Heizöl News: Gesunkene US-Ölbestände und positive Marktstimmung grenzen Abwärtskorrektur der Ölpreise ein

11. Februar 2021, Ricarda Altrichter

Stärkere Ölnachfrage wirkt sich stabilisierend auf den Ölpreis aus. Konstanter Heizölpreis - 11.02.21

Auch wenn sich die Anzeichen für eine Abwärtskorrektur der Ölpreise häufen, bleibt diese Bewegung vorerst verhalten. Irak macht Werbung für die OPEC+ Kürzungen, die DOE-Daten
übertreffen die API-Angaben. Der Heizölpreis ist heute stabil geblieben.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • Irak: OPEC+ wird weiter auf Kurs bleiben, Saudi-Arabien dürfte Kürzungen nicht verlängern
  • DOE-Bestandsdaten: Starker Abbau bei Rohöl, Höhere Nachfrage – Markt reagiert deutlich
  • Brent bei 61,11 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 498,25 US-Dollar 
  • Euro bei 1,2127 US-Dollar


Heizölpreis heute

  • Heizölpreis bei 63,96 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 63,96 Cent pro Liter Heizöl. Am Mittwoch lag der Heizölpreis bei 63,40 Cent pro Liter Heizöl.
 

Einflussfaktoren auf den Ölpreis

Kältewelle heizt Nachfrage nach Heizöl an 
Rekordzahl an Öltankern steuert China an
US-Ölbestände sinken, Rohölproduktion rückläufig
Russland plant Rohölexporte zu senken
Streiks in Libyen gefährden Ölförderung 

China: Geringe Reiseaktivität, Ölnachfrage kann globales Defizit nicht ausgleichen
Weiterhin strenge Reisebeschränkungen durch Corona-Mutationen

 

Wie werden sich die Ölpreise heute entwickeln?

Obwohl Analysten einen überkauften Markt sehen, der nach den Preissteigerungen der vergangenen Tage reif für eine Abwärtskorrektur ist, bleiben die Kurse vorerst auf ihrer generellen Route. Zwar ging der Entwicklung zum heutigen Tagesstart erst einmal die Puste aus, doch die frühen Notierungen lagen trotzdem über dem Vortagesschluss und dem gestrigen Tagesstart. Denn es gibt weiterhin gute Gründe für positive Kaufentscheidungen.

Irak meldete sich gestern zu Wort und hielt fest, dass die OPEC+Gruppe ihren Kürzungskurs wohl auch ab März beibehalten werde. Der Bericht des Department of Energy (DOE) zu den US-Ölbeständen übertraf gestern noch die Angaben des API: Drei Wochen hintereinander sichtbar weniger Rohöl in den US-Lagern, jetzt auch noch eine positive Entwicklung bei der Nachfrage. Diese dürfte zu einem großen Teil auf den derzeitigen Tiefsttemperaturen in den USA beruhen, wegen denen der Bedarf an Heizöl steigt. Doch selbst beim Sorgenkind Benzin wurde eine kleine Aufwärtstendenz in der Nachfrage festgehalten.

Letztendlich stellt keine dieser Tatsachen einen wirklich wichtigen (oder neuen) Grund dar, um den Markt zu weiteren deutlichen Preissteigerungen zu animieren. Zum Tagesstart zeichnen sich deshalb Gewinnmitnahmen ab. Aber die Balance bleibt.
 

Irak schwört Markt auf OPEC-Kurs ein

Irak rührt derzeit kräftig die Werbetrommel – für seinen Status in der OPEC+ und den Erfolg der Kürzungsbemühungen. Das wirkt gleichzeitig etwas ironisch und verzweifelt. Der zweitgrößte OPEC-Produzent hat seine Kürzungsquoten aus 2020 bisher nicht wie versprochen nachgeholt, bräuchte aber einen Ölpreis von ungefähr 80 Dollar pro Barrel, um die eigene Wirtschaft am Laufen zu halten. Denn Irak ist vollständig vom Öl abhängig.

Dieser Ölpreis scheint zwar angesichts der globalen Nachfragesituation utopisch. Doch Irak könnte mit der vollständigen Erfüllung seiner Kürzungszusagen zumindest einen Beitrag dazu leisten, dass es mit den Kursen in diese Richtung geht.

Iraks Ölminister Ihsan Abdul Jabbar zeigte sich gestern positiv, dass die OPEC+ bei der Vollversammlung im März den jetzigen (stabilisierenden) Kürzungskurs beibehalten werde. Gleichzeitig spekulierte er, dass Saudi-Arabien seine freiwilligen Sonderkürzungen angesichts der stabileren Ölpreise wohl nicht verlängern werde.

Iraks eigene Rolle in dieser Rechnung fiel dabei zwar einmal mehr unter den Tisch, doch die Wortmeldung allein lieferte dem Markt gestern einen weiteren Grund, auf stabile Ölpreise zu spekulieren. Einigkeit und ein gemeinsamer Kurs sind in der OPEC schließlich zuletzt selten geworden. Zudem zeichnet sich ab, dass Irak im Januar die vereinbarten Förderquoten leicht unterschritten hat.
 

Entwicklung Heizölpreis heute

Die leichte Kurskorrektur bei den Rohölpreisen ergibt zusammen mit einem stabilen Euro eine günstige Ausgangslage für den Heizölkauf. Analog zum Wetter in den USA steigt auch hierzulande die Nachfrage nach Heizöl.  Das könnte den inländischen Heizölpreis unabhängig von der globalen Entwicklung beeinflussen. Wer sein Zuhause zu einem attraktiven Preis durch den Winter bringen will, sollte sich also möglichst bald zum Heizölkauf entscheiden.
 

Ölpreise an der Warenterminbörse: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 61,11 US-Dollar. Der Vergleichswert von Mittwoch betrug 60,97 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 61,47 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 498,25 US-Dollar. Der Vergleichswert am Mittwoch lag bei 497,25 US-Dollar, der Schlusspreis bei 501,00 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 11.02.2021 // Alle Angaben ohne Gewähr

Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.
 

DOE

Soviel Optimismus hat der DOE-Bericht schon lange nicht mehr verbreitet. Das kleine Nachfrageplus ist der fast noch wichtigere Faktor gegenüber den deutlich gesunkenen Rohöl- und Destillatbeständen. Der Bestandsaufbau bei Benzin ist erwartbar und wurde vom Markt deshalb kaum einkalkuliert.

DOE-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-06-110221 // Alle Angaben ohne Gewähr
 

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Ricarda Altrichter - Autorin

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