Heizöl News: EZB beschließt Anleihenpaket

19. März 2020, Ricarda Altrichter

heizol-news-ezb-beschliesst-anleihenpaket-190320

Zahlreiche europäische Länder haben bereits eine Ausgangssperre zur Eindämmung der Ausbreitung von Covid19 verhängt. Die Wirtschaft dieser Länder befindet sich im Notlauf und die Sorgen um die Ölnachfrage wachsen. Die EZB reagiert mit einem Anleihenpaket. Heizöl ist heute teurer.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • DOE: Leichter Anstieg der US-Ölvorräte
  • Weltwirtschaft fest im Griff der Pandemie
  • EZB beschließt Anleihenpaket
  • Brent bei 26,19 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 281,50 US-Dollar 
  • Euro bei 1,0925 US-Dollar


Heizölpreisentwicklung 

  • Heizölpreis bei 54,61 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 54,61 Cent pro Liter Heizöl. Am Mittwoch lag der Heizölpreis bei 53,18 Cent pro Liter Heizöl. 
 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung 

EZB kündigt Anleihenprogramm an

Irak bittet um OPEC+ Sondermeeting

USA füllen Öl-Reserven auf

Konjunkturprogramme verschiedener Regierungen

 

Covid19 ist weltweite Pandemie

Weitreichende Beschränkungen in Europa + USA

OPEC und Russland: Rekordproduktion angekündigt

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 26,19 US-Dollar. Der Vergleichswert von Mittwoch betrug noch 28,55 US-Dollar, der Schlusspreis wurde gestern bei 24,88 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 281,50 US-Dollar. Der Vergleichswert am Mittwoch lag bei 298,25 US-Dollar, der Schlusspreis bei 271,25 US-Dollar. 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand:13.03.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite
  

Die Preisentwicklung im Überblick 

Auch der Mittwoch war am Ölmarkt von einer preissenkenden Stimmung geprägt. Eigentlich konnten die Daten des American Petroleum Institutes einen preistreibenden Einfluss ausüben, doch sie fanden nur wenig Beachtung. Die Sorge um die Nachfrage angesichts der Ausbreitung des Covid19-Virus erlaubt keine anderen Einflüsse. Europa hat sich zum Hotspot der Epidemie entwickelt. In zahlreichen europäischen Ländern gilt bereits eine Ausgangssperre. Die Straßen der Städte sind leer. Die Wirtschaft befindet sich im Notlauf. Das senkt unweigerlich die Nachfrage nach dem Energieträger Öl. Hinzu tritt die starke Zunahme des Ölangebots aufgrund der für die Situation zu hohen Produktion. Zwar sind die ersten Ölfelder bereits vom Lockdown betroffen, doch die USA, Saudi-Arabien und Russland gleichen die ausgefallenen Ölmengen mühelos aus. Kommt es zu keiner Einigung der OPEC+, wird das Ölangebot in den kommenden Monaten bei sinkender Nachfrage weiter steigen.

Nichts destotrotz ergab sich eine technische Aufwärtsbewegung, die jedoch schon am ersten Widerstand scheiterte und eine erneute Abwärtsbewegung zur Folge hatte. Die Marktteilnehmer gerieten unter Verkaufsdruck, der durch die Verluste an den Aktienmärkten und des sinkenden Eurokurses verstärkt wurde. Der Ölpreis sank weiter.

Am Nachmittag veröffentlichte das Department of Energy die detaillierten US-Ölbestandsdaten. Die Einflüsse widersprachen sich und letztlich konnte sich kein Impuls durchsetzen. Die amerikanische Ölsorte WTI landete im Laufe des Mittwochs an ihrem 18-Jahrestief.

Später am Abend kam die Europäische Zentralbank in einer Sitzung zusammen und kündigte Anleihenkäufe an. Auch der US-Senat stimmte einem umfangreichen Maßnahmenpaket zu. Das holte den Ölkurs von seinem Tief zurück und gab ihm etwas Auftrieb.

Für Heizölkäufer ist die Situation nach wie vor vorteilhaft. Leere Tanks können zu einem äußerst günstigen Preis aufgefüllt werden. Es wird Frühling, die Tage werden länger und vor allem wärmer. Da vermag man nicht an den nächsten Winter zu denken. Doch er kommt bestimmt und mit einem vollen Tank zum günstigen Preis, sind Sie dann bestens vorbereitet.

