Heizöl News: Niedrige Ölnachfrage - Heizölpreis auf Tiefstand

7. September 2020, Felix Schmidt

Heizölpreis so tief wie zuletzt vor vier Jahren

Die Rohölnachfrage bleibt weiterhin das Sorgenkind. Wichtige Marktteilnehmer, darunter Saudi Aramco, das russische Energieministerium und US-amerikanische Analysten verkündeten zum Wochenbeginn preisdämpfende Signale. Der Heizölpreis notiert so niedrig, wie zuletzt vor vier
Jahren.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • Heizölpreis auf dem tiefsten Stand seit vier Jahren
  • Saudi Aramco senkt Verkaufspreise für Asien, USA und Europa
  • Ende der US-Fahrsaison: WTI-Preise sinken unter 40 US-Dollar pro Barrel
  • Russischer Energieminister prognostiziert langsamere Erholung der Ölnachfrage
  • Brent bei 42,06 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 330,25 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1844 US-Dollar
     

Heizölpreis heute

  • Heizölpreis bei 40,37 Euro / 100L

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 40,37 Cent pro Liter Heizöl. Am Freitag lag der Heizölpreis bei 41,20 Cent pro Liter Heizöl.
 

Einflussfaktoren auf den Ölpreis

 Rohölproduktionskürzung in Mexiko für 2021 geplant
 Irak fährt Rohölexporte zurück
 OPEC: Förderung im August gestiegen, Irak will Ausnahme von Quoten
 Russland rechnet mit langsamer Erholung der Ölnachfrage, will aber Rohölproduktion steigern   
 Saudi Aramco senkt Preise für Lieferungen im Oktober
 geringere Rohölimporte von China  

Saudi Aramco senkt die Preise für Asien, USA und Europa

An diesem Wochenende gab das staatliche Ölunternehmen Saudi Aramco die Verkaufspreise für saudisches Rohöl mit Liefertermin im Oktober bekannt. Sowohl für die USA, als auch für den asiatischen und europäischen Raum senkte Saudi Aramco die Preise so stark wie seit Monaten nicht mehr. Für den asiatischen Hauptabsatzmarkt des Unternehmens liegt der Verkaufspreis 50 Cent unterhalb des Referenzpreises. Experten deuten die Preissenkungen unterschiedlich. Während einige davon ausgehen, dass sie eine Reaktion auf die rückläufigen Rohölimporte Chinas sind, sehen andere in den niedrigen Preisen eine schwächere Rohölnachfrage.

US-Fahrsaison beendet, Dämpfer für WTI-Preise

Auch in den USA erwarten die Marktteilnehmer eine geringere Nachfrage nach Rohöl, da die US-Fahrsaison offiziell endet. Analog dazu sanken die Preise für US-amerikanisches Rohöl der Sorte WTI erstmals seit Juli wieder unter 40 US-Dollar pro Barrel. Wenngleich dieser Preis teilweise auch dem langen Wochenende in den USA geschuldet sein dürfte, ist der erwartete Rückgang der Produktnachfrage dennoch ein wichtiges Preissignal. Dazu passt, dass man gegen Ende der letzten Woche auch an den großen Aktienmärkten Korrekturen vornahm, die wieder Zweifel an einer schnellen Erholung der Konjunktur säten. Der Chefvolkswirt der amerikanischen Notenbank sprach sich in Anbetracht dieser Situation für langfristig niedrige Zinsen aus, mit denen die Wirtschaftsaktivität gefördert werden soll. Auch die Arbeitsmarktdaten aus den USA sorgten für keine Euphorie. Zwar sank die Arbeitslosenquote im August leicht, doch auch das Stellenwachstum verlangsamte sich. Das Auf und Ab stellt laut Wirtschaftsinstitut Oxford Economics ein großes Risiko für die globale Wirtschaft dar.

Russischer Energieminister rechnet mit deutlich langsamerer Erholung der Ölnachfrage

Mit den recht hohen Preisprognosen, die Goldman Sachs für die europäische Rohölsorte Brent ausgab, konnte der russische Energieminister Alexander Nowak wenig anfangen. Er geht für 2021 von einem bis zu 15 US-Dollar niedrigeren Preis pro Barrel aus, als Goldman Sachs. Damit läge der prognostizierte Preis bei etwa 50 bis 55 US-Dollar pro Barrel. Nowak fügte hinzu, dass er die weitere Erholung der Ölnachfrage als deutlich langsamer einschätzt, da es Veränderungen im Energiegleichgewicht gäbe und die Konsumenten auch ihr Verhaltensmuster geändert haben. Konkret äußere sich dies in einem Rückgang von Geschäftsreisen, der Zunahme von Online-Konferenzen und dem allgemeinen Trend, im Home Office zu arbeiten. Dem amerikanischen Sender CNBC sagte Nowak am Freitag, dass er davon ausgehe, dass die Ölnachfrage in 2020 im Vergleich zum Vorjahr um bis zu 10 Millionen Barrel pro Tag gesunken ist.

Ölpreise an der Warenterminbörse

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 42,06 US-Dollar. Der Vergleichswert vom Freitag betrug 43,72 US-Dollar. Der Schlusspreis notierte bei 42,66 US-Dollar.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 330,25 US-Dollar. Der Vergleichswert am Freitag lag bei 338,72 US-Dollar. Der Schlusspreis lag bei 335,50 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 07.09.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

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Felix Schmidt – Autor

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