Heizöl News: Ölpreise gesunken doch Tendenz weiter uneindeutig

13. Mai 2021, Sefana Boucherit

Der Monatsbericht der IEA geht von einem überversorgten Markt im Mai aus und senkt die Nachfrageprognosen für die unmittelbare Zukunft. Der DOE-Bericht meldet Anstiege der US-Bestände und eine gesunkene Nachfrage.
Die Ölpreise tendieren vorerst abwärts, der Heizölpreis ist dennoch konstant.


Heizölpreis heute - Was kostet Heizöl heute?
 

  • Heizölpreis bei 68,34 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 68,34 Cent pro Liter Heizöl. Am Mittwoch lag der Heizölpreis bei 68,28 Cent pro Liter Heizöl.
 

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • DOE-Bericht: Aufbauten bei Benzin geringer als laut API, Nachfrage gesunken
  • IEA-Monatsbericht: Mögliche Überversorgung im Mai, kurzfristig geringeres Nachfragewachstum
  • Dollar-Rallye senkt Kauflaune an den Börsen
  • Brent bei 68,58 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 560,75 US-Dollar 
  • Euro bei 1,2075 Dollar

 

Einflussfaktoren auf den Ölpreis

Cyber-Angriff auf amerikanische Colonial Pipeline
Starker Anstieg der Kraftstoffumsätze in Großbritannien
IEA-Bericht: Auf kurze Sicht zu viel Öl, auf längere Sicht immer bessere Nachfrage
OPEC Rohölproduktion laut Schätzungen gestiegen 
Covid19: weiterhin hohe Infektionszahlen in Indien, Brasilien und Japan

 



DOE, IEA und der Hackerangriff: Wie werden sich die Ölpreise heute entwickeln?

Nach dem Hackerangriff auf den US-Pipelinebetreiber Colonial kann die wichtigste Verbindung für den Transport von Benzin ihre Arbeit zwar wieder aufnehmen, doch wird es noch ein paar Tage dauern, bis die Versorgung der Tankstellen wieder reibungslos läuft. Das macht sich weiterhin in den US-Benzinpreisen bemerkbar und bleibt daher ein wichtiges Signal für den ganzen Markt. Dieser konnte sich gestern nicht ganz für eine Richtung entscheiden, auch heute Morgen bleiben die Kursentwicklungen unwägbar. Es ist eindeutig, dass der längerfristige Optimismus weiter dominiert. Doch kurzfristige Fakten holen die Stimmung auf den Boden der Tatsachen zurück.
Die International Energy Agency (IEA) hielt gestern in ihrem Monatsbericht fest, dass der Markt im Mai überversorgt sei. Gleichzeitig sind die Pandemie in Indien und eine Rückschau auf die vergangenen Wochen Anlass dazu, die kurzfristige Nachfrageentwicklung nach unten zu korrigieren. Allerdings änderte die Agentur nichts an ihrem optimistischen Ausblick auf die zweite Jahreshälfte. Generell lautet der Tenor, dass es in den kommenden Monaten noch viel Spielraum für Unwägbarkeiten gäbe, man aber trotzdem von einer Unterversorgung des Marktes bei gleichzeitiger sichtbarer Erholung der Nachfrage ausgehe. Dies ist Musik in den Ohren der Händler, auch wenn diese genauso wissen, dass immer noch alles anders kommen kann.

Ähnlich unentschieden wurde auch der DOE-Bericht zu den US-Ölbeständen eingeschätzt. Zwar sind die Bestände insgesamt gestiegen, bleiben jedoch bei Benzin hinter den Angaben des API zurück. Auch die Nachfrage ist im Wochenvergleich gesunken, bleibt aber über dem Vorjahresnivau und zeigt damit weiterhin eine robuste Tendenz nach oben. Noch ist der Hackerangriff in diesen Zahlen nicht einkalkuliert, bestimmt aber schon jetzt die Bewertungen und dürfte in der kommenden Woche eine klare Verzerrung in die Berichte bringen.

Momentan geht es mit den Ölpreisen allgemein abwärts, auch wenn sich die Rohölnotierung für Brent stur in der Nähe von 70 Dollar hält. Wie es heute mit den Kursentwicklungen weitergeht, lässt sich angesichts der widerstreitenden Signale nur schwer kalkulieren. Dennoch bleibt klar, dass Optimismus das Gebot der Stunde ist.

 

Der Ausblick für den Heizölpreis

Die Inflationsdaten aus den USA bestätigen, was der Markt bereits befürchtet hat: Das Wiederanlaufen des Konsums und der Wirtschaft auf dem Weg aus der Pandemie treibt die Inflation deutlich nach oben. Das wiederum befeuert die Annahme, dass die US-Notenbank Fed bald einen neuen Geldkurs einschlagen wird. Und das stärkt den Dollar sichtbar, der Euro kann dagegen kaum ankommen.
Weil Rohstoffe in Dollar gehandelt werden, senkt eine solche Entwicklung die Kauflaune, was den Effekt eines starken Dollars auf die Ölpreise wieder abfedert. Deshalb ist das Preisniveau heute Morgen vorerst konstant und damit eine perfekte Gelegenheit, den Heizöltank in einem zurückhaltenden Markt aufzufüllen.

 

Ölpreise an der Warenterminbörse: 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 13.05.2021 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

 

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Sefana Boucherit – Autorin

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