Heizöl News: OPEC+ enttäuscht Ölmarkt

4. Juni 2020, Ricarda Altrichter

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Die Hoffnungen des Ölmarkts auf noch längere, noch höhere Produktionskürzungen der OPEC+Gruppe wurden gestern empfindlich gedämpft. Zudem lieferte das DOE ein sehr durchwachsenes Bild der Lagerbestände und Nachfrage in den USA. Der Heizölpreis ist heute gesunken.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • DOE: Starker Anstieg der Produktbestände, Gesamtnachfrage durchwachsen
  • OPEC+: Keine Einigung zu früherem Treffen, Kürzungsverlängerung nur unter Bedingungen
  • Brent bei 39,23 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 307,50 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1218 US-Dollar


Heizölpreis heute

  • Heizölpreis bei 48,24 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 48,24 Cent pro Liter Heizöl. Am Mittwoch lag der Heizölpreis bei 50,54 Cent pro Liter Heizöl.
 

Einflussfaktoren auf den Ölpreis

OPEC+ Meeting wird möglicherweise vorgezogen

Freiwillige Kürzungen ab Juni in Saudi-Arabien, Kuwait und den VAE

Ölverbrauch in China und Indien fast auf Normalniveau

Neues Konfliktpotenzial zwischen China und den USA wegen Hongkong-Sicherheitsgesetz

Russland untersagt Ölimporte und unterstützt Waffenstillstand in Libyen

US-Ölproduzenten erhöhen langsam ihre Produktion

 

An der Ölpreisentwicklung ließ und lässt sich sehr gut ablesen, wie sehr der Markt aktuell darauf zählt, dass sich die OPEC+ Gruppe positioniert und durch freiwillige Kürzungen die Rohölpreise in der Krise stabilisiert. Hatten Meldungen zu einem vorgezogenen Treffen und einer Einigung zu längeren Kürzungen die Ölpreise zuvor deutlich angehoben, wurde diese Entwicklung gestern sichtbar gedämpft.

Zum einen gab es keine Einigung auf ein vorgezogenes Treffen, was die Marktteilnehmer zuvor noch als Zeichen für höhere Kürzungen gedeutet hatten. Zum anderen sind sich Russland und Saudi-Arabien wohl zumindest darin einig geworden, dass eine Verlängerung der derzeitigen Kürzungen um einen Monat nur dann umgesetzt werden soll, wenn die Länder, die bisher noch mit Überproduktion ausscherten, ihre Kürzungsvorgaben endlich erfüllen.

Wie die Vergangenheit zeigt, ist es faktisch unmöglich, gerade die kleineren Produzenten der OPEC zu diesem Schritt zu bewegen – zumal es viele Ausnahmen und Sonderregelungen für Länder mit stark geschwächter Wirtschaft gibt. Ob und wie sich diese Produzenten ins Boot holen lassen, wird nicht nur am Markt mit eher negativer Tendenz diskutiert.

Eine negative Tendenz für die Rohölpreise lieferte gestern auch das DOE mit seinen Zahlen zu den Lagerbeständen in den USA. Zwar gab es in der vergangenen Berichtswoche deutliche Abbauten bei Rohöl, die über den Erwartungen des Marktes lagen. Doch die Destillatbestände sind auf einen Höchststand wie zuletzt 2010 geklettert, die derzeit stark beobachtete Nachfrage nach Benzin blieb hinter den Erwartungen zurück.

Der Markt zeigt sich heute Morgen enttäuscht, auch wenn die Ölpreise nach einer kleinen Talfahrt stabil in den Tag starten. Letztendlich ist der Heizölpreis heute Morgen dennoch gesunken, die Preissituation lädt erneut zum günstigen Auffüllen des Heizöltanks ein.

 

Ölpreise an der Warenterminbörse

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 39,23 US-Dollar. Der Vergleichswert von Mittwoch betrug 40,10 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 39,23 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 307,50 US-Dollar. Der Vergleichswert am Mittwoch lag bei 319,75 US-Dollar, der Schlusspreis bei 307,25 US-Dollar.

 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 04.06.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

 

DOE

Die durchwachsene Nachfrage nach Benzin ist momentan ein entscheidender Faktor, auch wenn die Rekordaufbauten bei den Ölprodukten nicht unbeachtet blieben. Hier zeichnet sich sogar ein Tiefststand bei der Nachfrage ab. Deutliche Rohölabbauten kamen gegen diese Faktoren nicht an, auch die gestiegene Raffinerieauslastung fand nur wenig Beachtung. Unterm Strich konstatiert das DOE-Zahlenwerk: Die Krise ist noch längst nicht vorbei.

 

DOE-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-23-040620 // Alle Angaben ohne Gewähr

 

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Ricarda Altrichter - Autorin

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