Heizöl-News: 120 Millionen Barrel Öl für den Markt – strategische Freigabe drückt Ölpreise

7. April 2022, Sefana Boucherit

Mit der angekündigten Freigabe von 120 Millionen Barrel Öl aus den strategischen Reserven der USA und anderer Länder setzt der Markt auf Gewinnmitnahmen. Auch die DOE-Daten senkten die Ölpreise. Ein Komplettembargo für russische Energie könnte dies jedoch ändern. Der Heizölpreis ist heute gesunken.

Aktueller Heizölpreis – Was kostet Heizöl heute?

  • Heizölpreis bei 128,37 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 138,37 Cent pro Liter Heizöl. Am Mittwoch lag der Heizölpreis bei 133,54 Cent pro Liter Heizöl.

 

Entwicklung der Ölpreise – Wichtiges auf einen Blick 

  • 120 Mio. Barrel aus Strategischen Reserven von USA und IEA sollen Markt entlasten
  • DOE: Erstmals wieder Anstieg der Rohölbestände, Produktion leicht gestiegen, Benzin-Nachfrage steigt
  • Mögliches Embargo für alle russischen Energielieferungen
  • Brent bei 102,18 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 1041,00 US-Dollar
  • Euro bei 1,0910 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Ukraine-Krieg: Westen kündigt Embargo gegen russische Kohle und Gas an
OPEC+ hält an Anhebung der Förderquoten um 0,4 Mio. Barrel pro Tag fest
Atomabkommen zwischen USA und Iran verzeichnet keine neuen Fortschritte
IEA und USA wollen 120 Mio. Barrel Öl aus Strategischen Reserven freigeben
▼ US-Ölbestandsdaten DOE: landesweite Rohölbestände haben zugelegt
▼ Waffenstillstand zwischen Jemen und Houthi Rebellen vereinbart
China hält Shanghai und andere Städte weiter im Massenlockdown

 

Freigabe strategischer Reserven und steigende Bestände an US-Öl entspannen Ölpreise

Die internationale Energie-Agentur IEA und die USA haben nun festgelegt, insgesamt 120 Millionen Barrel Rohöl aus strategischen Reserven auf den Markt zu werfen. Die USA steuern die Hälfte bei, andere Länder unter Aufsicht der IEA die andere. Damit sollen die hohen Energie-Preise kurzfristig deutlich gesenkt und der Angebotsmangel ausgeglichen werden. Auch wenn diese Nachricht bereits seit vergangener Woche den Markt bestimmt, sorgte die konkrete Zahl gestern doch für ein Aufatmen in den Preis-Kurven.

Die US-Ölbestände laut Department of Energy haben einen ähnlichen Effekt. Zwar ist die Nachfrage nach Benzin gestiegen und hat damit die Vorräte an Treibstoff gesenkt, insgesamt sind die Bestände jedoch erstmals wieder auf einem aufsteigenden Ast. Gerade die monatelang stagnierende US-Ölproduktion habe sich laut DOE um 0,1 Mio. B/T erhöht. Dies ist angesichts der knappen Angebotslage ein gutes – in diesem Fall preissenkendes – Zeichen.

Bisher überstrahlen diese Neuigkeiten das Thema eines praktischen Komplettembargos gegen russische Energie deutlich. Nach der Ankündigung, man wolle russische Kohle sanktionieren, diskutiert der Westen nun immer klarer darüber, russisches Öl, Gas und andere Energieträger von der Einkaufsliste zu streichen. Die USA erörtern ein Öl-Embargo bereits im Senat, Italien zeigte in der Nacht Bereitschaft, im Falle eines konzertanten EU-Einfuhrstopps von russischem Gas mitzuziehen. Die generelle Angst vor Lieferstopps begründet zwar weiterhin die Bildung der Preise, gestern dominierten jedoch die entlastenden News, sodass sich heute Morgen möglicherweise eine hervorragende Gelegenheit zum Heizöl-Kauf ergibt. Deutliche Entspannungen sind nämlich weiterhin nicht zu erwarten.

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Ölpreise an der Warenterminbörse: 

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

Heizölpreisentwicklung vom 07.04.2022 // Alle Angaben ohne Gewähr

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Sefana Boucherit – Autorin

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