Heizöl-News: Preise steigen vor Ostern nochmal deutlich

14. April 2022, Sefana Boucherit

Für die steigenden Energie-Preise gab es gestern keinen direkten Grund, vielmehr waren sie das Ergebnis der allgemeinen Stimmung. Händler gehen von einem baldigen Öl-Embargo gegen Russland aus, die IEA meldet eine sinkende russische Ölproduktion. Der Heizölpreis ist heute gestiegen.

Aktueller Heizölpreis – Was kostet Heizöl heute?

  • Heizölpreis bei 133,45 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 133,45 Cent pro Liter Heizöl. Am Mittwoch lag der Heizölpreis bei 129,67 Cent pro Liter Heizöl.

 

Entwicklung der Ölpreise – Wichtiges auf einen Blick 

  • IEA-Monatsbericht: Russische Ölförderung sinkt, Nachfrage wird etwas schwächer
  • DOE: Deutlich mehr US-Rohöl, weniger Benzin – Preisrutsch bleibt trotzdem aus
  • EU diskutiert weiter Öl-Embargo, Deutschland bisher dagegen
  • Brent bei 108,58 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 1101,00 US-Dollar
  • Euro bei 1,0915 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

Ukraine-Krieg: Bisher keine Chance auf Verhandlungserfolge, Westen diskutiert umfassende Strafmaßnahmen gegen Russland, USA und UK stoppen Öl-Import

China lockert Lockdowns in Millionenstädten – Energie-Nachfrage steigt

OPEC+ bleibt rund 1,5 Mio. B/T hinter Fördervorgaben zurück

Atomabkommen zwischen USA und Iran – keine neuen Fortschritte

IEA und USA geben 240 Mio. Barrel Öl aus Strategischen Reserven frei

Waffenstillstand zwischen Jemen und Houthi Rebellen vereinbart

 

Markt geht von umfassendem Embargo aus – Preise steigen nochmals deutlich

Vor fahrintensiven Feiertagen steigen die Energie-Preise zwar generell an, doch der gestrige deutliche Satz nach oben ist vielmehr eine Bestandsaufnahme der aktuellen Marktstimmung. Diese ist so auf Russlands Gas und mögliche Energieknappheiten gepolt, dass selbst der US-Bestandsbericht laut DOE nichts dagegen ausrichten konnte. Demnach sind die US-Vorräte an Rohöl deutlich gestiegen, während die Nachfrage gesunken ist. Das wäre eigentlich ein Grund, sichtbar Druck aus den Preiskurven zu nehmen.

Stattdessen konzentrierte sich der Markt gestern auf den Monatsbericht der IEA, laut dem die russische Förderung in April und Mai von ihren üblichen 10 Mio. Barrel pro Tag um monatlich 1,5 Mio. Barrel pro Tag sinken werde bzw. schon gesunken sei. Allerdings senkte die Energieagentur auch ihre Nachfrageerwartung für die kommenden Quartale leicht. Nur wurde auch das von den Händlern ignoriert.

Im Zentrum dieser bewussten Ignoranz steht die Annahme, dass sich auch die EU bald zu einem umfassenden Öl- und Energie-Embargo gegen Russland durchringen wird. Erste private Großhändler verzichten bereits auf die Importe. Auch wenn die deutsche Bundesregierung bisher abwiegelt und dabei Unterstützung von Österreich und Ungarn erhält, wächst aus Sicht des Marktes der Druck auf die Staatengemeinschaft, sich gegen Russland zu positionieren. Die Rhetorik aus dem Weißen Haus scheint hier ein Vorbild zu sein. Sie wird immer schärfer. Washington und London haben bereits offizielle Embargos verhängt und geben damit den Takt der aktuellen Erwartungshaltungen vor.

 

 Es ist davon auszugehen, dass das gesamte Osterwochenende von hohen Spritpreisen und höheren Kosten für Gas und Heizöl bestimmt sein wird. Trotzdem ergeben sich im Laufe des Tages immer wieder Möglichkeiten für kleine Preis-Nachlässe. Deutliche Entspannungen sind dennoch weiterhin nicht zu erwarten. Bleiben Sie über unsere Heizöl-News über alle Einflüsse auf die aktuellen Preise für Heizöl und Rohöl informiert und legen Sie über unsere Heizölpreis-Seite mit regional gültigen Preisen den besten Zeitpunkt zum Heizölkauf fest.   

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Ölpreise an der Warenterminbörse: 

Heizölpreisentwicklung vom 14.04.2022 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

 

 

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Wussten Sie, dass das Klimapaket der Bundesregierung den Betrieb von Ölheizungen nach 2026 nicht kategorisch ausschließt?

Bestehende Ölheizungen können weiter betrieben werden. Bei einer Modernisierung der Heizungsanlage kann wieder eine Ölheizung eingebaut werden, sofern sie mit regenerativen Technologien, wie Solarthermie oder Photovoltaik, ergänzt wird. Gleiches gilt für Neubauten! Ist die Integration dieser Technologien nicht wirtschaftlich, kann eine Ölheizung wie bisher weiter betrieben oder neu installiert werden.