Heizöl News: IEA schürt Optimismus zur Nachfrage

15. Mai 2020, Ricarda Altrichter

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Der Monatsbericht der IEA überraschte den Ölmarkt mit einer Relativierung des Nachfrageeinbruchs. Zwar wird es weniger Abnehmer für Öl geben, doch der Rückgang dürfte geringer ausfallen. Das reichte, um insbesondere die Produktnotierungen nach oben zu schicken.
Der Heizölpreis ist heute gestiegen.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • IEA-Monatsbericht prognostiziert geringeren Nachfragerückgang
  • Die Tankerflotte von Saudi-Arabien gen USA wächst
  • Brent bei 31,74 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 269,50 US-Dollar 
  • Euro bei 1,0805 US-Dollar


Heizölpreis heute

  • Heizölpreis bei 49,75 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 49,75 Cent pro Liter Heizöl. Am Donnerstag lag der Heizölpreis bei 47,41 Cent pro Liter Heizöl.
 

Einflussfaktoren auf den Ölpreis

 IEA relativiert Nachfrageeinbruch
 OPEC+ Kürzungen sollen im Juni und Juli noch ausgeweitet werden
 Ölproduktion sinkt in Kanada und Norwegen

 Saudische Öltankerflotte gen USA wird größer
 Sorge um zweite Infektionswelle
Weltbank prognostiziert dauerhafte Störung der Ölnachfrage

 

Hatte sich der Ölmarkt gestern früh noch nicht entscheiden können, ob Tatsachen oder Prognosen den größeren Einfluss entwickeln sollten, ist das Stimmungsbild heute Morgen eindeutiger: Nachdem die International Energy Agency (IEA) in ihrem Monatsbericht ein optimistischeres Bild der Nachfrageentwicklung für die kommenden Monate zeichnete, gingen die Rohölpreise, Produktnotierungen und letztendlich auch der Heizölpreis heute sichtbar nach oben.

Demnach liegt der erwartete Nachfrageeinbruch in der nächsten Zeit bei rund 8,6 Millionen Barrel pro Tag, was immer noch besser ist als die zuvor errechneten 9,3 Millionen Barrel. Gleichzeitig erwartet die IEA, dass die USA ihre Förderung im Vergleich am stärksten einschränken werden. Das geschieht nicht freiwillig, sondern sei eine Folge der geringeren Nachfrage. In absoluten Zahlen sei Saudi-Arabien zwar das Land mit dem größten Kürzungsanteil. Da aber die Produktion sowieso künstlich stark beschränkt werde, falle dieser Faktor nicht so stark ins Gewicht.

Die Einstellung zum IEA-Bericht ließe sich als „es hätte schlimmer kommen können“ zusammenfassen, was derzeit offensichtlich reicht, um die Rohölpreise zu stabilisieren und die Ölpreisentwicklung anzuschieben. Die Verlässlichkeit der Daten ist außerdem etwas höher als bei den Monatsberichten von OPEC und EIA, die die beschlossenen Kürzungen der OPEC+Gruppe noch nicht einkalkuliert und noch nicht alle derzeitigen Lockerungen der Pandemie-Shutdowns berücksichtigt hatten.

Währenddessen wird das „Tankerproblem“ für die USA zunehmend größer. Die Flotte mit saudischem Öl, das in den Anfangsmonaten 2020 wurde, wächst beständig an. Derzeit besteht sie aus rund 30 Schiffen, die mehr als 50 Mio. Barrel geladen haben. Zwar gibt es leichte Erholungen bei den US-Lagerkapazitäten, doch die saudischen Lieferungen bringen das fragile Gleichgewicht aus Produktion, Nachfrage und Lagerfläche mit jedem weiteren Fass ins Wanken – und dürften sich demnächst überdeutlich in den Rohölbeständen der USA niederschlagen.
 
 

Ölpreise an der Warenterminbörse: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 31,74 US-Dollar. Der Vergleichswert von Donnerstag betrug 30,68 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 31,13 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 245,25 US-Dollar. Der Vergleichswert am Donnerstag lag bei 245,25 US-Dollar, der Schlusspreis bei 255,25 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 15.05.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

 

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Ricarda Altrichter - Autorin

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