Heizöl News: Uneinheitliche Monatsreports und technische Verkaufssignale verlangsamen Anstieg der Ölpreise

14. Oktober 2021, Sefana Boucherit

Die Monatsreports von EIA und OPEC haben gegensätzliche Ansichten zur Nachfrageentwicklung und heben sich in ihrer Wirkung fast auf. DAS API meldet sichtbar mehr US-Rohöl in den Lagern. Technische Signale lassen auf ein Ende der Preisrallye hoffen, vorerst ist der Heizölpreis heute dennoch gestiegen

Aktueller Heizölpreis – Was kostet Heizöl heute?

  • Heizölpreis bei 89,29 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 89,29 Cent pro Liter Heizöl. Am Mittwoch lag der Heizölpreis bei 88,10 Cent pro Liter Heizöl.

 

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • API: Rohölbestände gestiegen, deutlich weniger Produkte
  • EIA-Monatsreport korrigiert Nachfrage- und Preisprognosen für 2021/2022 nach oben
  • OPEC-Monatsreport sieht minimal sinkenden Nachfrageanstieg
  • Erste technische Verkaufssignale kündigen mögliche Preisbremse an
  • USA demonstrieren Stärke gegenüber Iran
  • Brent bei 83,75 Dollar / ICE-Gasoil bei 729,25 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1589 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf den Ölpreis

Hohe Gaspreise stützen die Ölnachfrage
Neue Spannungen zwischen USA und Iran
OPEC bleibt bei bestehenden Förderquoten
OPEC+ bleibt hinter beschlossenen Produktionssteigerungen zurück
Saudi Arabien will kurzfristig mehr Öl exportieren

 

Marktteilnehmer testen Möglichkeiten für Abwärtstrend

Selbst der konstanteste Preisanstieg muss irgendwann ein Ende finden ─ so will es das Gesetz des Marktes. Gerade in der aktuellen Situation scheinen die Marktteilnehmer darauf nur gewartet zu haben. Gestern gab es sowohl mathematische als auch faktenbasierte Impulse, die direkt aufgegriffen wurden. Die Monatsreports von OPEC und Energy Information Administration (EIA) fielen uneinheitlich aus: Die OPEC sieht einen minimalen Abschwung beim Nachfragewachstum, die EIA korrigierte ihre Annahmen für 2021 nach oben, für 2022 nur minimal nach unten. Recht könnten beide haben, vor allem, wenn es um die Annahme weiter steigender Ölpreise geht.

Die US-Bestandsdaten laut API waren ebenfalls uneinheitlich. Einem sichtbaren Anstieg an Rohöl standen sichtbare Abbauten bei den Ölprodukten gegenüber. Erklärungen hierfür lassen sich sicher schon jetzt finden (Produktionsanstieg nach Hurricane Ida sowie mehr Nachfrage), können aber erst mit den heute folgenden DOE-Daten verifiziert werden.

Nachdem es erste Anzeichen gab, dass sich die USA und Iran wieder an den Verhandlungstisch in Sachen Atomdeal setzen werden, demonstrierte die Regierung Biden gestern öffentlich Stärke. Man werde Iran mit allen Mitteln daran hindern, eine Atombombe zu bauen. Was diese Mittel im Ernstfall wären, musste kaum laut ausgesprochen werden. Solche Aussagen trüben das Verhältnis zwischen Washington und Teheran natürlich ein, sind aber aus US-Sicht wichtig, um den Ernst der Lage und die Dringlichkeit einer Einigung zu unterstreichen.

Auch wenn die Ölpreise nach ihrer gestrigen Abwärtsbewegung heute Morgen wieder leicht gestiegen sind, zeigen sich die Trends doch wesentlich verhaltener, als es in den vergangenen Wochen die Regel gewesen ist. Das sollten Heizölkäufer schnellstmöglich nutzen, um ihren Tank zum moderaten Preisniveau aufzufüllen. Denn die Trendwende ist noch längst nicht gekommen.

 

 

Ölpreise an der Warenterminbörse: 

 

Heizölpreisentwicklung vom 14.10.2021 // Alle Angaben ohne Gewähr

 

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

 

 

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Wussten Sie, dass das Klimapaket der Bundesregierung den Betrieb von Ölheizungen nach 2026 nicht kategorisch ausschließt? Bestehende Ölheizungen können weiter betrieben werden. Bei einer Modernisierung der Heizungsanlage kann wieder eine Ölheizung eingebaut werden, sofern sie mit regenerativen Technologien, wie Solarthermie oder Photovoltaik, ergänzt wird. Gleiches gilt für Neubauten! Ist die Integration dieser Technologien nicht wirtschaftlich, kann eine Ölheizung wie bisher weiter betrieben oder neu installiert werden.

 

Sefana Boucherit – Autorin

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