Heizöl News: Teilabkommen China-USA unterzeichnet

17. Januar 2020, Ricarda Altrichter

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Das Teilabkommen zwischen China und USA wurde unterzeichnet, doch der erwartete Anstieg des Ölpreises blieb weitgehend aus. Die Meldungen der OPEC und des DOE dämpften den Preisanstieg und auch der Rücksetzer am Aktienmarkt wirkte einem steigenden Ölpreis entgegen.
Heizöl ist heute günstiger.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • Brent bei 64,77 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 573,50 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1139 US-Dollar


Heizölpreisentwicklung 

  • Heizölpreis bei 65,64 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 65,64 Cent pro Liter Heizöl. Am Donnerstag lag der Heizölpreis bei 66,18 Cent pro Liter Heizöl. 
 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung 

USA verzichten auf Militärschlag gegen Iran
OPEC+ beschließt Kürzungen bis Mitte 2020

Unterzeichnung des Teilabkommens zwischen USA und China

US-Ölbestandsdaten des DOE

US-Ölförderung auf Rekordniveau

US-Strafzölle gegen China bleiben vorerst bestehen

Schwaches chinesisches Wirtschaftswachstum

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 64,77 US-Dollar. Der Vergleichswert von gestern betrug noch 64,35 US-Dollar, der Schlusspreis wurde am Donnerstag bei 64,62 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 573,50 US-Dollar. Der Vergleichswert am Donnerstag lag bei 577,25 US-Dollar, der Schlusspreis gestern bei 576,00 US-Dollar. 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 17.01.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite
  

Die Preisentwicklung im Überblick 

Der Ölmarkt startete mit einer preissenkenden Stimmung in den gestrigen Donnerstag. Zur Unterzeichnung des Phase-1-Abkommens zwischen China und den USA erwarteten die Marktteilnehmer eigentlich einen gesteigerten Ölpreis. Denn eine Einigung zwischen den beiden schon seit Jahren streitenden Ländern würde beide Wirtschaften ankurbeln und damit die Ölnachfrage erhöhen. Nun wurde das Teilabkommen jedoch ohne eine Aufhebung der Strafzölle gegen China unterzeichnet. Das hemmt die Wirtschaft weiterhin und die Marktteilnehmer gehen in eine abwartende Haltung, ob die chinesische Wirtschaft dennoch einen Schub bekommt. Neuste Wirtschaftszahlen aus China berichten vom schwächsten Wirtschaftsanstieg seit 29 Jahren für China im Jahr 2019.

Zu diesem Dämpfer der preissteigernden Stimmung kommen der große Anstieg der US-Ölbestände und der Monatsbericht der OPEC, der von einer gesteigerten Ölproduktion aus Nicht-OPEC-Ländern ausgeht. All dies veranlasst die Marktteilnehmer, von einem sinkenden Preis auszugehen.

Doch die technische Konstellation stützte den Ölpreis. Der Kursverlauf sendete Kaufsignale aus, sodass der Ölpreis trotz der preissenkenden Einflüsse am Donnerstagvormittag unterhalb eines Widerstandes verweilte. Die Meldung der International Energy Agency, dass die Ölangebotssituation geopolitische Ereignisse gut auffangen könne, gab keine weiteren Tendenzen vor.

Der Aktienmarkt erlebte am Donnerstag einen Rücksetzer und brachte damit den Ölpreis in die Nähe seiner ersten Unterstützungen. Als wäre der Kurs von dieser Grenze abgeprallt, schaffte er es letztlich am Abend wieder in die Nähe eines wichtigen Widerstandes, konnte diesen jedoch nicht durchbrechen.

Der Heizölpreis folgt dem Gasoil-Kurs, der der preissenkenden Tendenz folgte. Es bietet sich also eine gute Gelegenheit, vor dem Wochenende noch den Heizöltank zu füllen und von einem günstigen Heizölpreis zu profitieren.

Entwicklung Eurokurs 

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1139 US-Dollar, am Donnerstagmorgen waren es 1,1149 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB wurde für Donnerstag bei 1,1134 US-Dollar festgesetzt. 

Positive US-Konjunkturdaten gaben dem US-Dollar gestern einen Aufschwung, der wiederum dem Eurokurs einen Dämpfer gab. Gestiegene Umsätze im US-Einzelhandel und positive Daten vom US-Arbeitsmarkt stützen den US-Dollar.

Weitere Impulse für den Eurokurs bleiben bislang aus. Heute folgen weitere Wirtschaftsdaten aus der Eurozone und den USA, die vor dem Wochenende noch einmal Bewegung in den Kursverlauf bringen können.

 

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Ricarda Altrichter - Autorin

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