Heizöl News: Aufwärtskorrektur der OPEC-Nachfrageprognosen gibt den Ton an

14. April 2021, Sefana Boucherit

Nachdem gestern die OPEC+ ihre Nachfrageprognosen nach oben korrigierte, hat der Ölmarkt wieder an Schwung gewonnen. Nichtsdestotrotz bleiben aktuell mehrere Fragen offen. Werden sich die Auswirkungen der Pandemie auf die Nachfrage abschwächen?
Wird sich die Ölmenge auf dem Markt erhöhen?

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick  

  • Zwischenfall am Sonntag in der iranischen Atomanlage Natans
  • Brent bei 64,37 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 513,75 US-Dollar  
  • Euro bei 1,1962 US-Dollar 

 

Aktueller Heizölpreis – Was kostet Heizöl heute? 

  • Heizölpreis bei 65,64 Euro / 100L  

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 65,64 Cent pro Liter Heizöl. Am Dienstag lag der Heizölpreis bei 65,05 Cent pro Liter Heizöl. 
  

 

Einflussfaktoren auf den Ölpreis 

▲ Stromausfall in der Atomanlage Natans im Iran
 Streitigkeiten über die Bezahlung der Sicherheitskräfte bei größtem libyschem Ölfeld dauern an
 Kalifornien plant Öffnung der Wirtschaft
 weiterhin hohe Corona Neuinfektionszahlen in Indien und Europa
 Lockerungen von restriktiven Corona Maßnahmen in Großbritannien, strenger Lockdown in Frankreich und den Niederlanden

 

Werden sich die Auswirkungen der Pandemie auf die Nachfrage abschwächen?

Die Instabilität des Marktes ist weiterhin spürbar angesichts des Coronavirus, dessen Präsenz sich unaufhaltsam ausbreitet.  Obgleich der Nachfrageausblick in den USA und China positiv ist, so verschlechtert sich die Lage in Europa und Indien aktuell weiter. Das Auftauchen und die außerordentlich schnelle Ausbreitung von Virusmutationen in Brasilien und Indien malen eine viel düsterere Zukunft der Pandemie. Eine, in der sich die derzeit bekannten Mutationen weiterverbreiten können. Steigen die Infektionen in so bevölkerungsreichen Ländern wie Indien und Brasilien, kann das nur noch mehr Unruhe für die Ölnachfrage bedeuten. Denn um der Infektionswelle entgegenzuwirken, werden Restriktionen die Mobilität einschränken, was darauf hindeutet, dass der Kraftstoffverbrauch gedämpft wird. Der jüngste OPEC-Bericht, der gestern veröffentlicht wurde, zeigt sich jedoch erneut optimistisch, dass die pandemiebedingten Einschränkungen weltweit nachlassen dürften, wenn der Sommer naht.

Chinas wirtschaftliche Gesundheit wird als ein Zeichen dafür betrachtet, wie sich die Volkswirtschaften der Welt von der Krise erholen werden. Die Industriezahlen werden diesen Freitag erwartet und könnten viel darüber aussagen, in welche Richtung sich der Ölpreis entwickelt.

Wie werden sich die Preise entwickeln?

Wenn man die Situation analysieren will, muss man beide Seiten des Angebots betrachten. Auf der Angebotsseite zeichnet sich der Zukunftshorizont nicht viel deutlicher ab. Verhandlungen im Iran finden weiterhin statt und könnten zu einem Anstieg des Ölvolumens auf dem Markt führen, sollten US-Sanktionen aufgehoben werden. Es sei daran erinnert, dass die OPEC+ Allianz die schrittweise Aufhebung der Kürzungen aufgekündigt hat. Ab Mai werden Mitgliedstaaten mehr Öl fördern können. Sollte sich die globale Ölnachfrage also nicht schnell genug erholen, könnte ein Überangebot für fallende Preise sorgen. Steht die Welt an der Schwelle zur Überwindung der Pandemie? Das Fortschreiten der Impfkampagnen, insbesondere in Europa, wird aufmerksam verfolgt, um zu versuchen, diese Frage zu beantworten.

API-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-15-140421 // Alle Angaben ohne Gewähr

Ölpreise an der Warenterminbörse:  

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 64,37 US-Dollar. Der Vergleichswert vom Dienstag betrug 63,57 US-Dollar.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 513,75 US-Dollar. Der Vergleichswert am Dienstag lag bei 511,25 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 14.04.2021 // Alle Angaben ohne Gewähr

Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite
 

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Wussten Sie, dass das Klimapaket der Bundesregierung den Betrieb von Ölheizungen nach 2026 nicht kategorisch ausschließt? Bestehende Ölheizungen können weiter betrieben werden. Bei einer Modernisierung der Heizungsanlage kann wieder eine Ölheizung eingebaut werden, sofern sie mit regenerativen Technologien, wie Solarthermie oder Photovoltaik, ergänzt wird. Gleiches gilt für Neubauten! Ist die Integration dieser Technologien nicht wirtschaftlich, kann eine Ölheizung wie bisher weiter betrieben oder neu installiert werden.

 

Sefana Boucherit – Autorin

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