Klimapaket: Mit Hybridheizung fit für 2026

Hybridheizungen sind konform mit den Regelungen des Klimapakets.

21.09.2020 - Das Klimapaket hat im letzten Jahr bei Ölheizungsbesitzern für Verunsicherung gesorgt. Anders als kommuniziert, gilt kein generelles Verbot für Ölheizungen ab 2026. Erfahren Sie mehr, warum Sie weiterhin auf die bewährte Technik setzen können & wie Sie Ihre Heizung fit für 2026 machen.

Den Ölverbrauch im Blick behalten - neue Regelungen ab 2021 und 2026

Ab 2021 greift in Deutschland die CO2-Steuer. Das heißt, dass die Nutzung von fossilen Brennstoffen bepreist wird. Wenn Sie eine ältere Ölheizung besitzen, lohnt es sich daher doppelt, jetzt über eine Modernisierung nachzudenken. Denn neue Öl-Brennwertheizungen sind hocheffizient, vergleichsweise günstig zu installieren und verbrauchen, in Kombination mit Solarthermie oder Photovoltaik, deutlich weniger Heizöl. Gleichsam können Öl-Hybridheizungen auch nach 2026 im Rahmen des Klimapakets der Bundesregierung ohne Probleme betrieben werden. Die Kosten amortisieren sich also, da Sie auf den geringeren Ölverbrauch Ihrer Heizung weniger CO2-Steuern zahlen, durch die Integration der Erneuerbaren auch Heizkosten sparen und zusätzlich bis weit über 2026 hinaus die bewährte Technik nutzen können.

Sofern Ihre Ölheizung nicht modernisierungspflichtig ist, ist ihr Betrieb im Bestand weiterhin möglich – auch nach 2026. Selbst für Modernisierungen bis 2026 gibt es keine gesonderten Regelungen. Das bedeutet, dass Sie bis dahin Ihren alten Ölkessel durch ein neues Öl-Brennwertgerät tauschen können, welches dann ohne Befristung auch nach 2026 weiterbetrieben werden kann. Für Neubauten und Modernisierungen nach 2026 gelten etwas andere Bestimmungen. Hier ist die Integration von Erneuerbaren festgeschrieben. Dementsprechend können Sie weiterhin Ölheizungen einbauen, sofern diese sowohl im Neubau, als auch im Bestand mit Solarthermie oder Photovoltaik kombiniert werden.

Solche Heizungstypen nennen sich Öl-Hybridheizungen. Der Einbau von Öl-Hybridheizungen ist nach 2026 nur erforderlich, wenn es wirtschaftlich ist. Gibt es keine ökonomisch sinnvolle Alternative oder liegt keine Wärmeinfrastruktur vor – beispielsweise in Form von Fernwärme- oder Gasleitungen – dann kann eine herkömmliche Ölheizung sowohl im Neubau als auch im Bestand auch nach 2026 ohne die Kombination mit Erneuerbaren verbaut werden.

Wie funktionieren Hybridheizungen?

Etwa 20 Millionen Menschen heizen in Deutschland mit Heizöl. Das Herzstück jeder Ölheizung ist dabei der Brenner. Im Bestand gibt es derzeit einen relativ hohen Anteil an älteren Ölheizungen. Hinsichtlich der bevorstehenden Änderungen ab 2021 und 2026 lohnt es sich daher, schon jetzt über eine Modernisierung nachzudenken. Öl-Brennwertgeräte sind die modernste Art, Heizöl zur Wärmegewinnung zu verbrennen. Sie haben einen sehr hohen Wirkungsgrad, da sie die Wärme nicht nur aus dem Verbrennungsprozess generieren, sondern auch die Abgase und die darin enthaltene Restwärme nutzen. Bis zu 98 Prozent der im Heizöl enthaltenen Energie können so genutzt werden.

Bei Hybridheizungen werden zusätzlich zum hocheffizienten Brennwertgerät auch Erneuerbare verbaut. Das sorgt für zusätzliches Einsparpotenzial, denn die Ölheizung springt nur dann an, wenn über Solarthermie oder Photovoltaik nicht genug Wärmeenergie erzeugt werden kann. Das ist vor allem im Winter der Fall. Somit verbindet die Öl-Hybridheizung die gewohnte Zuverlässigkeit einer Ölheizung mit der Sparsamkeit und Nachhaltigkeit von Erneuerbaren. Die Kosten der Modernisierung lassen sich pauschal zwar nicht beantworten – doch mit etwa 10.000 Euro sollte man kalkulieren. Bei bereits bestehenden Ölheizungen können Erneuerbare aber auch vergleichsweise schnell und kostengünstig integriert werden. Damit schlägt die Modernisierung mit einer Öl-Hybridheizung mit deutlich geringeren Kosten zu Buche, als es bei Wärmepumpen oder Gasheizungen der Fall ist – insbesondere, wenn sonst kostenintensive Infrastruktur verlegt werden müsste. Durch kontinuierliche Forschung und Weiterentwicklung im Bereich der alternativen Brennstoffe, bietet sich bei Öl-Hybridheizungen langfristig sogar die Perspektive eines klimaneutralen Betriebs.

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