Heizöl News: Lockdowns senken Ölpreise, DOE-Daten bleiben einflusslos

29. Oktober 2020, Ricarda Altrichter

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Die Stimmung an den Märkten trübt sich angesichts weiterer Lockdowns. Gestern gaben zunächst die Aktienindizes deutlich nach, die Ölpreise folgten. Heute Morgen ist diese Entwicklung vorerst gestoppt, auch wenn das Angebot an Öl offenbar stetig zunimmt.
Der Heizölpreis ist heute gesunken.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • DOE-Bericht: Sichtbar mehr Rohöl, Produktion auf 3-Monatshoch
  • Neue Lockdowns treiben Nachfragesorgen und belasten Börsenstimmung
  • Sturm „Zeta“ könnte schnell vorbeiziehen
  • Saudi Aramco glaubt nicht an weitere Lockerungen der OPEC+
  • Brent bei 39,25 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 317,25 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1755 US-Dollar


Heizölpreis heute

  • Heizölpreis bei 40,02 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 40,02 Cent pro Liter Heizöl. Am Mittwoch lag der Heizölpreis bei 40,41 Cent pro Liter Heizöl.
 

Einflussfaktoren auf den Ölpreis

Sturm „Zeta“: Ölproduktion im Golf von Mexiko um fast 50 Prozent reduziert

▲ Putin schließt Verlängerung der OPEC+ Kürzungen nicht aus

Weltweite Pandemie-Entwicklung erreicht neue Rekorde

OPEC+: hohe Quotentreue, Libyen steigert Produktion deutlich

Technisches Gremium der OPEC+ prognostiziert Angebotsüberschuss 2021

Wie werden sich die Ölpreise heute entwickeln?

Während Deutschland sich gerade erst damit arrangieren muss, dass neue Corona-Maßnahmen das öffentliche Leben abermals ausbremsen, sind Lockdowns in vielen anderen Ländern bereits seit einigen Tagen in Kraft. Weil aber die Zahl der Corona-Infektionen weiter rasant steigt und sich ein genereller Pessimismus breitmacht, ging es gestern vor allem an den Aktienbörsen als erster Wirtschaftsindikator abwärts. Sowohl der DAX als auch der Dow Jones gaben deutlich nach und zogen die Notierungen an Rohstoffbörsen mit sich.

Diese Stimmung hält heute Morgen vorerst an, auch wenn der Abwärtstrend in den Morgenstunden zunächst gestoppt wurde.  Doch der generelle Pessimismus wird durch Faktoren auf Angebotsseite verstärkt. So will sich die OPEC+Gruppe vor ihrer Vollversammlung Ende November nicht zu möglichen Förderquoten(senkungen) äußern. Allerdings spekulierte der Vorstand des staatlichen saudischen Ölkonzerns öffentlich, dass es derzeit keine Möglichkeit zu weiteren Förderanhebungen gäbe. Unterdessen legt Libyens Ölausstoß beständig zu, während sich der Sturm namens „Zeta“ im Golf von Mexiko schneller erledigt haben könnte als befürchtet – und damit die ohnehin steigende US-Rohölproduktion noch befeuert.

So ließe sich auch der DOE-Bericht zur Vorwoche interpretieren. Demnach haben die USA bei der Rohölproduktion deutlich zugelegt und ein 3-Monatshoch erreicht. Auf der anderen Seite sind die Produktbestände gesunken, die Nachfrage ist gestiegen. Allerdings rechnen Analysten immer noch mit einer Hurricane-Verzerrung, die wegen Sturm Zeta auch in den kommenden Wochen einkalkuliert werden muss.

Saudi Aramco stellt die Angebotsfrage

Hatte sich der saudische Ölminister noch vor zwei Tagen zuversichtlich zur Nachfrageentwicklung gezeigt, richtete der Vorstandsvorsitzende der Handelsgesellschaft des saudischen Staatskonzerns Saudi Aramco gestern seinen Blick auf die Angebotsseite. Ibrahim Al-Buainain rechnete vor, dass es derzeit kaum Sinn ergäbe, die Förderquoten anzuheben – gerade im Licht der beständig neuen Lockdowns.

Die beiden Aussagen schließen sich zwar nicht generell aus, doch wird deutlich, dass es zur Vollversammlung der OPEC+Gruppe Ende November wohl noch reichlich Verhandlungsbedarf gibt. Viele Kürzungsmitglieder richten ihre Aufmerksamkeit tatsächlich stärker auf die Nachfrage, obwohl sich diese wesentlich schwerer handhaben lässt als die Angebotsseite. Doch wer kürzt, riskiert Marktanteile in einem offensichtlich schrumpfenden Abnehmerpool. Hier die Balance zu finden, ist genau der Kraftakt, den die OPEC+Gruppe seit Monaten versucht zu stemmen.

Entwicklung Heizölpreis heute

Der klare Abwärtstrend der vergangenen Tage hat vorerst keinen Grund zum Richtungswechsel, aber genauso keinen Grund zur Fortsetzung. Die leichte Erholung ändert jedoch nichts daran, dass der Heizölpreis heute günstiger ist und wird wohl vorerst auch auf einem freundlichen Niveau für Heizölkunden bleiben wird. Deshalb lohnt es sich nun besonders, den Tank vor der Heizsaison aufzufüllen.

 

Ölpreise an der Warenterminbörse: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 39,25 US-Dollar. Der Vergleichswert von Mittwoch betrug 40,35 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 39,12 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 317,25 US-Dollar. Der Vergleichswert am Mittwoch lag 322,75 US-Dollar, der Schlusspreis bei 314,75 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 29.10.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

 

DOE

Mit einer deutlichen Steigerung der Ölproduktion wollen die Betreiber der Ölanlagen im Golf von Mexiko wohl die Ausfälle durch die Hurricane-Vorsichtsmaßnahmen kompensieren. So interpretiert zumindest der Markt diesen Fakt. Gleichzeitig stehen auch die gestiegene Nachfrage und die Abbauten bei Ölprodukten unter Verzerrungsverdacht. Das macht es schwer, aus den DOE-Daten ein klares Signal für die Ölpreise abzuleiten.

DOE-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-41-081020 // Alle Angaben ohne Gewähr

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Ricarda Altrichter - Autorin

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