Heizöl News: Irak plant weitere Ölförderkürzungen

16. Juni 2020, Ricarda Altrichter

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Positive Stimmung herrscht an den weltweiten Ölmärkten, trotz neuer Nachrichten über weitere Corona-Ausbrüche in Peking. Weitere Förderkürzungen und eine Steigerung der weltweiten Nachfrage stützen den Ölpreis. Heizöl ist heute somit teurer.

 

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • Irak plant weitere Ölförder- und Exporteinschränkungen um den Ölpreis zu stützen
  • US Notenbank Fed ändert sein Programm zum Kauf von Unternehmensanleihen
  • Brent bei 39,73 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 339,25 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1339 US-Dollar


Heizölpreis heute

  • Heizölpreis bei 49,67 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 49,67 Cent pro Liter Heizöl. Gestern lag der Heizölpreis bei 49,20 Cent pro Liter Heizöl.
 

Einflussfaktoren auf den Ölpreis

 OPEC+ Deal wird um einen Monat verlängert
 Irak will weitere freiwillige Ölförder- und Exportkürzungen vornehmen
 US-Schieferölproduktion weiter gesunken

 US-Ölproduzenten fahren Ölproduktion wieder hoch
 Saudi-Arabien, Kuwait und VAE stoppen freiwillige Zusatzkürzungen

Die Meldungen, dass Saudi-Arabien und Irak ihre Fördermengen weiterhin kürzen wollen, stimmen den Markt positiv. Auch die Aktienmärkte spiegeln eine erhöhte Risikobereitschaft der Finanzmarktakteure wider, die sich positiv auf die Öl Börsen übertrug. Die US Notenbank Fed möchte ihr Programm zum Ankauf von Unternehmensanleihen ändern. Fortan wird man von einzelnen Unternehmen direkt kaufen, statt wie bis Dato auf EFTs mit Unternehmensanleihen zu setzen. Durch diesen Schritt kann der Fed gezielter entscheiden, welche Unternehmensanleihen man kaufen wird, um den Anleihenmarkt und die Liquiditätsversorgung von großen Unternehmen zu stützen. Diese Entscheidung wurde durch die Aktienmärkte positiv wahrgenommen, weil es die Risikobereitschaft der Anleger und Investoren steigert. Dies wird auch als eine weitere Hilfe bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Schäden gesehen, die die Corona-Pandemie bewirkt hat. Somit wird auch der Rohölpreis an der Wallstreet positiv beeinflusst.

Auch die Schweizer Großbank UBS hebt ihre Preisprognose für Rohöl für 2020 an. Sie stuft den Brent-Durchschnittspreis auf 42,25 Dollar ein. Dieser Preis liegt 20% über der bisherigen Einstufung. Dies liegt unter anderem daran, dass sich der Ölmarkt schneller erholt hat als erwartet und die Öllager nicht wie befürchtet an ihre Kapazitätsgrenzen stießen.

Die OPEC+ Länder sind bemüht die vereinbarten Ölförderkürzungen einzuhalten. Auch der Irak hat versprochen weitere Ölförder- und Exportkürzungen durchzuführen. Währenddessen steigt die internationale Ölnachfrage weiter an, da die weltweiten Lock-Downs weiter aufgehoben werden und einige Flugverbindungen wieder aufgenommen werden.

Diese positive Stimmung stützt die Preise an den internationalen Börsen.

Die größte Gefahr für den Ölpreis ist im Moment, der Ausbruch einer möglichen 2. Pandemie. Grund zur Sorge verursacht zur Zeit der Ausbruch verschiedener Corona Herde in Peking. Somit bleibt abzuwarten, wie sich der Ölpreis weiterhin entwickelt.

 

 

Ölpreise an der Warenterminbörse

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 39,73 US-Dollar. Der Vergleichswert von gestern betrug 37,40 US-Dollar.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 339,25 US-Dollar. Der Vergleichswert gestern lag bei 320,75 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 16.06.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

 

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Ricarda Altrichter - Autorin

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