Entwicklung Eurokurs 

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,0925 US-Dollar, am Mittwochmorgen waren es 1,1018 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB wurde für Mittwoch bei 1,0912 US-Dollar festgesetzt. 

Angesichts der Unsicherheit aufgrund der Ausbreitung des Covid19-Virus fragten gestern zahlreiche Unternehmen die Dollar-Liquidität ab, was der US-Währung einen Auftrieb verschaffte und dem Eurokurs einen Dämpfer verpasste. Der Wunsch nach Sicherheit trieb US-Anleger außerdem dazu, im eigenen Land Kapitalanlagen zu tätigen und stärkte damit zusätzlich den US-Dollar.

Am Mittwochabend kündigte die EZB ein Anleihenpaket in Höhe von 750 Milliarden Euro an. Es soll bis mindestens Ende des Jahres aktiv bleiben. Das gab dem Eurokurs einen kleinen Aufwind, aber keinen deutlichen Anstieg. 

 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik 

DOE: US-Rohölvorräte leicht gestiegen

Die US-Ölbestandsdaten bekommen schon seit Wochen deutlich weniger Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer, als es sonst der Fall ist. Die Auswirkungen der Pandemie und die damit verbundenen Ängste überlagern die Einflüsse der Ölbestandsdaten. So war es auch in dieser Woche. Nachdem schon die Daten des American Petroleum Institute kaum Einfluss hatten, gingen auch die DOE-Daten fast spurlos am Ölkurs vorbei, obwohl sie der Ankündigung des API widersprachen, was normalerweise starke Einflüsse auf den Ölpreis hat.

Doch selbst unter weniger dramatischen Umständen, hätte dieser Bericht kaum Einfluss auf den Ölpreis, da er widersprüchliche Signale sendet. Zwar nahmen die Rohölbestände zu, doch die Produktvorräte nahmen deutlich ab, während die Produktion stieg, die Nachfrage jedoch sank. 

DOE-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-11-120320 // Alle Angaben ohne Gewähr

 

Informationen zum Heizölkauf 

Profitieren Sie von monatlichen Zahlungsarten, wie dem Heizöl-Ratenkauf oder dem heiz&SPAR Wärmekonto. Mit einem Online-Vertrag sichern Sie sich einen schnelleren Liefertermin, da sich die Bearbeitungszeiten verkürzen. Selbstverständlich können Sie sowohl den Ratenkauf, als auch Ihr heiz&SPAR Wärmekonto telefonisch oder postalisch beantragen. In diesem Fall verlängert sich die Bearbeitungszeit durch den Postweg um bis zu zwei Wochen.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

 

Tägliche Heizöl News und akuteller Heizölpreis direkt auf Ihr Smartphone oder Tablet mit der notyfy

Ricarda Altrichter - Autorin

Der Ölmarkt und der Euro-Dollar-Kurs bestimmen Ihren Heizölpreis. Die Märkte bieten täglich Überraschungen. Wir liefern Ihnen die Hintergrundinformationen.

kontakt-heizoelnews@totalenergies.de

Aktuelles und Tipps

1 / 203
K!DZ Riesenkinderfest im Leipziger Zoo
11. Oktober 2021
Aktuelles / Sonstiges und Aktuelles
Im historischen Leipziger Zoo, der seit 1878 zahlreiche exotische Tiere beherbergt, wurde zum 24. Mal in Folge das K!DZ Riesenkinderfest gefeiert. Die Total Mineralöl GmbH hat dieses Jahr 1.000 € für das KIDZ-Fest gespendet. » Weiterlesen
Heizöl-Rückblick September 2021: Angebot sinkt, Nachfrage steigt, Markt läuft heiß
29. September 2021
Aktuelles / Sonstiges und Aktuelles
Steigende Ölpreise machten im September zwar viele Spekulanten glücklich, doch das knappe Angebot, eine allenthalben steigende Nachfrage und etwa die träge OPEC sorgten für eine Preisrallye, die insbesondere Verbraucher traf. » Weiterlesen