Heizöl News: Sorge vor zweiter Infektionswelle – Heizöl günstiger

22. September 2020, Felix Schmidt

Sorge vor zweiter Infektionswelle - Heizöl günstiger

Die Sorge vor einer zweiten Infektionswelle beschäftigt auch die Experten an den Ölmärkten – nachdem mehrere europäische Länder neue Höchststände bei den Neuinfektionen meldeten, fürchtet man erneute Lockdowns. Heizöl ist heute günstiger.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • Sorge vor neuer Welle dämpft die Stimmung an den Ölmärkten
  • Ölfelder und Exporthäfen in Libyen sollen wieder hochgefahren werden
  • Tropensturm Beta trifft auf die US-amerikanische Küste
  • Brent bei 41,39 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 320,75 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1753 US-Dollar

Heizölpreis heute

  • Heizölpreis bei 40,32 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 40,32 Cent pro Liter Heizöl. Am Montag lag der Heizölpreis bei 41,48 Cent pro Liter Heizöl.

Einflussfaktoren auf den Ölpreis

 Hurrikan Saison in den USA: Produktionsausfälle im Golf von Mexiko durch Tropensturm Beta
 OPEC+ Gruppe verlängert Kompensationsphase bis Ende 2020
 US-Fed belässt Zinsen bei nahe null Prozent bis Ende 2023

 Weiterhin geringe Nachfrage an Rohöl und Ölprodukten
 Iran, Vereinigte Arabische Emirate und Libyen steigern Fördermengen
 EIA, OPEC+ und EIA Monatsreports mit preissenkenden Signalen

Die Sorge, dass das Coronavirus in Europa erneut aufflammt bestimmt derzeit erneut den Ölpreis. Die bevorstehenden Herbst- und Wintermonate verschärfen diese Sorge nochmals. Zwar schlossen einige Politiker neue landesweite Lockdowns aus, doch die Entwicklung der Infektionszahlen wird letztlich das weitere Vorgehen bestimmen. Analysten verschiedener Banken sehen die Sorge, dass es zu erneuten Nachfrageeinbrüchen aufgrund einer zweiten Welle kommt, durchaus als berechtigt an.

Wie wir gestern berichteten, sind die Ölfelder und Exporthäfen in Libyen wieder in Betrieb genommen worden. In den nächsten Tagen soll die Ölproduktion verdreifacht werden und bis Ende des Jahres etwa wieder auf der Hälfte der maximalen Kapazität liegen. Die verfallene Ölinfrastruktur wird jedoch zum Nadelöhr dieser Pläne. Der monatelange Stillstand hat die Pipelines und Ölanlagen beschädigt, zum Teil drohen irreparable Schäden.

Aktuell erreicht der Tropensturm Beta das US-amerikanische Festland. Da der Sturm relativ schwach ist, werden weniger Schäden aufgrund der Windgeschwindigkeit erwartet, wohl aber Beeinträchtigungen durch Überschwemmungen und starke Regenfälle, welche unter anderem die Ölanlagen vor Ort beschädigen könnten. Zudem könnten Stromausfälle die Wiederinbetriebnahme der Anlagen verzögern. Mehrere Ölproduzenten hatten in den vergangenen Wochen ihre Produktion im Golf von Mexiko reduzieren müssen, da mehrere Hurrikans die Region aufsuchten.

Ölpreise an der Warenterminbörse

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 41,39 US-Dollar. Der Vergleichswert von Montag betrug 42,98 US-Dollar.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 320,75 US-Dollar. Der Vergleichswert am Montag lag bei 337,00 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 22.09.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

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Felix Schmidt – Autor

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