Heizöl News: Orientierungsloser Handelstag hält Heizölpreis stabil

18. Juni 2020, Ricarda Altrichter

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Kein zweiter Lockdown trotz steigender Infektionen: Die USA wollen ihre Wirtschaft ankurbeln. Doch die Sorge um eine zweite Welle insbesondere in China verunsichert den Markt. Diese Unsicherheit drückt sich nicht nur im OPEC-Monatsbericht,
sondern auch in einem stabilen Heizölpreis aus.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • DOE: Bestandsveränderungen unter Tropensturm-Einfluss
  • Trump: Kein zweiter Lockdown trotz zahlreicher Neuinfektionen
  • OPEC-Monatsbericht: Leichter Produktionsanstieg in Nicht-OPEC-Staaten prognostiziert
  • Brent bei 40,48 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 350,50 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1253 US-Dollar


Heizölpreis heute

  • Heizölpreis bei 49,55 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 49,55 Cent pro Liter Heizöl. Am Mittwoch lag der Heizölpreis bei 49,57 Cent pro Liter Heizöl.
 

Einflussfaktoren auf den Ölpreis

FED weitet Programm zum Anleihenkauf aus

OPEC+ Deal wird um einen Monat verlängert

Irak und Saudi-Arabien kürzen Ölexporte

US-Schieferölproduktion weiter gesunken

API: Unerwartet deutlich steigende US-Ölbestände

China vor neuer Infektionswelle? Schulen in Peking schließen

Die Stimmung am Ölmarkt bleibt weiterhin zwiegespalten. Einerseits gibt es Anzeichen dafür, dass die globale Wirtschaft wieder Fahrt aufnimmt und damit auch die Ölnachfrage anschiebt. So lieferte der DOE-Bericht gestern Hinweise darauf, dass die Nachfrage nach Verbrauchsprodukten wie Destillaten und Benzin wieder steigt. Auch sei die Produktion zurückgegangen. Außerdem bekräftigte das Weiße Haus, dass es keinen zweiten Lockdown geben werde – trotz deutlich steigender Infektionszahlen in einigen US-Bundesstaaten.

Der DOE-Bericht stand jedoch auch eindeutig unter dem Einfluss der Vorsichtsmaßnahmen zum Tropensturm Cristobal, der zwar glimpflich verlief, aber vorsorgliche Abschaltungen und damit eine Senkung der Ölproduktion nach sich zog.

Die Frage, ob China tatsächlich vor einer zweiten Welle steht, belastet die Stimmung unterdessen immens. Schließungen von Schulen und Märkten lassen Erinnerungen an den Beginn der Pandemie aufflammen und könnten die gerade erst hochgefahrene chinesische Wirtschaft erneut empfindlich dämpfen. Das haben alle Händler im Hinterkopf und agieren entsprechend mit großer Unsicherheit.

Diese Unsicherheit drückte sich gestern auch explizit im OPEC-Monatsbericht aus. Die Nachfrageentwicklung wurde nicht angetastet, die Produktionsprognosen für Nicht-OPEC-Länder wurden leicht angehoben. Das Kartell betonte, man müsse alle Entwicklungen Monat für Monat neu bewerten, da es angesichts der Pandemie eben keinerlei Möglichkeit für klare Zukunftsaussichten gäbe. Dementsprechend unentschieden fiel das Gesamtwerk aus, der Markt entschied sich für eine Nichtbeachtung.

Mit diesem Gesamtbild ist es kein Wunder, dass die Ölpreise kaum eine klare Richtung kennen und heute Morgen nah an den gestrigen Notierungen bleiben. Der stabile Heizölpreis ist natürlich weiterhin eine attraktive Gelegenheit, um den Heizöltank aufzufüllen.

Ölpreise an der Warenterminbörse

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 40,48 US-Dollar. Der Vergleichswert von Mittwoch betrug 40,58 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 40,71 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 350,50 US-Dollar. Der Vergleichswert am Mittwoch lag bei 347,75 US-Dollar, der Schlusspreis bei 349,50 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 18.06.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

 

DOE

Das DOE widerspricht dem API-Bericht vor allem in den Bestandsentwicklungen bei den Ölprodukten. Und dieser Widerspruch wird vom Markt positiv bewertet. So sind Nachfrage und Verbrauch bei Rohölprodukten offenbar gestiegen, während die Produktion leicht abnahm. Allerdings bleibt unterm Strich auch der schale Beigeschmack von Rekordbeständen bei Rohöl, für die es weiterhin keine Aussicht auf Abnahme gibt.

DOE-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-25-180620 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr.

 

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Ricarda Altrichter - Autorin

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