Heizöl News: Der Markt hat das Schlimmste hinter sich – Trotzdem wird die Erholung langsam verlaufen

20. Mai 2020, Ricarda Altrichter

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Trotz optimistischer Stimmen am Markt und der Schlussfolgerung, dass die schlimmste Phase des Ölmarkts hinter uns liegt, gilt es auch die Mahnenden Worte der Analysten zu beachten:
Die Erholung des Marktes wird nur langsam voran gehen und könnte durch weitere Pandemie-Ausbrüche gestört werden.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • Chinas Ölnachfrage liegt fast auf dem Vorjahresniveau
  • Hohe Nachfrage nach Dezember-Kontrakten
  • Brent bei 34,81 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 292,25 US-Dollar 
  • Euro bei 1,0944 US-Dollar


Heizölpreis heute

  • Heizölpreis bei 50,95 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 50,95 Cent pro Liter Heizöl. Am Montag lag der Heizölpreis bei 51,78 Cent pro Liter Heizöl.

 

Einflussfaktoren auf den Ölpreis

 IEA relativiert Nachfrageeinbruch, Chinas Ölverbrauch fast auf Normalniveau
 OPEC+ Kürzungen offenbar wirksamer als erwartet
 Globale Ölbestände sinken, FED mit optimistischem Wirtschaftsausblick

 Produzenten in North Dakota fahren Produktion hoch, saudische Öltankerflotte gen USA wird größer
 Sorge um zweite Infektionswelle
 Weltbank prognostiziert dauerhafte Störung der Ölnachfrage

 

Dank der Verbesserung der Ölnachfrage blieben die Preise an den Ölbörsen relativ stabil. Chinas Ölbedarf ist beinahe zum Vorjahresniveau zurückgekehrt. Auch in anderen Ländern steigt die Ölnachfrage langsam an.

Trotzdem warnen Analysten vor verfrühter Euphorie: Fed Chef Jerome Powell, revidierte seine positiven Aussagen vom Wochenende, dass sich die Wirtschaft schnell erholen werde. Die Entlassung von US-Staatsangestellten, werde die Erholung verlangsamen. Eine Rückkehr zum wirtschaftlichen Niveau vor der Krise könnte sich bis Ende 2021 hinziehen. Besonders die Sorge vor einer zweiten Infektionswelle hält die amerikanische Wirtschaft in Atem. Eric Rosengren, Präsident der Boston Fed, rechnet damit, dass die Arbeitslosigkeit in den USA bis Jahresende zweistellig bleiben werde.

Trotzdem argumentieren andere Analysten wie Chef und Gründer von Andurand Capital Management, Pierre Andurand, dass der Ölmarkt das Schlimmste nun hinter sich gelassen hat. Die reduzierte Ölförderung der OPEC+ würde ausreichen, so dass sich die Ölnachfrage langsam aber stetig erholen kann. Dies könne aber nur in Verbindung mit einem Corona Impfstoff geschehen, argumentiert Andurand.

Durch die Produktionskürzungen der OPEC+ und anderer Länder wurde eine Menge nicht benötigtes Öl vom Markt genommen. Auch der Preiskonflikt zwischen Russland und Saudi-Arabien wurde beendet. Der Generalsekrektär der OPEC, Mohammad Barkindo, teilte mit, dass ca 17 Mio B/T vom Markt genommen wurden. Auch die USA reduzierte laut API seine Ölförderung.

Trotzdem wird die Erholung des Ölmarktes länger dauern als zuerst angenommen.

 

Ölpreise an der Warenterminbörse

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 34,81 US-Dollar. Der Vergleichswert von Montag betrug 34,73 US-Dollar.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 292,25 US-Dollar. Der Vergleichswert von gestern lag bei 299,50 US-Dollar.

 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 20.05.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

 

API

Die Destillatvorräte haben einen Zuwachs verzeichnet während Rohöl und Benzin einen historischen Rückgang verzeichnen. Würde das DOE die Entwicklung bestätigen, wäre dies der stärkste Ölabbau im US-Ölzentrallager in Cushing, Oklahoma seit 10 Jahren.

 

API-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-21-200520 // Alle Angaben ohne Gewähr

 

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Ricarda Altrichter - Autorin

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