Heizöl News: Sorge vor Instabilität an den Ölmärkten – Heizölpreis unverändert

19. Oktober 2020, Felix Schmidt

Zum Wochenstart bleibt der Heizölpreis unverändert.

Die steigenden Infektionszahlen und die Sorge vor neuen Lockdowns stehen erneut im Fokus der Marktexperten. So wird in den nächsten Wochen unter den OPEC+ Mitgliedern diskutiert, ob man die Lockerung der Förderquoten verschiebt. Der Heizölpreis bleibt unverändert.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • Putin und Bin Salman diskutieren über Stabilität des Weltenergiemarkts
  • OPEC+: JMMC Komitee diskutiert über Quotentreue, Verschiebung der Quotenlockerung wahrscheinlich
  • Brent bei 42,83 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 342,75 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1709 US-Dollar

Heizölpreis heute

  • Heizölpreis bei 42,34 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 42,34 Cent pro Liter Heizöl. Am Freitag lag der Heizölpreis bei 42,39 Cent pro Liter Heizöl.

Einflussfaktoren auf den Ölpreis

 OPEC+ Mitglieder debattieren über Quotenlockerung
 USA: Trump erhöht Angebot bei Verhandlungen zu Konjunkturpaket
 Positive Meldungen zu Raffinerienachfrage aus Asien

 Marktexperten rechnen mit Angebotsüberschuss an den Ölmärkten
 Ölproduktion im Golf von Mexiko zu 76 Prozent wiederhergestellt
 Libyens größtes Ölfeld fördert bereits größere Mengen

Die Märkte befinden sich derzeit in einer abwartenden Position. Angesichts der rapide steigenden Infektionszahlen, unter anderem in vielen europäischen Ländern, aber auch in den USA, sind die Analysten besorgt, dass neue Lockdowns der Wirtschaft schaden und damit auch der Nachfrage an den Ölmärkten einen Dämpfer verpassen.

OPEC+: Putin und Bin Salman sprechen über Stabilität des Weltenergiemarkts

Zum wiederholten Mal haben sich der russische Präsident Putin und Saudi-Arabiens Kronprinz Bin Salman in einer Telefonkonferenz über die weitere Zusammenarbeit unter den OPEC+ Mitgliedern diskutiert. Beide Seiten unterstrichen ihre Bereitschaft zur Kooperation, vor allem auch im Interesse der Aufrechterhaltung der Stabilität auf dem Weltenergiemarkt. Noch im April war ein Preiskrieg zwischen den beiden Ländern entbrannt. Die diplomatische Annäherung der vergangenen Wochen zeigt die Relevanz der OPEC+ Entscheidungen, die in den nächsten Tagen getroffen werden.

Quotenlockerung wird möglicherweise verschoben

Teil dieser Verhandlungen wird auch die geplante Quotenlockerung sein. In der vergangenen Woche hate das technische Gremium der OPEC vor einem Angebotsüberschuss im Jahr 2021 gewarnt, der sich angesichts der steigenden Infektionszahlen nochmals verschärfen könnte. Um die Ölmärkte besser zu stabilisieren, forderten einige Mitglieder unter vorgehaltener Hand eine Verschiebung der Quotenlockerung um zwei bis drei Monate und damit in das nächste Jahr hinein. Analysten halten eine Verschiebung für wahrscheinlich. Bis zur OPEC+ Vollversammlung im November oder Dezember sind somit einige Hürden zu überwinden. Dazu zählt beispielsweise die steigende Ölproduktion in Libyen, aber auch die Präsidentschaftswahl in den USA, welche die Ölmärkte ebenfalls beeinflussen wird. Schließlich wird es auch um die Einhaltung der bisher festgelegten Kürzungsquoten gehen.

Ölpreise an der Warenterminbörse: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 42,83 US-Dollar. Am Freitag betrug der Preis 42,79 US-Dollar.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 342,75 US-Dollar. Am Freitag lag der Preis bei 344,50 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 19.10.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

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Felix Schmidt – Autor

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