Heizöl News: Rohölbestände auf Langzeittief – Heizöl teurer

3. Februar 2021, Felix Schmidt

Abbau der Rohölbestände treibt Heizölpreise nach oben - 03.02.2021

Das American Petroleum Institute meldete gestern die niedrigsten Rohölbestände seit April 2020. Der Abbau der Vorräte treibt derzeit auch den Heizölpreis nach oben. Derweil rechnet die OPEC-Gruppe mit einem schwächeren Nachfragewachstum im Jahresverlauf.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • Rohölbestände auf niedrigstem Stand seit April 2020
  • Technisches Gremium der OPEC erwartet schwächeres Nachfragewachstum
  • Brent bei 57,73 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 472,75 US-Dollar 
  • Euro bei 1,2071 US-Dollar

Heizölpreis heute

  • Heizölpreis bei 61,48 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 61,48 Cent pro Liter Heizöl. Am Dienstag lag der Heizölpreis bei 60,51 Cent pro Liter Heizöl.

Einflussfaktoren auf den Ölpreis

 Rheinhochwasser bringt Schifffahrt zum Erliegen
 Russland plant Rohölexporte zu senken
 Irak will Kompensationskürzungen umsetzen, Saudi-Arabien kürzt Ölförderung

 OPEC+: technisches Komitee erwartet schwaches Nachfragewachstum
 China erwartet geringe Nachfrage in Hauptreisezeit

API-Daten: Deutliche Abbauten der Öl- und Produktbestände

Ein Blick auf die Daten des American Petroleum Institutes zeigt, dass die Rohölvorräte, ebenso wie die Produktbestände gesunken sind. Die Marktexperten warten nun auf die genaueren Analysen, die zeigen werden, inwiefern der Rückgang der Bestände auf den Außenhandel zurückzuführen ist. Daraus lässt sich dann auch die Ölnachfrage in den USA ableiten.

API-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-6-270121 // Alle Angaben ohne Gewähr

Sollte auch das Department of Energy den vom API gemeldeten Rückgang der Ölbestände bestätigen, lägen die Rohölvorräte auf dem niedrigsten Niveau seit April 2020. Damals hatte Saudi-Arabien nach einem gescheiterten OPEC+ Treffen viel Rohöl an die Märkte gebracht, was in Verbindung mit dem pandemiebedingten Nachfrageeinbruch zu einem rasanten Anstieg der Rohölbestände weltweit führte. Entsprechend brachen damals auch die Preise ein. Der stetige Abbau der Rohölvorräte dürfte vor allem auf den Anstieg der Ölnachfrage seitens der asiatischen Märkte zurückzuführen sein. Die Daten zu den Rohölbeständen reflektieren somit auch den jüngsten Anstieg der Heizölpreise.

Technisches Komitee der OPEC rechnet mit schwachem Nachfragewachstum

Trotz der rückläufigen Ölbestände zeigt sich das technische Expertengremium der OPEC+ Gruppe nur vorsichtig optimistisch. Zwar rechnet man im restlichen Verlauf des Jahres mit einem Nachfragewachstum. Dieses Wachstum wird jedoch sehr wahrscheinlich geringer ausfallen, als man noch vor wenigen Wochen erwartet hatte. Nichtsdestotrotz dürfte ein leichtes Angebotsdefizit auftreten, das auch die Heizölpreise weiter in die Höhe treiben könnte. Mit Blick auf die Produktionsstrategie haben die Experten des technischen Gremiums jedoch keine Änderung empfohlen, sodass die OPEC+ Mitglieder ihr Ölangebot in den nächsten Monaten zwar langsam, aber stetig ausweiten dürften.

Ölpreise an der Warenterminbörse:

 Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 57,73 US-Dollar. Der Vergleichswert von Dienstag betrug 56,91 US-Dollar.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 472,75 US-Dollar. Der Vergleichswert von Dienstag lag bei 463,25 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 03.02.2021 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

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Felix Schmidt – Autor

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