Heizöl News: Russland lehnt Kürzungen ab

5. März 2020, Ricarda Altrichter

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Sowohl Russland als auch Libyen sprechen sich derzeit gegen eine Kürzung der Ölförderung als Reaktion auf das CoVid19-Virus aus. Die Verhandlungen ergebnislos. Weitere Einflüsse wie beispielsweise das neue Rekordhoch der US-Ölproduktion ignoriert der Ölmarkt weitgehend. Heizöl ist heute teurer.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • DOE: Geringer Anstieg der US-Ölvorräte
  • Russland lehnt Kürzungen ab
  • Brent bei 51,57 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 462,00 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1137 US-Dollar


Heizölpreisentwicklung 

  • Heizölpreis bei 58,04 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 58,04 Cent pro Liter Heizöl. Am Mittwoch lag der Heizölpreis bei 57,33 Cent pro Liter Heizöl. 
 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung 

Notenbanken wollen Konjunkturprogramme auflegen

Saudi-Arabien und JTC ziehen starke Sonderkürzungen in Betracht

Libyens Förderung stark reduziert

 

Covid19-Ansteckungswelle in Südkorea, Italien und USA

IEA, EIA und OPEC prognostizieren Überversorgung für 2020

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 51,57 US-Dollar. Der Vergleichswert von Mittwoch betrug noch 52,41 US-Dollar, der Schlusspreis wurde gestern bei 51,13 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 462,00 US-Dollar. Der Vergleichswert am Mittwoch lag bei 464,75 US-Dollar, der Schlusspreis bei 462,25 US-Dollar. 

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Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand:05.03.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite
  

Die Preisentwicklung im Überblick 

Die hohe Empfehlung zur Förderungskürzung von Saudi-Arabien und Joint Technical Committee (JTC) und die überraschende Zinssenkung durch die US-amerikanische Notenbank gaben dem Ölpreis am Mittwochmorgen eine Stütze. Auch die technische Konstellation begünstigte Aufwärtstendenzen, sodass der Vormittag zunächst von einem steigenden Ölpreis geprägt war. Dabei wurden weder Unterstützungen noch Widerstände durchbrochen, sodass der Ölpreis innerhalb dieser Spanne verblieb.

Im Laufe des Tages meldeten Experten eine Korrektur ihrer Ölpreisprognosen nach unten, doch damit nahmen sie kaum Einfluss auf den aktuellen Ölkurs. Denn die Blicke der Marktteilnehmer waren nach Wien gerichtet, wo das Treffen der OPEC+-Gruppe noch immer stattfindet. Bis gestern war noch unklar, was Russland zu den vorgeschlagenen starken Produktionskürzungen sagt. Inzwischen ist bekannt, dass Russland sich gegen die Kürzungen ausspricht. Eine finale Aussage ist jedoch noch offen. Auch Libyen zeigt sich skeptisch, denn durch die Unruhen im Land ist dessen Produktion ohnehin schon weit zurückgefahren. Obwohl das Treffen bis in den Abend verlängert wurde, kam es zu keinem abschließenden Ergebnis. So müssen die Marktteilnehmer weiterhin auf klare Impulse aus Wien warten. Teilnehmer des Treffens erwarten, dass Russland nicht oder nur wenig nachgeben wird und man sich darauf einigen wird, dass Saudi-Arabien einen Großteil der Kürzungen übernimmt.

Wie die Daten des American Petroleum Institute fand auch der Bericht des Department of Energy (DOE) kaum Beachtung. Dieser hatte eigentlich eine stützende Wirkung, doch die Marktteilnehmer waren zu beschäftigt, den ergebnislosen Debatten der OPEC+ zu lauschen und sich um die Auswirkungen des CoVid19-Virus zu sorgen. So gab der Ölkurs trotz der stützenden DOE-Zahlen am Abend nach.

Der Heizölpreis tendiert indes wieder nach oben. Dennoch befindet er sich weiterhin auf einem sehr günstigen Niveau, weshalb es sich anbietet, leere Heizöltanks zu füllen, um den steigenden Preisen aus dem Weg zu gehen.

 

Entwicklung Eurokurs 

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1137 US-Dollar, am Mittwochmorgen waren es 1,1149 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB wurde für Mittwoch bei 1,1135 US-Dollar festgesetzt. 

Gestern gab der Eurokurs etwas nach, hält sich nun aber stabil. Nachdem die überraschenden Zinssenkungen durch die US-amerikanische und auch die kanadische Notenbank bekannt geworden waren, hatte der Euro an Boden gewonnen. Dieser sprunghafte Anstieg war nicht völlig nachhaltig, sodass der Euro Gewinne wieder abgab, am Ende des Tages aber dennoch oberhalb seiner Werte von Mittwochmorgen notierte. Heute steht die Veröffentlichung einiger Konjunkturdaten an, die neue Impulse in den Devisenmarkt bringen können.

 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik 

 

DOE: US-Rohölvorräte weniger gestiegen als erwartet

Auch die DOE-Zahlen fanden am Ölmarkt nur wenig Beachtung, obwohl sie teilweise stark von den Erwartungen und den Daten des API abweichen. Die Raffinerieauslastung sank stärker als erwartet, während die Rohölvorräte trotz gestiegener Ölproduktion nur wenig zunahmen. Die Gesamtbestände nahmen bei gestiegener Nachfrage nach Ölprodukten sogar ab. Diese Entwicklung ist bemerkenswert, da in Folge des CoVid19-Virus eher mit einer schwächeren nachfrage gerechnet wird. Dennoch sind die Einflüsse des Berichts auf den Ölpreis gering.

DOE-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-10-050320 // Alle Angaben ohne Gewähr

 

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Ricarda Altrichter - Autorin

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