Heizöl News: Positive Signale an den Märkten – Heizöl teurer

21. Juli 2020, Felix Schmidt

Positive Signale, Heizöl teurer

Fortschritte bei der Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus, eine Stabilisierung der Neuinfektionen in den USA, ein gigantisches Hilfspaket für die Europäische Union – das alles sind positive Signale für die Märkte. Dennoch bewegt sich der Heizölpreis heute nur
geringfügig nach oben.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • Oxford-Studie: Hoffnung auf einen Impfstoff wächst
  • EU-Gipfel: Corona Hilfspaket beschlossen
  • Brent bei 43,46 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 374,00 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1443 US-Dollar

Heizölpreis heute

  • Heizölpreis bei 45,58 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 45,58 Cent pro Liter Heizöl. Am Montag lag der Heizölpreis bei 44,90 Cent pro Liter Heizöl.

Einflussfaktoren auf den Ölpreis

 EU-Gipfel: Corona-Hilfspaket beschlossen
 Hoffnung auf einen Impfstoff gegen das Coronavirus wächst
 OPEC: Monatsreport mit positiven Daten

 USA: Pandemie-Lockerungen werden staatenweise zurückgenommen, Beziehung zu China abermals angespannt
 China: Neue Lockdowns, Raffinerien drosseln Auslastung, eingelagertes Rohöl wird exportiert
 OPEC kündigt Produktionssteigerungen für August an

Die Entscheidung Chinas, das zu Beginn des Jahres eingelagerte Rohöl nun zu exportieren, erhöht die angebotene Menge auf dem Markt. Parallel dazu werden in dem Land jedoch gerade die Raffinerien aus Sicherheitsgründen gedrosselt oder teils komplett abgeschaltet. Der Monsunregen hat in diesem Jahr für starke Überschwemmungen gesorgt, die vereinzelt Dammanlagen an ihre Belastungsgrenzen bringen. Um die Wassermassen umzuleiten, sprengte man in der Region Anhui nun einen Damm. Neben der menschlichen Katastrophe werden die Überschwemmungen auch Auswirkungen auf die Ölnachfrage in China haben.

Unterdessen wächst die Hoffnung auf einen Impfstoff gegen das Coronavirus. An der Oxford University hatten die rund 1000 Studienteilnehmer nach zwei Dosen erfolgreich Antikörper gebildet. Unklar ist bisher allerdings, ob der Impfstoff auch einen probaten Schutz vor der Infektion mit dem Virus bietet. Hierzu sollen weitere Tests in den USA, Südafrika und Brasilien durchgeführt werden, wo die Infektionswahrscheinlichkeit höher ist. Weltweit gibt es aktuell 140 Impfstoffe in vorklinischen Tests, je 10 Mittel befinden sich in Phase 1 und 2 der klinischen Tests. Nur drei Mittel, darunter der in Oxford entwickelte Impfstoff, befinden sich in der dritten Phase der klinischen Tests. Die großangelegten Impfungen sollen nun die Wirksamkeit belegen. Erste Ergebnisse könnten Ende des Jahres vorliegen. Wenn alles nach Plan verläuft, wären flächendeckende Impfungen dann wohl ab Anfang 2021 möglich.

Um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie abzufedern haben sich die EU-Regierungschefs auf das größte Hilfspaket in der Geschichte der Europäischen Union geeinigt. Nach den viertägigen Verhandlungen sieht das Paket nun Hilfen in Form von Krediten über 360 Mrd. Euro sowie Zuschüsse in Höhe von 390 Mrd. Euro vor. Vor allem die Bedingungen, unter welchen die Länder die Hilfen in Anspruch nehmen können, waren ein Streitpunkt. Geberländer forderten den Nachweis von Reformen und weniger Hilfen für jene Länder, die sich nicht an die Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit halten.

In den USA können die Menschen mittlerweile etwas aufatmen. Nach den Rekordzahlen bei den Neuinfektionen haben die Gouverneure in den besonders betroffenen Staaten Kalifornien, Texas und Florida erneut Beschränkungen des öffentlichen Lebens eingeführt. Die Maßnahmen zeigen erste Erfolge, wenngleich die Infektionszahlen dennoch hoch bleiben und man abwarten muss, ob sie sich nicht nur stabilisieren, sondern auch wieder sinken. Ein wesentlicher Faktor für die Ölnachfrage ist auch die Öffnung der Schulen nach den Sommerferien.

Insgesamt bleibt die Lage weiterhin volatil. Für die weitere Preisentwicklung ist derzeit vor allem die Erholung der Wirtschaft ein wichtiger Treiber. In erster Linie blicken die Experten auf die Aktienmärkte – aber letztlich wird auch die Frage, wann das Überangebot an Rohöl physisch verschwindet, ebenso relevant werden.

Ölpreise an der Warenterminbörse

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 43,46 US-Dollar. Der Vergleichswert von Montag betrug 42,88 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 43,28 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 374,00 US-Dollar. Der Vergleichswert am Montag lag bei 364,65 US-Dollar, der Schlusspreis bei 370,50 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 21.07.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

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Wussten Sie, dass das Klimapaket der Bundesregierung den Betrieb von Ölheizungen nach 2026 nicht kategorisch ausschließt? Bestehende Ölheizungen können weiter betrieben werden. Bei einer Modernisierung der Heizungsanlage kann wieder eine Ölheizung eingebaut werden, sofern sie mit regenerativen Technologien, wie Solarthermie oder Photovoltaik, ergänzt wird. Gleiches gilt für Neubauten! Ist die Integration dieser Technologien nicht wirtschaftlich, kann eine Ölheizung wie bisher weiter betrieben oder neu installiert werden.

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Felix Schmidt – Autor

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