Heizöl News: US-Ölindustriedaten belasten Ölmarkt

25. Juni 2020, Ricarda Altrichter

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Erneut hat das DOE eine Steigerung der Ölbestände in allen Kategorien vermeldet, auch die Produktionsmenge nimmt wieder zu. Diese Zahlen kamen zu einem ohnehin ungünstigen Zeitpunkt. Die Aktienmärkte drehten allenthalben ins Minus und zogen die Ölpreise mit sich.
Der Heizölpreis fällt sichtbar.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • DOE: Rekordhoch der Bestände, steigende Ölproduktion
  • USA erwägen offenbar neue Strafzölle auf EU-Produkte
  • Brent bei 40,04 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 342,50 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1251 US-Dollar


Heizölpreis heute

  • Heizölpreis bei 48,37 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 48,37 Cent pro Liter Heizöl. Am Mittwoch lag der Heizölpreis bei 49,93 Cent pro Liter Heizöl.
 

Einflussfaktoren auf den Ölpreis

Einhaltung der OPEC+ Kürzungen bei fast 90%
Handelshäuser gehen von guter Nachfrageentwicklung aus
US-Schieferölproduktion sinkt weiter

Mehr Neuinfektionen – WHO warnt vor zweiter Infektionswelle
OPEC korrigiert Produktionswachstum der Nicht-OPEC Länder nach oben
EIA Monatsreport: Preise im dritten Quartal unterhalb des aktuellen Niveaus

Die Sorge um eine zweite globale Epidemie-Welle drückt sich derzeit besonders deutlich an den Aktienmärkten aus. Die Indizes fallen und belasten damit auch die Situation am Rohstoffmarkt. Dieser hätte gestern jedoch genug eigene Impulse gehabt, um seinen Abwärtstrend zu begründen.

Die Zahlen des DOE machen deutlich, dass die US-Rohölbestände auf einen erneuten Rekordwert gestiegen sind, während die Produktion ebenfalls wieder zulegt. Zwar gab es laut DOE auch Anstiege bei der Benzinnachfrage, doch dieser Impuls reichte nicht aus, um den darauffolgenden Verkaufstrend zu stoppen. Zwischenzeitlich fiel der Ölpreis Brent unter die 40 Dollar-Marke und lieferte damit einen psychologisch wichtigen Anreiz zu weiteren Verkäufen.

Unterdessen könnten neue US-Strafzölle auf EU-Waren die Konjunktur genauso effektiv behindern wie eine zweite Infektionswelle. Der seit Jahren schwelende Streit um die staatliche Subvention von Flugzeugbauern beiderseits des Atlantiks erhielt gestern kurzfristig neuen Schwung. Meldungen besagten, dass die USA weitere Zölle auf Güter wie Genussmittel gegen die EU erwägen. Anders als bei den Strafzöllen gegen China haben die USA hier Rückendeckung von der Welthandelsorganisation WTO.

Hier ist jedoch nichts definitiv, auch wenn das Datum 26. Juli für eine mögliche Erhebung der Zölle im Raum steht.

So weit wagt der Ölmarkt derzeit jedoch nicht zu denken, da es genug unmittelbare Problemlagen gibt, die für sinkende Ölpreise sprechen und vorsichtiges Agieren verlangen. Die Negativimpulse in Form der Aktienmarktentwicklung und der DOE-Daten haben sich heute Morgen zwar wieder etwas aufgelöst, doch das Preisniveau bleibt weiter verbraucherfreundlich.

Der heutige Heizölpreis ist damit eine optimale Gelegenheit, um den Tank vor der unmittelbar bevorstehenden Klimaanlagensaison günstig aufzufüllen.

 

Ölpreise an der Warenterminbörse: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 40,04 US-Dollar. Der Vergleichswert von Mittwoch betrug 42,78 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 40,31 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 342,50 US-Dollar. Der Vergleichswert am Mittwoch lag bei 360,00 US-Dollar, der Schlusspreis bei 345,75 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 25.06.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

 

DOE

Trotz aller negativen Signale sollte man die dieswöchigen Zahlen zu den Bestandsveränderungen mit etwas Abstand betrachten. Der erneute Anstieg der Rohölbestände ist vorrangig auf saudische Lieferungen von im März bestellten Rohöl und das Wiederanschieben der Ölproduktion nach dem Tropensturm Cristobal zurückzuführen. Dies ist zumindest die Einschätzung der Experten. Auf der anderen Seite ist auch die so wichtige Benzinnachfrage offensichtlich gestiegen – auch wenn dieses positive Signal für den Stand der US-Wirtschaft gestern keine große Beachtung fand.

DOE-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-26-250620 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr.

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