Heizöl News: Warten auf die OPEC-Entscheidung – Ölpreise uneinheitlich, Heizölpreis sinkt

1. April 2021, Sefana Boucherit

Der Heizoelpreis ist guenstiger

Obwohl der Markt von der Verlängerung der OPEC+Kürzungen ausgeht, wartet er auf ein offizielles Statement zum Treffen. Positive DOE-Bestandsdaten stabilisieren die Kurse.
Der Heizölpreis ist heute gesunken.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

 

  • Gasoil notiert entlang der Nachfragesorgen, Brent entlang der OPEC-Entscheidung
  • OPEC-Treffen: Kürzungsverlängerung mehr als wahrscheinlich – Markt bleibt zurückhaltend
  • DOE-Bericht: Deutlicher Anstieg der Nachfrage, Gesunkene Rohölvorräte
  • Libyen will Ölförderung steigern
  • Brent bei 63,15 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 496,25 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1718 US-Dollar


Heizölpreis heute - Was kostet Heizöl heute?

 

  • Heizölpreis bei 65,16 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 65,16 Cent pro Liter Heizöl. Am Mittwoch lag der Heizölpreis bei 65,65 Cent pro Liter Heizöl.
 

Einflussfaktoren auf den Ölpreis

OPEC: Mögliche Verlängerung der Kürzungen nach April
USA: Fed hält an expansiver Geldpolitik fest, Nachfrageentwicklung scheint positiv
Europa: Neue Lockdowns und Impfchaos

 

Wie werden sich die Ölpreise heute entwickeln?

Die Notierungen von Brent und Gasoil zeigen heute Morgen uneinheitliche Tendenzen. Und das bildet die Marktsituation perfekt ab. Brent als wichtigstes Rohölprodukt der OPEC zeigt sich stabil, weil die Marktteilnehmer auf eine Entscheidung zu den Förderquoten warten. Man geht generell von einer Beibehaltung aus – doch man weiß ja nie.Gasoil als global benötigte Verarbeitungsstufe und Grundlage für die Heizölpreisbildung verliert hingegen etwas klarer an Wert. Hierin spiegeln sich die weiterhin begründeten Sorgen um die Entwicklung der Pandemie. In Europa stehen weitere Lockdowns ins Haus, während US-Bewohner offensichtlich wieder intensiver am öffentlichen Leben Teil nehmen. Das legen auch die DOE-Zahlen zu den US-Beständen nahe.

Die Entwicklung bei Gasoil übersetzt sich zusammen mit einem stabilen Eurokurs in ein attraktives Preisniveau für Heizöl.

Generell werden sich alle Kursentwicklungen heute klar an der OPEC-Entscheidung ausrichten. Im wahrscheinlichen Fall, dass die Annahmen des Marktes bestätigt werden, dürfte es zumindest eine kurzfristige Aufwärtstendenz geben.Sollte die Entscheidung in Sachen Fördermengen, Dauer der Kürzungen oder Zugeständnisse an Russland oder andere Teilnehmer in irgendeiner Weise von diesen Erwartungen abweichen, ist der Markt in zu empfindlicher Stimmung – deutliche Kursreaktionen wären dann möglich.

Für Heizölkäufer ergibt sich damit ein uneinheitliches bzw. unwägbares Bild. Deswegen ist es umso wichtiger, das aktuelle Preisniveau zu nutzen und den Tank kostenbewusst aufzufüllen.

 

OPEC-Entscheidung und Pandemiesorgen

Während sich der Schiffsverkehr im Suezkanal wieder normalisiert, richtet der gesamte Markt seine Aufmerksamkeit auf das OPEC+Treffen. Wie üblich tagte zuvor das Kontrollgremium JMMC, um der (virtuellen) Vollversammlung eine Empfehlung für weitere Beschlüsse zu geben. Diese Empfehlung blieb aus. Doch die letztendliche Entscheidung zum weiteren Kürzungsverhalten kann aus Marktsicht nur auf ein Ergebnis hinauslaufen: Beibehaltung der aktuellen Quoten, am besten inklusive saudischer Zusatzkürzungen. Fraglich ist derzeit, ob der Verlängerungszeitraum möglicherweise in den Juni hineinreichen wird.

Wurde der Markt Anfang März schon einmal vom Ausgang der Verhandlungen überrascht, übt er dieses Mal klare Zurückhaltung und wartet, bis die OPEC+Gruppe klare Ergebnisse verkündet. Das dürfte im heutigen Tagesverlauf der Fall sein.

Für Stabilität sorgen unterdessen die unerwartet positiven US-Bestandsdaten laut Department of Energy (DOE). Die Produktnachfrage (insbesondere nach Treibstoffen) ist erstmals wieder über 20 Mio. B/T gestiegen. Dies wird vom Markt als Zeichen gewertet, dass sich die konjunkturellen Fortschritte in de USA als Folge der Impffortschritte langsam auch deutlicher in den Statistiken niederschlagen.

Auf der anderen Seite liefert das europäische Pandemiegeschehen kaum Anlass für Hoffnung. Frankreich geht in den vollständigen Lockdown, in Deutschland werden die Rufe danach ebenfalls immer lauter, Italien verlängert die derzeitigen Maßnahmen.

 

Libyen will mehr Öl fördern

Seitdem sich Libyen Stück für Stück aus den Trümmern des jahrelangen Bürgerkriegs erhebt, wird auch das Thema Öl hier wieder akuter. Unter der gerade neu gebildeten Regierung gibt es nun auch wieder einen Ölminister, der prompt an die Arbeit gehen will. So soll das staatliche Ölunternehmen seine Produktion von aktuell rund 1,2 Mio. B/T auf über 1,4 Mio. B/t bis Jahresende ausbauen.

Das Budget dafür wurde genehmigt – doch in der aktuellen Marktlage kommen diese Ambitionen natürlich höchst ungelegen. Libyen ist zwar Mitglied der OPEC, aber von den Kürzungsmaßnahmen aufgrund der Kriegsfolgen ausgenommen.

 

Ölpreise an der Warenterminbörse: 

 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 63,15 US-Dollar. Der Vergleichswert von Mittwoch betrug 64,65 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 62,74 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 496,25 US-Dollar. Der Vergleichswert am Mittwoch lag bei 508,25 US-Dollar, der Schlusspreis bei 505,25 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 01.04.2021 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

 

DOE

Die US-Ölindustrie nimmt wieder Fahrt auf. Und das buchstäblich. Die gestiegene Nachfrage nach Treibstoffen ist dafür das wichtigste Zeichen, doch auch die Raffinerieauslastung hat allgemein zugelegt. Einige Faktoren nehmen derzeit Kurs auf Vorkrisenniveaus, sodass die DOE-Zahlen insgesamt genug Gründe für eine Aufwärtsbewegung an den Börsen liefern.

 

DOE-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-06-110221 // Alle Angaben ohne Gewähr

 

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Sefana Boucherit – Autorin

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