Heizöl News: Verwirrung im Handelsstreit – Heizöl günstiger

23. Juni 2020, Felix Schmidt

Der US-Handelsberater, Peter Navarro, sorgte in der Nacht für Verwirrung im Handelsstreit mit China. Analysten sehen derweil den Ölmarkt auf dem Weg zur Balance, vor allem da die OPEC+ Kürzungen greifen. Heizöl ist heute etwas günstiger.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • Verwirrung im Handelsstreit zwischen den USA und China
  • Markt langsam in Balance – Schieferölindustrie wohl um Jahre zurückgeworfen
  • Brent bei 42,83 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 361,00 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1255 US-Dollar

Heizölpreis heute

  • Heizölpreis bei 50,28 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 50,28 Cent pro Liter Heizöl. Am Montag lag der Heizölpreis bei 50,71 Cent pro Liter Heizöl.

Einflussfaktoren auf den Ölpreis

▲ Einhaltung der OPEC+ Kürzungen bei fast 90%
 Handelshäuser gehen von guter Nachfrageentwicklung aus
 US-Schieferölproduktion sinkt weiter

 Mehr Neuinfektionen – WHO warnt vor zweiter Infektionswelle
 OPEC korrigiert das Produktionswachstum der Nicht-OPEC Länder nach oben
 EIA Monatsreport sieht die Preise im dritten Quartal unterhalb des aktuellen Niveaus

Nachdem die Preise seit der vergangenen Woche im Aufwärtstrend lagen, zeigt sich heute eine gewisse Unbeständigkeit. Auslöser war wohl unter anderem, dass der Berater der US-Regierung in Handelsfragen, Peter Navarro, das Handelsabkommen mit China für beendet erklärt hatte. Die Entscheidung werde damit begründet, dass die chinesische Regierung nicht rechtzeitig vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Gefahr gewarnt hatte. An den Ölbörsen gaben die Kurse kräftig nach. Doch wenig später musste Navarro abermals vor die Kameras treten und erklären, dass seine Aussage aus dem Kontext gerissen worden sei. Er habe lediglich von fehlendem Vertrauen in die chinesische Regierung gesprochen. Auch US-Präsident Trump versicherte später per Twitter, dass das Handelsabkommen mit China „intakt“ sei und man darauf hoffe, dass China weiterhin die Bedingungen der Vereinbarungen einhalte. Das Abkommen war Anfang 2020 nach langen Verhandlungen von beiden Ländern unterzeichnet worden. China sicherte den USA verstärkt Importe aus dem Energiesektor und der Landwirtschaft zu. Durch die Corona-Pandemie konnten allerdings nicht mehr alle Vereinbarungen eingehalten werden, wodurch es in den vergangenen Wochen immer wieder zu Spannungen zwischen den Regierungen kam. Eine gewisse Nervosität verbleibt an den Märkten. Sollte der Handelsstreit erneut aufflammen, würde sich das negativ auf die Ölnachfrage auswirken.

Unterdessen ist in zwei großen Ölfeldern im neutralen Gebiet zwischen Kuwait und Saudi-Arabien die Ölproduktion durch den US-amerikanischen Betreiber wieder aufgenommen worden. Die Produktion wurde aufgrund eines Streits zwischen Kuwait und Saudi-Arabien vor mehreren Jahren eingestellt. Seit Frühjahr läuft sie wieder – wenn auch eingeschränkt, da durch die Corona-Pandemie Produktionskürzungen durch die OPEC+ Gruppe verhängt wurden. Wie vor kurzem berichtet wurde, sind die Quoten von den Mitgliedern gut eingehalten worden, sodass die Ölproduktion stark zurückgegangen ist. Mit diesen Maßnahmen soll der globale Ölmarkt wieder in Balance kommen, nachdem die Ölnachfrage durch die Pandemie deutlich unterhalb des Angebots lag.

Auch die Schieferölproduktion in den USA ist weiterhin rückläufig. Trotz steigender Preise werden die Kapazitäten und Investitionen wohl nicht in absehbarer Zeit auf ein vergleichbares Niveau zurückkehren. Zwar sehen Analysten die Märkte zunehmend in Balance, doch sie mahnen auch, dass die Schieferölindustrie in den USA wohl um Jahre zurückgeworfen wurde. Meldungen, dass sich die Ölnachfrage in den USA trotz neuen Rekordbeständen normalisiert, stehen einer wachsenden Unsicherheit angesichts steigender Neuinfektionen gegenüber.

Ölpreise an der Warenterminbörse: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 42,83 US-Dollar. Der Vergleichswert von Montag betrug 42,13 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 43,08 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 361,00 US-Dollar. Der Vergleichswert am Montag lag bei 361,25 US-Dollar, der Schlusspreis bei 364,50 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 23.06.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

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Felix Schmidt – Autor

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