Heizöl-News: Unsichere Versorgungslage nimmt zu

19. Juli 2022, Jan Wendel

Heizölpreis gesunken 19.07.2022

Aus mehreren Richtungen wird eine angespannte Versorgungslage für Energie bestätigt. Die Golfstaaten trafen nach Bidens Besuch keine Aussage zur benötigten Produktionssteigerung. Unterbrechungen kanadischer Ölexporte über die Keystone Pipeline bleiben vorerst. Force Majeure von Gazprom für Uniper.

Aktueller Heizölpreis – Was kostet Heizöl heute?

  • Heizölpreis bei 153,50 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Mittel rund 153,50 Cent pro Liter Heizöl. Am gestrigen Tag lag der durchschnittliche Heizölpreis bei 153,69 Cent pro Liter Heizöl. Der Preis für Heizöl ist leicht gesunken.

 

Entwicklung der Ölpreise – Wichtiges auf einen Blick

  • Brent bei 106,44 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 1085,25 US-Dollar  / West Texas Intermediate (WTI) bei 99,75 US-Dollar
  • Euro bei 1,0157 US-Dollar

 
 Wartungsarbeiten an Erdgas-Pipeline Nord Stream 1 - Sorge vor Erdgas-Lieferstopp nach Wartungsarbeiten

 Kanada: Force Majeure für einige Rohölexporte über Keystone-Pipeline

  Gazprom erklärt rückwirkend Force Majeure
 

 Chinas Raffinerieauslastung stark gesunken
 US-Energiebeauftragter erwartet Produktionssteigerungen der OPEC

 

Mehrere Unsicherheiten bei Energieversorgung

Die Bestätigung für eine sehr angespannte Versorgungslage gab es gestern aus mehreren Richtungen. Zum einen haben die Golfstaaten wie Saudi-Arabien nach US-Präsident Bidens Besuch keine verbindliche Aussage getroffen, die Fördermengen bedarfsgerecht anzuheben. Die Marktteilnehmer werden demnach Abwarten müssen, was die nächste Entscheidung bei der OPEC+ Sitzung im August mit sich bringt. 

Weiterhin wurde eine Meldung über ein rückwirkendes Force Majeure von Gazprom verkündet. Dabei geht es um die Lieferungen mit Energie an den deutschen Versorger Uniper. Force Majeure beinhaltet u.a. in internationalen Verträgen die Nichteinhaltung vertraglich zugesagter Leistungen aufgrund der Einwirkung von höherer Gewalt. Dies bestärkt die Sorge, dass Russland die Erdgaslieferungen nach den Wartungsarbeiten der Nord Stream 1 Pipeline nicht wieder aufnehmen könnte.

Weitere Lieferprobleme herrschen aktuell bei den kanadischen Rohölexporten über die Keystone Pipeline. Durch einen Stromausfall an einer Pumpstation, was zu einer Unterbrechung der Lieferungen führte, ist noch unklar, wann die Exporte wieder reibungslos aufgenommen werden können. 


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Ölpreise an der Warenterminbörse

Heizölpreisentwicklung vom 19.07.2022 // Alle Angaben ohne GewährAlle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreis-Seite.
 

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Jan Wendel – Autor

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