Heizöl News: Prognosen vs. Tatsachen – Ölmarkt sucht Orientierung

14. Mai 2020, Ricarda Altrichter

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Der Ölmarkt ist heute Morgen uneins: Überraschend preissteigernde Signale im Bericht des DOE blieben ohne nachhaltige Wirkung, während der (erwartbare) Monatsbericht der OPEC größeren Einfluss nahm und die Ölpreise wieder drückte. Daher ist der Heizölpreis heute niedriger.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • DOE meldet durch und durch preissteigernde Signale – ohne nachhaltige Wirkung
  • OPEC-Monatsbericht: Weniger Nachfrage in kommenden Monaten, mehr Öl im April
  • Brent bei 29,39 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 245,25 US-Dollar 
  • Euro bei 1,0807 US-Dollar


Heizölpreis heute

  • Heizölpreis bei 47,41 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 47,41 Cent pro Liter Heizöl. Am Mittwoch lag der Heizölpreis bei 48,18 Cent pro Liter Heizöl.
 

Einflussfaktoren auf den Ölpreis

 Anzeichen für steigende Ölnachfrage im Mai, Chinas Rohölbestände im April gesunken
 OPEC+ Kürzungen in Kraft - umfangreichere Kürzungen ab Juni
 Ölproduktion sinkt in Kanada und Norwegen


 Goldman Sachs warnt vor verfrühtem Preisanstieg
 Rekordmenge auf Öltankern eingelagert
Weltbank prognostiziert dauerhafte Störung der Ölnachfrage
 
Am Pessimismus des Marktes ändert sich nichts – auch wenn Statistiken handfeste Fakten liefern, die zumindest kurzfristig auf eine Aufhellung der Angebots-Nachfrage-Situation hindeuten. So hätte der Wochenbericht des Department of Energy (DOE) eine wesentlich stabilere Preiswirkung entfalten müssen: Rohölbestände runter, Nachfrage rauf, Produktion gesunken. Aus Marktsicht eine Traumentwicklung – doch er traut dem Frieden nicht.

Deswegen hielt die kurze DOE-Preisspitze nicht lange an. Der OPEC-Monatsbericht hatte mehr Durchschlagskraft, prognostizierte er doch einmal mehr, dass für die kommenden Monate eine nochmals sinkende Nachfrage zu erwarten ist, die von einem erst einmal verhalten sinkenden Angebot kaum ausgeglichen wird. Allerdings sind die beschlossenen Kürzungen der OPEC+Gruppe in diesem Bericht noch nicht kalkuliert – auch wenn Analysten davon ausgehen, dass sie vorerst kaum etwas an der Überversorgung ändern.

Die Uneinigkeit darüber, ob man nun Statistiken oder Prognosen ernster nehmen soll, drückte sich gestern und heute deutlich in den Notierungen aus. Die Rohölpreise und die Produktnotierungen blieben unterm Strich halbwegs stabil. Doch es muss auch festgehalten werden, dass es mit der kompletten Schwarzmalerei vorerst vorbei ist – das beweist schon der DOE-Bericht. Darum sollten Sie Ihren Heizöltank zum derzeit freundlichen Preisniveau auffüllen, bevor der Markt optimistischer in die Zukunft sieht.

 

Ölpreise an der Warenterminbörse

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 14.05.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 30,68 US-Dollar. Der Vergleichswert von Mittwoch betrug 29,39 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 29,19 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 245,25 US-Dollar. Der Vergleichswert am Mittwoch lag bei 240,25 US-Dollar, der Schlusspreis bei 245,25 US-Dollar.

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

 

DOE

DOE-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-20-140520 // Alle Angaben ohne Gewähr

Der Abbau der Rohölbestände in den USA blieb ohne Einfluss. Die gleichgültige Reaktion überrascht durchaus, da gleichzeitig die Bestände in Cushing, Oklahoma sowie die Rohölproduktion gesunken sind, während die Gesamtnachfrage zugelegt hat. Die Begründung: Der Markt glaubt nicht an eine Trendwende, ein DOE-Bericht macht noch keine Hoffnung auf Stabilisierung.

 

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Ricarda Altrichter - Autorin

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