Heizöl News: Libysche Ölexporthäfen weiterhin blockiert – Heizölpreis steigt

1. Februar 2021, Felix Schmidt

Libysche Ölhäfen weiter blockiert, Heizöl teurer - 01.02.2021

Die Blockade der libyschen Ölexporthäfen durch die dortigen Sicherheitskräfte dauert an. Die ausstehenden Gehaltszahlungen sollen nun bis zum Wochenende geleistet werden, um die Blockade zu lösen und so die fragile Ölproduktion des Landes zu sichern. Heizöl ist heute teurer.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • Marktteilnehmer sorgen sich um schwächelnde Nachfrage und langsame Fortschritte bei Impfkampagnen
  • Blockaden der Ölexporthäfen in Libyen dauern an
  • Brent bei 55,37 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 450,75 US-Dollar 
  • Euro bei 1,2125 US-Dollar

Heizölpreis heute

  • Heizölpreis bei 59,54 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 59,54 Cent pro Liter Heizöl. Am Freitag lag der Heizölpreis bei 59,15 Cent pro Liter Heizöl.

Einflussfaktoren auf den Ölpreis

 Rheinhochwasser bringt Schifffahrt zum Erliegen
 Russland plant, Rohölexporte zu senken
 Irak will Kompensationskürzungen umsetzen, Saudi-Arabien kürzt Ölförderung

 Schwache Ölnachfrage in Europa und Indien
 China erwartet geringe Nachfrage in Hauptreisezeit
 Libysche Ölproduktion wieder bei 1,25 Mio. B/T

Wie hat sich der Heizölpreis entwickelt?

Die Marktteilnehmer beschäftigen sich wieder zunehmend mit der Ölnachfrage, die sich langsamer erholt, als man sich erhofft hatte. Die freiwilligen Produktionskürzungen, die Saudi-Arabien zwar zähneknirschend umsetzte, doch zeitgleich für unvermeidbar hielt, wirken aktuell dem Preisverfall entgegen. Grund für die Verunsicherung sind die zahlreichen Virusmutationen, die sich in einigen Regionen immer stärker ausbreiten. In Europa sind derzeit vor allem Großbritannien, Portugal und Spanien betroffen. Experten sorgen sich zudem um die Wirksamkeit des Impfstoffes. Trotz der Massenimpfungen in Israel, wo bereits 30 Prozent der Bevölkerung geimpft wurden, kommt es zu einer neuen Infektionswelle, weshalb der dort geltende Lockdown nun verlängert werden muss. Die Fortschritte bei der Impfkampagne in Europa lassen derweil zu wünschen übrig und auch der Streit um niedrigere Liefermengen, als die EU mit den Impfherstellern vereinbart hatte, ist noch nicht beigelegt. Doch weitere Impfstoffe werden derzeit entwickelt und zugelassen. Insofern beziehen sich die Sorgen um die Ölnachfrage insbesondere auf die kurzfristige Perspektive. Langfristig sehen die Analysten aufgrund der Immunisierung der Menschen eine Erholung der Ölnachfrage in Asien und Nordamerika gefolgt von Europa und Lateinamerika, wo sich die wirtschaftliche Erholung der Schlüsselmärkte herauszögert.

Blockaden der libyschen Exporthäfen dauert an

Die an den libyschen Ölhäfen von Ras Lanuf und Es Sider eingesetzten Sicherheitskräfte haben eine neue Frist gesetzt, um ausstehende Lohnzahlungen zu erhalten. Bis zum Wochenende sollen die Gehälter nun fließen, um die andauernden Blockaden der Ölexporthäfen aufzulösen. Der Streit zwischen den militärischen Sicherheitskräften und der Regierung besteht seit mehr als einer Woche und unterminiert die ohnehin fragile Ölproduktion des Landes. Nach dem jahrelangen Bürgerkrieg konnte ein Waffenstillstand ausgehandelt werden, der die Ölproduktion sowie den Ölexport wieder möglich machte. Die Ölproduktion ist seit September 2020 rapide gestiegen. Sie sichert die Gehälter der Beamten, Angestellten und Sicherheitskräfte und ist daher auch ein wichtiger Garant für den Frieden in der Region. Die OPEC+ Gruppe hatte Libyen aufgrund der jahrelangen Produktionsausfälle eine Ausnahme von den pandemiebedingten Quotenregelungen gewährt. Die stark gestiegene libysche Ölproduktion hatte die OPEC+ zuletzt unter Druck gesetzt und zum Aussetzen der Produktionssteigerungen ab Februar veranlasst. Zusätzlich hatte Saudi-Arabien freiwillige Kürzungen beschlossen, um das zusätzliche Angebot Libyens auszugleichen. Fällt die libysche Ölproduktion in der derzeitigen Konstellation weiterhin aus, könnte es zu Knappheiten kommen, die die Öl- und Heizölpreise weiter steigen lassen.

Ölpreise an der Warenterminbörse: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 55,37 US-Dollar. Der Vergleichswert von Freitag betrug 52,43 US-Dollar.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 450,75 US-Dollar. Der Vergleichswert von Freitag lag bei 452,00 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 01.02.2021 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

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Felix Schmidt – Autor

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