Heizöl News: Ölproduktion fährt hoch – Heizölpreis gibt deutlich nach

13. Oktober 2020, Felix Schmidt

Der Heizölpreis sinkt in dieser Woche weiter.

Die preistreibenden Faktoren der letzten Woche haben keinen Bestand. Die Tatsache, dass die Ölproduktion in Libyen und im Golf von Mexiko wieder hochfährt, erhöht das Ölangebot, während die Nachfrage weiterhin schwächelt. Entsprechend fällt der Heizölpreis heute deutlich.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • OPEC+: Mögliche Verlängerung der Produktionskürzungen
  • Ölproduktion im Golf von Mexiko fährt schnell wieder hoch
  • Brent bei 42,06 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 340,00 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1785 US-Dollar

Heizölpreis heute

  • Heizölpreis bei 40,60 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 40,60 Cent pro Liter Heizöl. Am Montag lag der Heizölpreis bei 42,00 Cent pro Liter Heizöl.
 

Einflussfaktoren auf den Ölpreis

 Saudi-Arabien erwägt Verlängerung der Produktionskürzungen
 USA: Verhandlungen über Konjunkturprogramm wieder aufgenommen
 Libyen steigert Ölförderung und Ölexporte
 Ölproduktion im Golf von Mexiko kann nach Hurrikan wieder hochfahren
 Streik in Norwegen wurde beigelegt
▼ Weltweit sinkende Raffinerieauslastung

Heute Morgen ist klar, dass von den preistreibenden Faktoren der vergangenen Woche nicht mehr viel übriggeblieben ist. Während die angebotene Ölmenge weiter steigt, bleibt angesichts der zweiten Infektionswelle, die schwächelnde Ölnachfrage weiterhin das Sorgenkind.

OPEC+ Treffen in der kommenden Woche

Vor diesem Hintergrund erwarten die Experten mit Spannung das geplante Treffen des Joint Ministerial Monitoring Committees (JMMC) der OPEC+ Gruppe. Es könnte durchaus sein, dass die geplante Rücknahme der Quotenregelung auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wird. Dies ist nicht nur auf die Nachzüglerstaaten zurückzuführen, die ihre Quoten noch nicht erfüllt haben. Vielmehr hat man auch Libyen im Blick. Nach der Einigung zwischen der staatlichen NOC und den Milizen, die die Ölfelder besetzt gehalten hatten, fährt die Ölproduktion inzwischen wieder hoch und könnte sich innerhalb kürzester Zeit um beträchtliche Mengen steigern. Für das JMMC dürfte eine so deutliche Erhöhung in einer Zeit, in der die anderen OPEC+ Mitglieder Quoten erfüllen müssen und die weltweite Nachfrage weiterhin schwächelt, zu einem schwierigen Balanceakt werden.

Ölanlagen im Golf von Mexiko fahren wieder hoch

Nachdem Hurrikan Delta die Ölproduktion im Golf von Mexiko in der vergangenen Woche praktisch komplett zum Erliegen gebracht hat, fahren die Anlagen in dieser Woche schnell wieder hoch. Der Sturm war mit hoher Geschwindigkeit auf die Küstenregion getroffen und dann ins Landesinnere gezogen, wo er sich schnell abschwächte. Die in der Golfregion stehenden Ölanlagen und Pipelines haben offenbar insgesamt nur wenig Schäden davongetragen, sodass sie jetzt schnell wieder in Betrieb genommen werden können. War die Förderung vergangene Woche noch um über 90 Prozent reduziert, liegt die Drosselung mittlerweile nur noch bei knapp 70 Prozent. Raffinerien und Exporthäfen in der Region konnten ebenfalls wieder in Betrieb genommen werden, sodass es keine nachhaltigen Unterbrechungen bei der Verladung des geförderten Rohöls gab.

Dieselnachfrage in Indien erholt sich kaum

Stellvertretend für die schwächelnde Nachfrage nach Produkten steht derzeit die indische Kraftstoffnachfrage. Diese ist zwar im Vergleich zu den Vormonaten wieder deutlich angestiegen, bleibt jedoch weiterhin hinter den Vorjahresniveaus zurück. Die durch das Coronavirus gebremsten wirtschaftlichen und industriellen Aktivitäten schlagen sich insbesondere in einer niedrigeren Dieselnachfrage nieder. Indien ist einer der größten Nachfrager nach Rohöl. Der Bedarf in der Region entscheidet damit auch über die Preisentwicklung an den Ölmärkten.

Insgesamt fällt der Heizölpreis in dieser Woche zum zweiten Mal in Folge. Für die Heizölkäufer ist das ein positives Signal, denn angesichts der spürbar kühleren Nächte kann der Heizölvorrat weiter zu günstigen Preisen aufgefüllt werden.

Ölpreise an der Warenterminbörse: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 42,06 US-Dollar. Der Vergleichswert von Montag betrug 42,47 US-Dollar.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 340,00 US-Dollar. Der Vergleichswert von Montag lag bei 343,50 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 13.10.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

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Felix Schmidt – Autor

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