Heizöl News: API meldet geringe Bestandsaufbauten

30. September 2020, Ricarda Altrichter

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Das API meldet geringere Bestandsaufbauten als erwartet und in Libyen werden weitere Ölfelder wiedereröffnet. Heizöl ist heute günstiger.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • API meldet geringere Bestandsaufbauten als erwartet
  • Rohölförderung in Libyen wird wieder gesteigert
  • Brent bei 40,73 US-Dollar | ICE-Gasoil bei 322,75 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1725 US-Dollar
     

Heizölpreis heute

  • Heizölpreis bei 40,45 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 40,45 Cent pro Liter Heizöl. Am Montag lag der Heizölpreis bei 41,22 Cent pro Liter Heizöl.
 

Einflussfaktoren auf den Ölpreis

 potenzieller Streik norwegischer Ölarbeiter
 JMMC Verlängerung der Kompensationsphase bis Ende 2020
 API meldet geringere Ölbestandsaufbauten als erwartet

 mögliche Steigerung der Ölexporte im Oktober durch den Irak
 internationales Rohstoffhandelshaus Vitol spricht von geringem Potential für steigende Ölpreise
 Iran steigert Ölfördermenge

 

Wie werden sich die Ölpreise entwickeln?

Die Ausgangslage wird heute an den Ölbörsen als neutral eingeschätzt. Diverse Faktoren balancieren den Ölpreis an den Börsen aus: Zwar gingen einige Analysten von einem Aufbau der API-Bestandsdaten aus, nun stützte den Ölpreis ein drohender Streik von Ölarbeitern in Norwegen ebenso wie die Wiederaufnahme der Verhandlungen über ein US-Konjunkturpaket.

Weiterhin blickt der Markt verstärkt auf die OPEC+. Die Organisation wollte die Förderquoten ab Januar erneut anpassen. Man geht davon aus, dass es dazu möglicherweise nicht kommen wird und die OPEC+ auch im neuen Jahr seine Förderkürzungen beibehalten wird.
Der wiederaufgeflammte Militärkonflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan wird vom Ölmarkt aufmerksam beobachtet. Der Konflikt könnte möglicherweise die Funktion von Öl und Gaspipelines beeinträchtigen die vom Kaspischen Meer zum Mittelmeer, durch das Land verlaufen. Es könnte zu Lieferausfällen kommen.
 

Libyen: Betrieb an Sarir-Ölfeld aufgenommen

Am Dienstag meldete die Die Arabian Gulf Oil Company (AGOCO), dass der Betrieb am Sarir-Ölfeldes in Libyen, wieder aufgenommen wurde. Es wurden keine genauen Angabe gemacht wieviel Produktionsmenge nun zu erwarten ist. Im vergangenen Jahr hat der Output des Ölfeldes bei ca. 300.000 B/T gelegen. Die libysche National Oil Corporation (NOC) hatte den Förderstop an einigen Anlagen aufgehoben, nachdem die Blockaden durch die von dem Militär geführten Rebellen beendet worden waren. Die Friedensverhandlungen zeigten erste Erfolge.

Seit Januar wurden durch die Blockaden, die Ölfördermengen auf 90.000 B/T reduziert. Nun konnten die ersten Verladeterminals wieder öffnen und die Ölexporte wieder gestartet werden. Allerdings könnte es wegen der Schäden durch den langen Stillstand lange dauern, bis man das Produktionsniveau von vor der Blockade erreicht habe, warnt die National Oil Corporation.

 

Ölpreise an der Warenterminbörse

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 40,73 US-Dollar. Der Vergleichswert von gestern betrug 42,20 US-Dollar.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 322,75 US-Dollar. Der Vergleichswert von gestern betrug 331,25 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 30.09.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

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API

Obwohl Analysten im Vorfeld mit Aufbauten bei Rohöl und Abbauten bei Benzin gerechnet hatten, überraschten die Daten des American Petroleum Institute (API) mit dem Gegenteil. Die Rohölbestände sind in der Berichtswoche um -0,8 Mio. Barrel zurückgegangen, wohingegen die Benzinvorräte mit +1,6 Mio. Barrel deutlich zugelegt haben. Erwartet hatte man einen Rückgang von -0,7 Mio. Barrel.

 

API-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-40-300920 // Alle Angaben ohne Gewähr

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Ricarda Altrichter - Autorin

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