Heizöl News: Covid19 in Kalifornien angekommen

27. Februar 2020, Ricarda Altrichter

Die Ölpreise fallen nehmen die Heizölpreise mit. Geringe Nachfragen und die Angst vor dem Coronavirus beeinflussen den Heizölpreis. 27.02.2020

Die Angst vor dem Corona Virus wird größer, denn es breitet sich immer weiter aus. Aus Kalifornien wurde nun ein Fall gemeldet, dessen Ansteckungsursache noch nicht eindeutig geklärt werden konnte. Der Heizölpreis fällt weiter.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • DOE: geringer Anstieg der US-Ölvorräte
  • Neue Covid19-Ansteckung in den USA
  • Brent bei 52,80 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 448,25 US-Dollar 
  • Euro bei 1,0916 US-Dollar


Heizölpreisentwicklung 

  • Heizölpreis bei 56,31 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 56,31 Cent pro Liter Heizöl. Am Mittwoch lag der Heizölpreis bei 57,92 Cent pro Liter Heizöl. 
 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung 

US-Sanktionen gegen russische Öltochtergesellschaft
Libyens Förderung stark reduziert

Covid19-Fall ohne klaren Ursprung in den USA, CDC warnt vor stärkerer Covid19-Ausbreitung
Covid19-Ansteckungswelle in Südkorea, Italien und USA
IEA, EIA und OPEC prognostizieren Überversorgung für 2020

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE: 

Der Kurs der europäischen  Referenzölsorte Brent  notierte am Morgen bei 52,80 US-Dollar. Der Vergleichswert von Mittwoch betrug noch 54,67 US-Dollar, der Schlusspreis wurde gestern bei 53,43 US-Dollar festgesetzt. 
ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 448,25 US-Dollar. Der Vergleichswert am Mittwoch lag bei 477,75 US-Dollar, der Schlusspreis bei 468,75 US-Dollar. 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand:27.02.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

Informieren Sie sich über die aktuellen Heizölpreise in Ihrer Region täglich auf unserer Heizölpreisseite.
  

Die Preisentwicklung im Überblick 

Das Covid19-Virus breitet sich weiter aus und am Dienstag warnte die US-Gesundheitsbehörde die US-Bevölkerung vor der Lungenkrankheit. Das klang gestern auf dem Ölmarkt nach, sodass die Stimmung dort in Erwartung einer sinkenden Öl-Nachfrage eher preisdrückend war. Das Preistief vom Dienstag bildete aber eine Unterstützung, die am Mittwochvormittag zunächst standhielt, später jedoch brach und dem Ölkurs den Weg nach unten öffnete.

Am Nachmittag kehrten etwas Ruhe und Stabilität in den Ölmarkt ein. Die Marktteilnehmer warteten auf die Daten des Department of Energy (DOE). Wie sich herausstellte, wartete man nicht ohne Grund, denn das DOE lieferte preisstützende Aspekte. Diese hielten jedoch nur einige Stunden vor, ehe die preissenkenden Einflüsse aus der DOE-Meldung gemeinsam mit der Angst vor den Folgen des Coronavirus den Ölpreis an Abend wieder belasteten. Der Ölpreis gelangte an sein 13-Monatstief. Der Indikator für den Heizölpreis Gasoil erreichte sogar den niedrigsten Stand seit Juli 2017.

Die Zeiten für den Heizölkauf sind günstig, denn ein niedriger Ölpreis trifft auf einen stärker werdenden Euro. Das ergibt einen günstigen Heizölpreis, den Sie zweifellos nutzen sollten, um Ihre Heizöltanks zu füllen und sich vom weiteren Weltgeschehen unabhängig zu machen.
 

Entwicklung Eurokurs 

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,0916 US-Dollar, am Mittwochmorgen waren es 1,0871 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB wurde für Mittwoch bei 1,0881 US-Dollar festgesetzt. 

Der Eurokurs konnte gestern etwas Boden gewinnen. Hauptgrund dafür ist der schwächelnde Dollar, der von den Ereignissen rund um das Coronavirus in den USA unter Druck steht. Das stärkt den Euro und macht ihn gegenüber dem US-Dollar zu einer attraktiveren Anlagemöglichkeit. Aktuell ist die Stimmung auf dem Devisenmarkt jedoch eher verhalten, da die Marktteilnehmer auf neue Impulse warten, die neue Konjunkturdaten heute geben könnten.
 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt  - DOE Bericht & Corona Virus Ansteckung in den USA

Angesichts der Entwicklungen rund um das Covid19-Virus blieb der Einfluss der DOE-Daten auf den Ölpreis eher gering. Anders als die Erwartungen der Marktteilnehmer und der Vorgabe des American Petroleum Institute meldete das DOE nur sehr geringe Aufbauten der US-Rohölvorräte. Jedoch sanken die Produktbestände stärker als erwartet und auch die Gesamtölbestände gingen zurück. Zunächst hatte der DOE-Bericht eine preisstützende Wirkung, die hielt jedoch nicht lange an, sodass er keine nachhaltigen Impulse geben konnte.

DOE-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-09-270220 // Alle Angaben ohne Gewähr

USA: Covid19-Ansteckung mit unbekanntem Ursprung

US-Präsident Trump sprach gestern Abend von einer „sehr geringen Gefahr“, die von dem Covid19-Virus ausginge. Die Marktteilnehmer ließen sich jedoch nicht täuschen, sodass die Ansprache kaum Wirkung auf den Ölkurs zeigte. Größeren Einfluss hatte dagegen die Meldung des Centers of Disease Control and Prevention (CDC) über einen positiven Covid19-Test in Kalifornien. Untypisch: Der Patient hatte sich nicht in gefährdeten Gebieten aufgehalten und auch keinen Kontakt zu Menschen, die kürzlich dort waren. Bei unbekanntem Infektionsursprung liegt die Annahme nahe, dass sich das Virus unkontrolliert ausbreitet. Da die USA der weltweit größte Ölverbraucher ist, ist die Angst vor einem negativen Nachfrageschock nachvollziehbar.

Entscheidenden Einfluss zugunsten eines stabileren Ölpreises kann hier noch die OPEC nehmen, deren Meeting kommende Woche Donnerstag und Freitag stattfinden wird. Die OPEC wird bis dahin immer weiter in den Fokus der Marktteilnehmer rücken, denn sie hat verschiedene strategische Möglichkeiten. Eine Kürzung würde den Ölpreis stabilisieren, da das Angebot der Nachfrage angepasst würde. Allerdings gibt es auch die Möglichkeit, den Ölpreis weiter fallen zu lassen und damit die US-Schieferölindustrie unter Druck zu setzen. Besonders Russland könnte diese Möglichkeit in Betracht ziehen. Was passieren wird, bleibt bis zum Meeting unklar. Experten sind sich jedoch einig darin, dass Nichtstun eine eher unwahrscheinliche Reaktion der OPEC wäre.
 

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Ricarda Altrichter - Autorin

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