Heizöl News: Chinas Rohölimporte sinken um 40 Prozent

2. September 2020, Felix Schmidt

Weniger Rohölimporte im asiatischen Raum - Heizölpreis unverändert

Der Heizölpreis bewegt sich heute kaum vom Fleck, denn entgegengesetzte Impulse heben sich gegenseitig auf. Während die Ölproduzenten im Golf von Mexiko nach dem Hurrikan aufatmen, bleiben die rückläufigen Rohölimporte im asiatischen Raum im Fokus.

Ölpreisentwicklung – wichtiges auf einen Blick

  • Ölimporte im asiatischen Raum sind rückläufig
  • Irak justiert die Ölproduktion nach
  • Brent bei 46,02 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 366,50 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1898 US-Dollar
     

Heizölpreis heute

  • Heizölpreis bei 42,98 Euro / 100L

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 42,98 Cent pro Liter Heizöl. Am Dienstag lag der Heizölpreis bei 43,02 Cent pro Liter Heizöl.
 

Einflussfaktoren auf den Ölpreis

 Irak fährt Rohölexporte zurück
 Goldman Sachs prognostiziert: Brent bei fast 60 Dollar in 2021
 China steigert US-Rohölimporte im August und September
 Rohölimporte nach China und Südkorea sinken deutlich
 Erwarteter Bericht zu den Rohölpreisen von Saudi Aramco
 Ölanlagen im Golf von Mexiko fahren wieder hoch
 OPEC+: Nigeria und Irak erfüllen weiterhin ihre Quoten nicht

Hurrikan „Laura“ – geringere Schäden als befürchtet

Entgegengesetzte Preisimpulse heben sich heute gegenseitig auf. Im Golf von Mexiko ziehen die Ölproduzenten eine vergleichsweise positive Bilanz, denn Hurrikan „Laura“ hatte weniger Schäden angerichtet, als befürchtet. So konnte man die Ölproduktion bereits wieder auf 70 Prozent hochfahren.

Ölnachfrage in Asien – Importe rückläufig

Die Nachfragesorgen im asiatischen Raum überwiegen jedoch aktuell, denn nicht nur Südkoreas Rohölimporte sind rückläufig, auch China, der größte Rohölimporteur der Welt, importierte zuletzt deutlich weniger Rohöl, als noch zu Beginn des Jahres. Die Corona-Pandemie hatte im Frühling für äußerst niedrige Ölpreise gesorgt. China war eines der ersten Länder, das aus den weltweiten Lockdowns zurückkehrte und sich somit günstig mit Rohöl eindecken konnte. Zum vierten Quartal laufen die Importbewilligungen nun allerdings aus, was einen Importrückgang von bis zu 40 Prozent nach sich ziehen könnte. Experten gehen davon aus, dass China die günstig eingekauften Mengen bald in Form von Exporten wieder an den Markt bringen wird, da sich die Ölnachfrage langsamer erholt, als erwartet. Das im großen Stil eingelagerte Rohöl kann somit nicht in angemessener Zeit von China selbst verbraucht werden.

OPEC+: Irak justiert die Ölproduktion nach

Nach anhaltender Kritik reduziert Irak, als zweitgrößter Ölproduzent der OPEC+ Gruppe, die Ölexporte. Das Land versucht somit den Vereinbarungen gerecht zu werden, die man im Rahmen der Förderkürzungen im Frühling dieses Jahres beschlossen hatte. Hierzu will man auch die zuvor nicht erfüllten Quoten durch zusätzliche Kürzungen nachholen. Damit reagiert Irak insbesondere auf die mit Nachdruck geäußerten Forderungen von Saudi-Arabien. Andere Nachzügler, darunter Nigeria und Angola erfüllen ihre Quoten weiterhin nicht.

Positive API-Bestandsdaten

Die anhaltende Unsicherheit an den Ölmärkten hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Coronavirus-Pandemie wird heute, durch positive API-Bestandsdaten etwas abgefedert.

API-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-36-020920 // Alle Angaben ohne Gewähr

In allen Bereichen wurden die Ölbestände abgebaut, insbesondere bei Benzin. Dies wird als Indikator für eine weitreichende Erholung nach den Lockdowns gesehen. So sind die Benzinvorräte fast wieder zurück auf dem Vorjahresniveau. Doch die Experten bleiben bei vorsichtigem Optimismus, da die Pandemie die Menschen weiterhin von Reisen abhält.
 

Ölpreise an der Warenterminbörse

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 46,02 US-Dollar. Der Vergleichswert vom Dienstag betrug 45,79 US-Dollar. Der Schlusspreis notierte bei 45,58 US-Dollar.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 366,50 US-Dollar. Der Vergleichswert am Dienstag lag bei 363,50 US-Dollar. Der Schlusspreis lag bei 365,75 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 02.09.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

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Felix Schmidt – Autor

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