Heizöl News: Globale Ölnachfrage sinkt weiter

17. April 2020, Felix Schmidt

Ölnachfrage sinkt weiter, Heizölpreis stabil

Die Monatsberichte der Energieinstitute verweisen einstimmig auf den anhaltenden Rückgang der Ölnachfrage. Zudem erwartet der IWF einen Rückgang des Wirtschaftswachstums um drei Prozent. Um den Ölpreis zu stützen, erwägen Saudi-Arabien und Russland weitere Kürzungen. Der Heizölpreis bleibt stabil.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • Monatsberichte von IEA, DOE und OPEC: Ölnachfrage sinkt weiter
  • Saudi-Arabien und Russland signalisieren Bereitschaft für weitere Kürzungen
  • Brent bei 28,27 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 276,75 US-Dollar 
  • Euro bei 1,0870 US-Dollar

Heizölpreis heute

  • Heizölpreis bei 52,35 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 52,35 Cent pro Liter Heizöl. Am Donnerstag lag der Heizölpreis bei 52,34 Cent pro Liter Heizöl.
 

Einflussfaktoren auf den Ölpreis

 Rekordkürzungen der OPEC+ werden möglicherweise ausgeweitet
 Trump will US-Wirtschaft wieder hochfahren und erwägt Vermietung strategischer Reserven
 Sinkende US-Schieferölproduktion, weitere Kürzungen möglich

 Analysten: Monatsberichte sehen Märkte im Abschwung, Kürzungen sind noch unzureichend
 IWF prognostiziert einen Rückgang des Wirtschaftswachstums um drei Prozent
 Covid19-Pandemie: Weltweite Reisebeschränkungen und reduzierte Nachfrage

Die Monatsberichte der International Energy Agency, des Department of Energy und der OPEC sind sich einig: Die globale Ölnachfrage geht weiter zurück. Ein genauerer Blick auf die Zahlen zeigt, dass die OPEC die niedrigste Ölnachfrage seit 30 Jahren erwarten. Unterdessen steigen die weltweiten Ölbestände merklich an – insbesondere in den USA. Hinzu kommen schwache US-Konjunkturdaten. Weder die aktuellen Produktionskürzungen, noch der Übergriff auf einen Öltanker in der Straße von Hormus können dieser Entwicklung etwas entgegensetzen. Selbst die Ankündigung des US-Präsidenten, die heimische Wirtschaft in drei Phasen wieder hochfahren zu wollen, führte zu keinem nachhaltigen Ausschlag der Preise. Bereits ab Mai sollen die Maßnahmen zur Eindämmung der Covid19-Pandemie gelockert werden.

Angesichts dieser Situation signalisierten Saudi-Arabien und Russland in einer gemeinsamen Mitteilung die Möglichkeit, weitere Produktionskürzungen umzusetzen. Der saudische Energieminister kündigte an, dass man die Produktion bis zum nächsten OPEC+ Treffen im Sommer noch stärker zurückfahren könnte, sollte sich dies als nötig erweisen. Gemeinsam mit seinem russischen Kollegen verwies er dabei auch auf die Notwendigkeit der Kooperation anderer OPEC+ Mitglieder. Experten werten diesen Kurs als Bestätigung für die, laut Prognosen, unzureichenden und zu spät eingeführten Produktionskürzungen.

Diese Ankündigung war heute die einzige Nachricht, die den Heizölpreis vor weiteren Einbußen bewahrte. Im Vergleich zu gestern notiert er praktisch unverändert. Der Markt bleibt volatil – doch für Heizölkäufer, die nach dem Winter ihren Heizölvorrat aufstocken wollen, bietet sich derzeit eine gute Gelegenheit.
 

Ölpreise an der Warenterminbörse: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 28,27 US-Dollar. Der Vergleichswert von Donnerstag betrug 27,83 US-Dollar, der Schlusspreis wurde gestern bei 27,82 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 276,75 US-Dollar. Der Vergleichswert am Donnerstag lag bei 268,00 US-Dollar, der Schlusspreis bei 271,00 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 17.04.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.
 

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Felix Schmidt – Autor

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