Heizöl News: Neue US-Sanktionen gegen Venezuela? Heizöl teurer.

19. August 2020, Felix Schmidt

Neue Sanktionen gegen Venezuela? Heizölpreis steigt.

In einer engen Spanne geht es für den Heizölpreis derzeit auf und ab. Neue Sanktionen gegen Venezuelas Ölexporte und die Wiederaufnahme des Betriebs in libyschen Ölhäfen treiben die Preise. Doch der schwache Dollar dämpft den Anstieg. Heizöl ist heute etwas teurer.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • Enttäuschende API-Daten bei den US-Benzinbeständen
  • Neue US-Sanktionen gegen Venezuela?
  • Libysche Ölhäfen sollen Betrieb vorübergehend wieder aufnehmen
  • Brent bei 45,06 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 378,75 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1935 US-Dollar

Heizölpreis heute

  • Heizölpreis bei 44,71 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 44,71 Cent pro Liter Heizöl. Am Dienstag lag der Heizölpreis bei 44,48 Cent pro Liter Heizöl.

Einflussfaktoren auf den Ölpreis

 Saudi Aramco sieht positive Nachfrageentwicklung in Asien
 OPEC+ Quotentreue im Juli bei 97 Prozent
 USA beschlagnahmen iranische Öltanker, neue Sanktionen gegen Venezuela?
 China steigert US-Ölimporte für August und September – neues Teilabkommen mit den USA?
 Venezuela steigert die Ölexporte und reduziert damit seine Rohölbestände
 Monatsberichte der IEA und der OPEC+ Gruppe

Der Bericht über die Bestandsdaten steht mittwochs gewöhnlich im Fokus für die Marktteilnehmer. Zwar meldete das API Abbauten bei Rohöl und den Destillaten – doch konnten sich die preissteigernden Signale offenbar nicht durchsetzen. Für besondere Enttäuschung sorgten die Aufbauten bei den Benzinbeständen, da man hierin bereits wieder eine geringere US-Produktnachfrage sieht. Am höchsten ist die Nachfrage nach Benzin üblicherweise in der US-Fahrsaison, die am ersten Septemberwochenende endet. Ob die Nachfrage bis dahin tatsächlich steigt, ist fraglich. Hinzu kommt, dass man die Gespräche zwischen den Handelsdelegationen der USA und Chinas über das Teilhandelsabkommen erneut verschoben hat. Angesichts der allgemeinen Verschlechterung der Beziehungen zwischen den beiden Staaten, bestärkt auch diese Meldung die Experten in ihrer Sorge, dass die Nachfrageentwicklung weniger dynamisch, als erwartet, ausfallen könnte. Der für den 15. August angesetzte Termin wurde von Präsident Trump verschoben, da er enttäuscht darüber sei, wie China mit der Pandemie umgehe. Ein Ersatztermin ist bislang noch nicht vereinbart worden.

Unterdessen plant die US-Regierung möglicherweise noch straffere Sanktionen gegen Venezuela, nachdem jüngst vier iranische Öltanker beschlagnahmt wurden, die Benzin nach Venezuela liefern sollten. Demnach sollen nun auch Rohölexporte, die Venezuela im Rahmen von Tauschgeschäften mit ausländischen Unternehmen macht, sanktioniert werden. So machten Exporte venezolanischen Rohöls im Tausch gegen Diesel laut Bloomberg bislang fast 80 Prozent der Rohölexporte des Landes aus. Bisher waren diese Tauschgeschäfte von den Sanktionen ausgenommen – doch kurz vor den Wahlen will US-Präsident Trump offenbar den Druck auf das Maduro-Regime erhöhen.

Wichtig könnte auch das heutige Treffen des JMMC der OPEC+ Gruppe werden. Zwar rechnet man nicht mit einer radikalen Kursänderung der Kürzungspolitik, wohl aber mit einer Ermahnung an Nachzügler, wie Irak und Nigeria, die sich wiederholt nicht an die vorgegebenen Quoten gehalten hatten.

Die Lage an den Märkten bleibt nach wie vor undurchsichtig, da Nachfragesorgen an den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie gekoppelt sind und die OPEC+ Gruppe plant, mehr Öl auf den Markt zu bringen. Auch aus Libyen könnte jetzt wieder mehr Öl an die Märkte kommen. Nach einer monatelangen Blockade der Ölhäfen durch die Rebellen unter General Haftar soll der Hafenbetrieb zumindest vorübergehend wieder aufgenommen werden, um Öl und Gas zu veräußern und so die Probleme bei der Stromversorgung zu beheben. Haftars Truppen hatten die Häfen blockiert, um den Druck auf die international anerkannte Regierung in Tripolis zu erhöhen. Nach Gesprächen mit der National Oil Corporation soll der Betrieb auch zum Wohle der Zivilbevölkerung wieder aufgenommen werden.

Ölpreise an der Warenterminbörse: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 45,06 US-Dollar. Der Vergleichswert von Dienstag betrug 45,19 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 45,40 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 378,75 US-Dollar. Der Vergleichswert am Dienstag lag bei 376,75 US-Dollar, der Schlusspreis bei 380,00 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 19.08.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

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Felix Schmidt – Autor

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