cent pro Liter Heizöl.

Einflussfaktoren auf den Ölpreis:

 USA: Ehemalige Fed-Chefin wird Bidens Finanzministerin, Notzulassung für Impfstoffe laut US-Experte bis Mitte Dezember möglich
 EIA: US-Schieferölproduktion sinkt im November und Dezember
 USA: Bestandslager füllen sich wieder, neue Lockdowns
 Ölproduktion in Libyen auf über 1 Mio. B/T gestiegen
 Vereinigte Arabische Emirate stellen sich gegen eine Verlängerung der Kürzungen

Ungebrochen scheint der Optimismus an den Märkten derzeit zu sein. Die Anleger sind risikofreudiger geworden, sodass die Ölpreise weiter steigen und somit auch die Heizölpreise in die Höhe treiben. Experten warnen aktuell, dass sich die hohen Kurse von der realen Situation abkoppeln könnten, nicht zuletzt, da die Corona-Lage weiterhin angespannt bleibt. Dennoch geht die Rallye weiter, sodass der Dow Jones zum ersten Mal überhaupt die Marke von 30.000 Punkten überschritt. Die Ölpreise kletterten auf den höchsten Stand seit März. Zwei wesentliche Faktoren stützen die Risikofreude der Anleger. Zum einen wurden große Fortschritte in der Impfstoffentwicklung gemacht. In den USA könnte eine Notzulassung bereits Mitte Dezember vorliegen, sodass erste Impfungen gegen das Coronavirus schon vor Weihnachten vorgenommen werden könnten. Ähnliche Perspektiven bieten sich in Europa. Darüber hinaus hat die Trump-Administration gestern angekündigt, die Übergabe der Amtsgeschäfte an den gewählten Nachfolger Joe Biden einzuleiten. Auch das mindert die Unsicherheit. Im Fokus steht nun ein US-Corona-Hilfspaket, das schon bald nach dem Amtsantritt Bidens beschlossen werden könnte.

Zudem ist die Verlängerung der Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe noch keine beschlossene Sache. Angesichts der Angebots- und Nachfragesituation wird eine Verlängerung der Kürzungen zwar immer wahrscheinlicher, aber dennoch gibt es Widerstand von einzelnen Mitgliedern, beispielsweise von den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Ehemalige Fed-Chefin wird Bidens Finanzministerin

Janet Yellen, die ehemalige Präsidentin des Federal Reserve Board, soll unter dem neuen US-Präsidenten Biden die neue Finanzministerin werden. Dies gab Biden bekannt, nachdem die Trump-Administration gestern mitteilte, die Amtsübergabe einleiten zu wollen. Die Marktteilnehmer scheinen die Nominierung zu begrüßen, Yellen gilt als sehr erfahren. Man stellt sich auf eine lockere Geldpolitik ein, die aller Voraussicht nach auch wirtschaftliche Hilfen in der Corona-Krise beinhalten wird. Die Verhandlungen über ein entsprechendes Hilfspaket sind zuletzt wegen der Uneinigkeit im Kongress zum Erliegen gekommen. Yellen sei eine gute Wahl, so Marktexperten, weil sie den Anlegern bereits vertraut ist und für eine expansive Fiskalpolitik steht. Der Finanzministerin wird auch eine zentrale Rolle beim Wiederaufbau der US-amerikanischen Wirtschaft nach der Corona-Pandemie zukommen.

Bestandsdaten steigen wider Erwarten deutlich

In dieser Woche legen die Bestandsdaten spürbar zu. Vor allem die gestiegenen Benzinbestände sind untypisch für diese Zeit. Angesichts der positiven Stimmung an den Märkten hatten die Bestandsdaten bisher jedoch keine Preiswirkung.

API-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-48-251120 // Alle Angaben ohne Gewähr

Ölpreise an der Warenterminbörse: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 48,34 US-Dollar. Der Vergleichswert von Dienstag betrug 46,55 US-Dollar.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 390,50 US-Dollar. Der Vergleichswert von Dienstag lag bei 376,25 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 25.11.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

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Felix Schmidt – Autor

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