Heizöl News: Erholung der Ölnachfrage verzögert sich – Heizölpreis unverändert

22. März 2021, Felix Schmidt

Geopolitische Spannungen im Nahen Osten - Heizölpreis stabil. 22.03.2021

Auf den anhaltenden Optimismus der Marktteilnehmer folgt angesichts neuer Lockdowns und verzögerter Impfkampagnen in Europa erst einmal Ernüchterung. Nach der Korrektur des Heizölpreises könnte das aktuelle Preisniveau bis Anfang April stabil bleiben.
Auch heute ist der Heizölpreis unverändert.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • Naher Osten: Geopolitische Spannungen zwischen dem Iran und den USA, Drohnenangriffe auf saudische Ölinfrastruktur
  • Neue Lockdowns und Impfchaos in Europa verstärken die Unsicherheit unter den Marktteilnehmern
  • Brent bei 64,14 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 511,50 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1885 US-Dollar

Heizölpreis heute

  • Heizölpreis bei 64,49 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 64,49 Cent pro Liter Heizöl. Am Freitag lag der Heizölpreis bei 64,71 Cent pro Liter Heizöl.

Einflussfaktoren auf den Ölpreis

 Naher Osten: neue Drohnenangriffe auf Raffinerie in Riad, Iran und Israel streiten über beschädigte Handelsschiffe
 OPEC: Kürzungen werden beibehalten, Monatsreport deutet Preissteigerungen an
 USA: Fed hält an expansiver Geldpolitik fest, vorerst keine Annäherung mit dem Iran
 Impfchaos in Europa befeuert Nachfragesorge
 Iran: Steigerung der Exporte nach China

Preiskorrekturen und geopolitische Spannungen im Nahen Osten – die Heizölpreisentwicklung

Die Marktteilnehmer schwelgten lange im Optimismus, der sich auch in stetig steigenden Heizölpreisen widerspiegelte. Schon vor mehreren Wochen warnten einige Analysten, dass sich der Preisanstieg zunehmend von der tatsächlichen Nachfragesituation entkoppelt hat. Nachdem die Preise sowohl für die amerikanische als auch für die europäische Rohölsorte in der vergangenen Woche Langzeithochs erreichten, folgte die erwartete Abwärtskorrektur. Dafür sorgte auch der Monatsbericht der IEA, der die Marktteilnehmer auf den Boden der Tatsachen zurückholte. Ungeachtet der starken Bestandsabbauten und der soliden Ölnachfrage aus asiatischen Ländern, kann derzeit nämlich noch nicht von einer Angebotsknappheit gesprochen werden. Hinzu kommt, dass zumindest für den europäischen Markt neue Unsicherheiten entstanden sind, nachdem viele Länder aufgrund schnell steigender Infektionszahlen neue Lockdowns verhängen. Die aktuellen Preisniveaus könnten zumindest bis Anfang April relativ stabil bleiben. Dann tagen die OPEC+ Mitglieder erneut, um über die künftige Produktionsstrategie zu beraten.

Zudem wird man an den Ölmärkten auch die Lage im Nahen Osten im Blick behalten. Zuletzt waren dort die geopolitischen Spannungen stark gestiegen. In der vergangenen Woche kam es zu neuen Drohnenangriffen auf saudische Ölinfrastruktur in Riad. Die Angriffe der jemenitischen Houthi-Rebellen scheinen sich mehr nur auf die Grenzgebiete zu beschränken. Ende 2019 hatte ein Drohnenangriff wichtige saudische Ölanlagen getroffen und die Ölpreise in kurzer Zeit in die Höhe katapultiert. Hinzu kommt das angespannte Verhältnis zwischen den USA und dem Iran. Der oberste geistliche Führer des Irans, Ajatollah Ali Khameinei, verdeutlichte, dass der Iran keine Eile habe, zum Atomabkommen mit den USA zurückzukehren, solange die US-Administration an den Sanktionen festhält. Doch nicht nur die vollständige Aufhebung der Sanktionen nennt der Iran als Bedingung. Vielmehr sei das Vertrauensverhältnis zwischen den USA und dem Iran grundsätzlich beschädigt worden, da sich die USA laut Teheran nicht an die Vereinbarungen des Abkommens gehalten hätten. Im Jahr 2018 waren die USA unter US-Präsident Trump im Alleingang aus dem Atomabkommen ausgestiegen und hatten Sanktionen verhängt. Die US-Administration unter Präsident Biden zeigt sich indes gewillt, zum Abkommen zurückzukehren, fordert den Iran jedoch auf, sich wieder an die im Atomabkommen vereinbarten Vorgaben – beispielsweise hinsichtlich der Urananreicherung – zu halten. Im Juni stehen im Iran neue Parlamentswahlen an, die eine Einigung schwieriger machen könnten. Folgt auf den aktuellen Präsidenten, Hassan Ruhani, der sich für eine Rückkehr zum Atomabkommen einsetzt, ein Hardliner, würde auch eine nennenswerte Steigerung der iranischen Ölproduktion aller Wahrscheinlichkeit nach in die Ferne rücken.

Ölpreise an der Warenterminbörse: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 64,14 US-Dollar. Der Vergleichswert von Freitag betrug 62,49 US-Dollar.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 511,50 US-Dollar. Der Vergleichswert am Freitag lag bei 497,50 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 22.03.2021 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

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Felix Schmidt – Autor

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