Heizöl News: Mögliche Konjunkturprogramme gegen Virus-Effekt

3. März 2020, Felix Schmidt

Konjunkturprogramme beruhigen den Heizölmarkt und führen zu einer Erhöhung des Heizölpreises.

Verschiedene Notenbanken haben zugesichert, die wirtschaftlichen Auswirkungen der weltweiten CoVid19-Epidemie durch Konjunkturprogramme abmildern zu wollen. Das beruhigte den Markt gestern und sorgte für Aufwärtsbewegungen bei den Ölpreisen. Heizöl ist heute teurer.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • Technisches Komitee der OPEC+ tagt und will Russland von Kürzungen überzeugen
  • Beratungen über Konjunkturprogramme
  • Brent bei 52,56 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 464,25 US-Dollar
  • Euro bei 1,1145 US-Dollar

Heizölpreisentwicklung

  • Heizölpreis bei 57,00 Euro / 100L

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 57,00 Cent pro Liter Heizöl. Am Montag lag der Heizölpreis bei 56,62 Cent pro Liter Heizöl.

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

Notenbanken wollen Konjunkturprogramme auflegen
Saudi-Arabien zieht starke Produktionskürzungen in Betracht
Libyens Förderung stark reduziert

Covid19-Ansteckungswelle in Südkorea, Italien und USA
IEA, EIA und OPEC prognostizieren Überversorgung für 2020

 

 Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 52,56 US-Dollar. Der Vergleichswert von Montag betrug 51,28 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 552,78 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 464,25 US-Dollar. Der Vergleichswert am Montag lag bei 455,25 US-Dollar, der Schlusspreis bei 454,50 US-Dollar.
 

Die Preisentwicklung im Überblick

Die wichtigsten Notenbanken der Welt, darunter Deutschland, Japan und die Weltbank sowie der IWF haben zugesichert, mit Konjunkturprogrammen die wirtschaftlichen Auswirkungen des weltweiten CoVid19-Ausbruchs eindämmen zu wollen. Damit brachten sie den Markt gestern sichtbar zum Aufatmen, da dieser momentan in einem Prognosehorizont agiert, der sehr nah an der Finanzkrise von 2008 liegt. Die USA haben sich in dieser Hinsicht zwar bisher vorsichtig geäußert, aber ebenfalls Bereitschaft signalisiert. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der globalen Viruskrise sind momentan bereits deutlich spürbar. Die geschlossenen Fabriken und die stark gesunkene Nachfrage im Bereich Reisen und Dienstleistungen – gerade in den am stärksten betroffenen Gebieten Chinas – haben die Verquickung der globalen Wirtschaft mit China verdeutlicht und zeigen deshalb seit Beginn der Viruskrise im Januar zunehmend rote Zahlen.

Hinzu kommt, dass die Prognosen für den Rest des Jahres ebenfalls düster sind, da niemand davon ausgeht, dass selbst bei einem Sieg über das Virus die verlorene Wirtschaftskraft der ersten Jahreshälfte wieder eingeholt werden kann. Mit Konjunkturprogrammen wie Zinsanpassungen könnten die Notenbanken den Motor wieder anwerfen, da Investitionen sehr attraktiv werden. In welcher Form dies geschehen kann – und ob es überhaupt einen positiven Effekt hat – muss erst einmal dahingestellt bleiben.

Doch allein die gleichlautende Ankündigung mehrerer entscheidender Finanzinstanzen bis zum Internationalen Währungsfonds hat bereits gereicht, um die kurzfristigen Käufer auf den Handelsparketts auf den Plan zu rufen und Öl wieder stärker nachzufragen.

Seit heute tagt das technische Komitee der OPEC+Gruppe und berät auf technischer Ebene über Empfehlungen zu Sonderkürzungen, die am Freitag bei der Vollversammlung verabschiedet werden könnten. Wackelkandidat Russland steht dabei im Mittelpunkt. Gestern hatten wir bereits gemeldet, dass sich Russland in Stimme von Putin zwar Kürzungen vorstellen kann und damit sein klares Nein aufgegeben zu haben scheint. Doch die anvisierte Höhe dürfte weiterhin zur Diskussion stehen.

Während Saudi-Arabien möglichst viel kürzen und dabei einen Großteil selbst übernehmen will, dürfte sich Russland nur auf einen Kompromiss einlassen. Beobachter und Insider gehen davon aus, dass von den ursprünglich vorgeschlagenen 1 Mio. B/T am Ende höchstens noch 0,6 Mio. B/T übrigbleiben, die zusätzlich vom Markt genommen werden sollen.

Zwar ist jede Kürzungshöhe kurzfristig ein wichtiger Impuls für die Preisstabilisierung, doch es muss gefragt werden, ob ein niedrigerer Kompromiss überhaupt längerfristige Stabilisierungseffekte haben kann.

Vorerst hellt sich die Stimmung in dieser Nachrichtenlage dennoch auf und die Ölpreise ziehen an. Der Euro bleibt weiterhin positiv stabil und nimmt damit ein paar Steigerungen für inländische Heizölkäufer wieder aus der Rechnung. Diese sollten sich schnell zum Heizölkauf entscheiden, um sich von allen (unvorhergesehenen) Entwicklungen unabhängig zu machen.

 

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1145 US-Dollar, am Montag waren es 1,1041 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB für Montag wurde bei 1,1122 US-Dollar festgesetzt.

Der Euro profitiert momentan deutlich davon, dass die Dollarwertung nach unten geht. Die US-Notenbank Fed hat zwar bisher keine konkrete Zinsanpassung angekündigt, reiht sich jedoch in die Stimmen ein, die Konjunkturhilfen befürworten. Weil der Leitzins in den USA recht hoch liegt, stellt die Möglichkeit von Zinssenkungen den Dollar vorerst vor Wertprobleme, von denen der Euro erst einmal profitiert. Aus eigener Kraft hat er momentan jedoch keine Argumente für Wertsteigerungen.
 

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Felix Schmidt – Autor

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