Heizöl News: Marktrisiken begrenzen das Aufwärtspotenzial des Heizölpreises

30. Dezember 2020, Felix Schmidt

Während das Handelsinteresse über Weihnachten und zwischen den Feiertagen relativ gering ist, zeigen sich bei den Bestandsdaten heute deutliche Abbauten. Die weiterhin bestehenden Unsicherheiten begrenzen das Aufwärtspotenzial. Heizöl ist etwas günstiger.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • Marktexperten rechnen mit begrenztem Aufwärtspotenzial bei Heizölpreisen
  • API-Daten zeigen deutliche Bestandsabbauten und stützen den Heizölpreis
  • Brent bei 51,28 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 425,75 US-Dollar 
  • Euro bei 1,2257 US-Dollar

Heizölpreis heute

  • Heizölpreis bei 58,90 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 58,90 Cent pro Liter Heizöl. Am Dienstag lag der Heizölpreis bei 59,09 Cent pro Liter Heizöl.

Einflussfaktoren auf den Ölpreis

 US-Ölbestandsveränderungen stützen den Heizölpreis
 EU und Großbritannien einigen sich auf Brexit-Deal
 Trump unterzeichnet das vom Kongress beschlossene Corona-Hilfspaket

 Anzeichen für schwächere Ölnachfrage in Asien
 Covid-19: Reisebeschränkungen durch Virusmutation
 OPEC+: Lockerung der Quotenregelungen ab Januar 2021, Russland will Produktion ab Februar steigern

Zum Jahresende ist das Handelsinteresse spürbar geringer als sonst. Das liegt nicht nur an der niedrigeren Wirtschaftsaktivität, sondern auch daran, dass viele Händler im Urlaub sind und keine neuen Risikopositionen aufgebaut werden. Die Nachfrage ist aktuell der preisbestimmende Faktor und beeinflusst somit auch den Heizölpreis. Stützend wirkte sich in dieser Woche das Corona-Hilfspaket aus, das die US-Regierung nach langem Ringen beschloss. Hier stehen allerdings noch Gesetzesänderungen an, nachdem Trump zwischenzeitlich ankündigte, aufgrund von zu niedrigen Einmalzahlungen von seinem Vetorecht Gebrauch zu machen. Ansonsten überwiegt bei der Nachfragesituation allerdings die Unsicherheit. Durch die Corona-Pandemie ist das Vorjahresniveau noch lange nicht erreicht. Man rechnet zudem mit einem erneuten Anstieg der Neuinfektionen ab Januar aufgrund der gelockerten Kontaktbeschränkungen über Weihnachten und Silvester. Die aktuellen Zahlen spiegeln zudem noch nicht das tatsächliche Infektionsgeschehen wider, da viele Gesundheitsämter über die Feiertage keine Daten übermitteln. So rechnen Marktexperten bereits damit, dass der aktuelle Lockdown weiterhin verlängert wird. Hinzu kommt, dass die Nachfrage im Januar saisonal bedingt ohnehin schwach ist. Gleichzeitig erhöht die OPEC+ Gruppe ihre Produktion, da die Quotenregelungen gelockert wurden. Verändert sich wenig an der aktuellen Situation, dürfte es zumindest in der näheren Zeit keine neuen Preisrallyes geben, wie sie in den vergangenen Wochen stattgefunden hat.

API-Ölbestandsdaten stützen den Heizölpreis

Die vom American Petroleum Institute gemeldeten Zahlen über die Rohölbestände zeigten gestern überraschend hohe Bestandsabbauten. Sie sind fast doppelt so hoch ausgefallen, wie die von den Experten vermutete Veränderung. Das spricht für eine erhöhte Nachfrage, die jedoch vor allem aufgrund der hohen Reiseaktivität zu den Feiertagen entstanden sein könnte.

API-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-1-301220 // Alle Angaben ohne Gewähr

Ölpreise an der Warenterminbörse: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 51,28 US-Dollar. Der Vergleichswert von Dienstag betrug 51,13 US-Dollar. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 424,75 US-Dollar. Der Vergleichswert von Dienstag betrug 424,25 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 30.12.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

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Felix Schmidt – Autor

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