Heizöl News: Ölpreise fallen - Pandemie-Wahrscheinlichkeit steigt

28. Februar 2020, Felix Schmidt

Fallende Ölpreise, die Ausbreitung des Corona Virus und die Angst vor einer Pandemie lassen auch die Heizölpreise sinken. 28.02.2020

Covid19 hat die Märkte im Griff. Der Aktienmarkt wird schwach, die Währungen werden neu bewertet und der Rohölpreis wird stetig günstiger. Länder in Europa und Afrika melden ihre ersten Covid19-Fälle. Die Sorge um die Ölnachfrage bleibt bestehen. Der Heizölpreis ist gesunken.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • Brent bei 50,60 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 438,75 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1002 US-Dollar


Heizölpreisentwicklung 

  • Heizölpreis bei 55,00 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 55,00 Cent pro Liter Heizöl. Gestern lag der Heizölpreis bei 56,31 Cent pro Liter Heizöl. 
 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung 

Saudi-Arabien zieht starke Produktonskürzungen in Betracht
Libyens Förderung stark reduziert

Covid19-Fall ohne klaren Ursprung in den USA, CDC warnt vor stärkerer Covid19-Ausbreitung
Covid19-Ansteckungswelle in Südkorea, Italien und USA
IEA, EIA und OPEC prognostizieren Überversorgung für 2020


Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 50,60 US-Dollar. Der Vergleichswert von gestern betrug noch 52,80 US-Dollar, der Schlusspreis wurde am Donnerstag bei 52,18 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 438,75 US-Dollar. Der Vergleichswert am Donnerstag lag bei 448,25 US-Dollar, der Schlusspreis gestern bei 445,25 US-Dollar. 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand:28.02.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

Informieren Sie sich über die aktuellen Heizölpreise in Ihrer Region täglich auf unserer Heizölpreisseite.
 

Die Preisentwicklung im Überblick 

Am Mittwochabend hielt der US-Präsident Trump eine Ansprache, in der er versuchte, die US-Bevölkerung angesichts des Coronavirus zu beruhigen. Die gewünschte Wirkung blieb aus. Die Marktteilnehmer fürchten weiterhin um die Ölnachfrage und der Ölmarkt startete mit einer Abwärtstendenz in den Donnerstag. Die Marktteilnehmer bleiben skeptisch, denn inzwischen wurden mehr Neuansteckungen außerhalb Chinas registriert als innerhalb der chinesischen Grenzen.

Im Laufe des Donnerstagvormittags erhöhte sich der technische Verkaufsdruck am Ölmarkt. Je öfter der Ölpreis seine Unterstützungen testet und seine Abwärtstendenz offensichtlich zeigt, desto höher ist der Verkaufsdruck auf die Marktteilnehmer. Denn sie sollten verkaufen, bevor sie aufgrund der fallenden Preise starke Verluste einstecken müssen. Setzt die Verkaufswelle schließlich ein, geben die Unterstützungen schnell nach und der Ölpreis sinkt weiter. So erging es gestern vor allem der US-Sorte WTI, die eine wichtige untere Grenze unterschritt: Das untere Bollinger Band.
Das obere und untere Bollinger Band markieren eine Spanne aus den Mittelwerten der vergangenen Kurse. Ein Kurs, der sich weit von diesen Mittelwerten entfernt oder die Grenzen hinter sich lässt, könnte einen nachhaltigen Trend in die jeweilige Richtung entwickeln.

Der Ölpreis fiel am Nachmittag weiter ab. Mäßige Konjunkturdaten aus den USA und ein Kursrutsch am Aktienmarkt verstärkten diese Entwicklung. Zwar kündigte die OPEC Produktionskürzungen an, doch nur darüber zu sprechen, gab dem Ölkurs keine Unterstützung, da immer noch nicht klar ist, wie Russland zu weiteren Kürzungen steht.

Covid19 breitet sich weiter aus und die Wahrscheinlichkeit, dass sich daraus eine Pandemie entwickelt, wird inzwischen auf 40 % eingeschätzt. Erste Covid19-Fälle gibt es inzwischen in Neuseeland, Litauen und Nigeria. Auch Hamburg meldete erste Fälle.

Das Virus breitet sich weiter aus und der Dollar zeigt Schwäche, während der Euro einen Aufschwung erlebt.
Heizölkäufer können aus dieser Situation etwas Positives ziehen:
Günstige Heizölpreise. Nutzen Sie die Möglichkeit, Ihren Heizöltank zu einem niedrigen Preis zu füllen.
 

Entwicklung Eurokurs 

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1002 US-Dollar, am Donnerstagmorgen waren es 1,0916 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB wurde für Donnerstag bei 1,0999 US-Dollar festgesetzt. 

Der Devisenmarkt steht unter dem starken Einfluss des Coronavirus. Davon profitiert der Euro, denn er wird als sichere Anlagemöglichkeit gesehen, nachdem der Dollar angesichts der Neuansteckungen in den USA und dem schwachen Aktienmarkt an Wert verliert. In den vergangenen Tagen konnte der Euro deutlich zulegen und hält sich nun über der Marke bei 1,10 US-Dollar.


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Felix Schmidt – Autor

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