Heizöl News: Anleger blicken auf OPEC Vollversammlung – Heizölpreis unverändert

3. März 2021, Felix Schmidt

OPEC Treffen wirft Schatten voraus - Heizölpreis unverändert

Die morgige OPEC+ Vollversammlung könnte für den Heizölpreis einige Überraschungen bereithalten. Es gilt als wahrscheinlich, dass die Quoten gelockert werden und mehr Öl auf die Märkte gespült wird.
Heute warten die Anleger an den Märkten ab – der Heizölpreis bewegt sich kaum.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick  

  • Entscheidung über Quoten: OPEC-Vollversammlung wirft Schatten voraus
  • API meldet starken Anstieg der Rohölvorräte
  • Brent bei 63,07 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 515,50 US-Dollar  
  • Euro bei 1,2083 US-Dollar 

Aktueller Heizölpreis – Was kostet Heizöl heute?

  • Heizölpreis bei 65,05 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 65,05 Cent pro Liter Heizöl. Am Dienstag lag der Heizölpreis bei 65,03 Cent pro Liter Heizöl.

Einflussfaktoren auf den Ölpreis 

OPEC-Produktion im Februar gesunken
 USA: Zulassung eines weiteren Impfstoffs, Konjunkturpaket beschlossen, US-Luftwaffe greift Einrichtungen proiranischer Milizen in Syrien an 
 Analysten heben Preisprognosen an und rechnen mit Unterversorgung 
 OPEC+: Saudi-Arabien will freiwillige Kürzungen bis Ende März auslaufen lassen
Mögliche Annäherung zwischen USA und Iran 
 Weiterhin Reisebeschränkungen durch Corona-Mutationen 

OPEC+ Treffen wirft Schatten voraus

Aus Sicht der Anleger findet morgen ein wichtiges Treffen statt, denn die OPEC+ Mitglieder kommen zusammen, um über die künftigen Quotenregelungen zu entscheiden. Aus diversen Kreisen heißt es, dass die Quoten angehoben werden sollen und somit das Ölangebot erhöht wird. Isoliert betrachtet dürfte dies den Heizölpreis erst einmal unter Druck setzen. Allerdings bleibt die Ölnachfrage in Asien nach wie vor stark und einige Analysten hatten bereits auf eine mögliche Unterversorgung der Märkte ab Mitte dieses Jahres hingewiesen. Insofern könnten kleine Lockerungen der Quotenregelungen in ihrer Preiswirkung auch schnell verpuffen. Unklar bleibt allerdings weiterhin, wie Saudi-Arabien mit den freiwilligen Zusatzkürzungen verfährt. Sollten sich die OPEC+ Mitglieder morgen auf eine Lockerung der Quoten einigen, würde Saudi-Arabiens Handlungsspielraum vermutlich nicht mehr so groß sein – denn die freiwilligen Kürzungen sind beträchtlich. Ringt man sich im Königreich dazu durch, die Kürzungen vollständig ab April aufzuheben, könnte das Ölangebot in Verbindung mit der morgigen OPEC+ Entscheidung um bis zu 1,5 Millionen Barrel pro Tag steigen. Die Mitglieder des technischen Komitees der Öl-Allianz warnen jedoch auch vor den Unsicherheiten. Zwar bestehe Grund zu vorsichtigem Optimismus hinsichtlich der Ölnachfrageentwicklung – doch die jüngste Preisrallye sei vor allem durch Finanzmarktakteure ausgelöst worden. Preiskorrekturen nach unten sind also nicht ausgeschlossen.

API-Daten spiegeln Folgen der US-Kältewelle wider

Die Sorge vor einem kurzfristigen Überangebot wird nicht nur durch die bevorstehenden Entscheidungen der OPEC+ befeuert. Die Daten des American Petroleum Institute zeigen in dieser Woche, dass die Rohölvorräte besonders stark angeschwollen sind. Parallel dazu hat es enorme Abbauten bei den Benzin- und Destillatvorräten, zu denen auch Heizöl gehört, gegeben. Allerdings, so mahnen Experten, sind die Daten mit Vorsicht zu genießen, da sie auch die Folgen der US-Kältewelle widerspiegeln. Extremer Frost hatte in den Südstaaten der USA, darunter auch im ölreichen Texas, für Ausfälle der Öl-Infrastruktur gesorgt. Zwar konnten die meisten Bohr- und Förderanlagen inzwischen wieder in Betrieb genommen werden. Die Raffinerien benötigen jedoch deutlich mehr Zeit, um wieder hochzufahren.

API-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-9-240221 // Alle Angaben ohne Gewähr

So könnten der umfangreiche Aufbau der Rohölvorräte auf der einen Seite, sowie der starke Abbau der Destillat- und Benzinvorräte auf der anderen Seite erklärt werden. Die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer wird sich in den nächsten Tagen demnach nicht nur auf die OPEC+ Vollversammlung konzentrieren, sondern auch auf die etwas genaueren Daten des Department of Energy.

Ölpreise an der Warenterminbörse:  

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 63,07 US-Dollar. Der Vergleichswert von Dienstag betrug 63,04 US-Dollar. 
ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 515,50 US-Dollar. Der Vergleichswert am Dienstag lag bei 512,00 US-Dollar. 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 03.03.2021 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite

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Felix Schmidt – Autor

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