Heizöl News: Sorge um zweite Infektionswelle in den USA drückt Stimmung am Ölmarkt

12. Juni 2020, Ricarda Altrichter

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Die US-Wirtschaft fährt wieder hoch, einige US-Bundesstaaten verzeichnen deutliche Zuwächse bei den Neuinfektionen.
Analysten warnen vor einem Ölpreis-Abwärtsrisiko. Heizöl ist heute günstiger.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • Sorge um zweite Infektionswelle in den USA
  • Analysten sehen deutliche Anzeichen für Abwärtskorrektur der Ölpreise
  • Brent bei 37,85 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 318,25 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1301 US-Dollar


Heizölpreis heute

  • Heizölpreis bei 48,39 Euro / 100L 

 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 48,39 Cent pro Liter Heizöl. Am Donnerstag lag der Heizölpreis bei 49,65 Cent pro Liter Heizöl.
 

Einflussfaktoren auf den Ölpreis

OPEC+ Deal wird um einen Monat verlängert

Saudis, Kuwait und VAE mit weiteren freiwilligen Kürzungen ab Juni

EIA Monatsreport korrigiert Preisprognosen nach oben

Libyens Ölfelder zwischen Restart und erneuter Abschaltung

Einzelne US-Ölproduzenten fahren Ölproduktion wieder hoch

Russland untersagt Ölimporte und unterstützt Waffenstillstand in Libyen

 

In der vergangenen Woche sind die Neuinfektionen in einigen Bundesstaaten der USA um teilweise mehr als 40 Prozent gestiegen. Das steigert die Sorge, dass die USA vor einer zweiten Infektionswelle stehen – wobei die erste noch nicht einmal vorbei ist. Dennoch soll es laut US-Finanzminister Mnuchin keinen zweiten Lockdown geben. Trotz einer Gesamtinfektionszahl von zwei Millionen Menschen und steigend.

Diese Entwicklung macht dem Ölmarkt genauso zu schaffen wie der wieder aufkeimende Pessimismus, dass sich die Ölpreise 2020 letztendlich doch nicht in dem Umfang erholen werden, wie es zuletzt von verschiedenen Seiten prognostiziert wurde.

Einerseits sind die OPEC+ Kürzungsmaßnahmen vollständig eingepreist. Der Miniminalkonsens mit einer einmonatigen Verlängerung der Förderzurückhaltung sei andererseits eher problematisch als hilfreich. Dies sagen nicht nur führende Analysten, sondern auch erste Stimmen aus der OPEC. Omans Energieminister hat bemängelt, dass die neue OPEC-Taktik „einen Monat kürzen, dann erneut bewerten“ keine Planungsmöglichkeiten zuließe und zudem nichts dafür tue, die Länder mit einer Untererfüllung ihrer Quoten auf Linie zu bringen. Gerade Irak und Nigeria waren im Mai konstant hinter ihren Vorgaben zurückgeblieben, Mexiko ist komplett ausgestiegen und Libyen will seine Produktion wieder deutlich steigern – auch wenn das angesichts der Lage im Land und der immer wieder blockierten Ölfelder eher schwierig ist.

Zudem muss auch die US-Ölwirtschaft wieder stärker einkalkuliert werden. Denn Hochfahren der Wirtschaft heißt in letzter Konsequenz hier auch Hochfahren der US-Ölproduktion. Ob es nun genug Abnehmer gibt oder nicht.

Letztendlich ist die heutige Ölpreisentwicklung mit einem niedrigeren Heizölpreis auch nur eine Momentaufnahme, die Stimmung ist momentan zu volatil, um daraus längerfristige Tendenzen abzuleiten. Vielmehr zeigt sich einmal mehr, dass es angesichts der Pandemie kaum planbare Maßnahmen und langfristige Investitionsentscheidungen geben kann. Kurzfristig gibt es jedoch eine klare Empfehlung: Füllen Sie Ihren Heizöltank heute einmal mehr zu einem sehr freundlichen Heizölpreis auf.

 

Ölpreise an der Warenterminbörse

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 37,85 US-Dollar. Der Vergleichswert von Donnerstag betrug 40,40 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 38,55 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 318,25 US-Dollar. Der Vergleichswert am Donnerstag lag bei 331,50 US-Dollar, der Schlusspreis bei 322,75 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 12.06.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

 

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Ricarda Altrichter - Autorin

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