Heizöl News: Hoffnung auf Impfstoff gedämpft. Heizölpreis rutscht ab.

9. September 2020, Felix Schmidt

Impfstudie gestoppt - Heizölpreis auf Langzeittief

Die Nachfragesorgen und der Streit zwischen den USA und China haben den Rohölpreisen einen kräftigen Dämpfer verpasst. Die Meldung, dass es zu Verzögerungen bei der Impfstoffentwicklung gegen das Coronavirus gibt, wirkt wie ein Brandbeschleuniger.
Der Heizölpreis rutscht auf ein Langzeittief ab.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • Nachfragesorgen drücken weiterhin die Preise
  • Oxford-Impfstudie gegen das Coronavirus gestoppt
  • Vereinigte Arabische Emirate senken Verkaufspreise
  • Brent bei 39,55 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 310,00 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1775 US-Dollar

Heizölpreis heute

  • Heizölpreis bei 38,92 Euro / 100L

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 38,92 Cent pro Liter Heizöl. Am Dienstag lag der Heizölpreis bei 40,19 Cent pro Liter Heizöl.

Einflussfaktoren auf den Ölpreis

▲ Irak fährt Rohölexporte zurück, Russland erfüllt OPEC-Quote fast zu 100 Prozent
 Oxford: Impfstudie gegen das Coronavirus gestoppt
 USA richten deutlichere Worte in Richtung China
 OPEC: Förderung im August gestiegen, Irak will Ausnahme von Quoten
 Russland rechnet mit langsamer Erholung der Ölnachfrage, will aber Rohölproduktion steigern   
 Saudi Aramco und Vereinigte Arabische Emirate senken Rohölpreise
 China importiert weniger Rohöl

Heizölpreise sinken - Rückkehr zu mehr Realismus

Heizölkäufer dürften sich heute freuen, denn der Preis für Heizöl rutscht erneut kräftig ab. Dahinter stecken jedoch ernstzunehmende Nachrichten. Einerseits gefährdet der erneut aufgeflammte Streit über das Teilhandelsabkommen zwischen den USA und China, die globale Wirtschaftsaktivität weiter zu verlangsamen. Hinzu kommen die anhaltenden Nachfragesorgen durch die Erkenntnis, dass sich die Rohölnachfrage wohl doch langsamer erholt, als zunächst angenommen. Marktexperten sehen darin eine Konsolidierung der Ölmärkte – und eine Rückkehr zur Realität. Vor allem die stagnierende Benzinnachfrage in den USA, aber auch die Wartungssaison der US-Raffinerien sorgen in Verbindung mit der anhaltenden Coronavirus-Pandemie dafür, dass die Ölnachfrage nicht in Schwung kommt.

Impfstoffstudie in Oxford gestoppt

Zusätzlich zu den langfristigen Impulsen verstärkten gestern zwei Meldungen den Kursrutsch. Zum einen kündigten auch die Vereinigten Arabischen Emirate an, die Rohölpreise für Lieferungen im Oktober zu senken. Damit schlagen sie denselben Kurs ein, wie das staatliche Ölunternehmen Saudi Aramco. Zum anderen kam die Meldung aus Oxford, dass die dortige Impfstudie, welche bisher als einer der großen Hoffnungsträger bei der Bekämpfung des Coronavirus galt, gestoppt wurde. Die Märkte hatten bisher auf den baldigen Einsatz des Impfstoffs gesetzt – trotz der Tatsache, dass es selbst ohne Komplikationen Monate dauert, bis dieser breit angelegt auf den Markt kommen kann. Nun teilte das Pharmaunternehmen AstraZeneca mit, dass einer der Impfstoffkandidaten im Spätstadium des Tests aus bisher ungeklärten Gründen erkrankt ist, weshalb die gesamte Studie gestoppt werden musste. Das Aussetzen der Studie hat auch Auswirkungen über die von AstraZeneca entwickelten Impfstoffe hinaus und weckt die Sorge, dass es zu längerfristigen Verzögerungen bei der Impfstoffentwicklung kommt. Experten nach zu urteilen ist ein sicherer und wirksamer Impfstoff, der in großen Mengen hergestellt werden kann, die einzige Möglichkeit, das Virus in absehbarer Zeit erfolgreich einzudämmen. Weltweit steigen die Infektionszahlen weiter an, allen voran in Indien, Brasilien und den USA. Aber auch in Europa ist wieder ein rasanter Anstieg zu verzeichnen. So meldete Frankreich gestern über 6000 neue Fälle, Spanien sogar rund 9000. An den Ölbörsen sorgt die Nachricht über den Stopp der Impfstoffstudie für zusätzlichen Verkaufsdruck. Damit einher geht auch die Angst vor neuen Ausgangssperren und einer erneuten Verlangsamung der Wirtschaftsaktivitäten.

Ölpreise an der Warenterminbörse

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 39,55 US-Dollar. Der Vergleichswert vom Dienstag betrug 41,92 US-Dollar. Der Schlusspreis notierte bei 39,78 US-Dollar.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 310,00 US-Dollar. Der Vergleichswert am Dienstag lag bei 328,00 US-Dollar. Der Schlusspreis lag bei 309,25 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 09.09.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

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Felix Schmidt – Autor

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