Heizöl News: DOE-Bericht zu US-Ölbeständen

21. Februar 2020, Felix Schmidt

Bei ruhiger Nachrichtenlage reagierte der Ölpreis hauptsächlich auf die Signale, die der Markt vorgab. Nach einer steigenden Tendenz sorgten Gewinnmitnahmen für einen Tagesabschluss in der Nähe des Tagestiefs. Der Heizölpreis ist etwas gefallen.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • DOE: US-Ölbestandsaufbau geringer als erwartet
  • Brent bei 58,68 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 511,00 US-Dollar 
  • Euro bei 1,0792 US-Dollar


Heizölpreisentwicklung 

  • Heizölpreis bei 62,47 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 62,47 Cent pro Liter Heizöl. Am Donnerstag lag der Heizölpreis bei 63,23 Cent pro Liter Heizöl. 
 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung 

US-Sanktionen gegen russische Öltochtergesellschaft
Iran reichert Uran an
Libyens Förderung stark reduziert – Abbruch der Verhandlungen

Covid19-Ansteckungswelle in Südkorea und USA
Vorgezogenes OPEC+ Treffen unwahrscheinlich
IEA, EIA und OPEC prognostizieren Überversorgung für 2020

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent  notierte am Morgen bei 58,68 US-Dollar. Der Vergleichswert von gestern betrug noch 59,32 US-Dollar, der Schlusspreis wurde am Donnerstag bei 59,31 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 511,00 US-Dollar. Der Vergleichswert am Donnerstag lag bei 518,50 US-Dollar, der Schlusspreis gestern bei 519,00 US-Dollar. 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand:21.02.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

Informieren Sie sich über die aktuellen Heizölpreise in Ihrer Region täglich auf unserer Heizölpreisseite.
 

Die Preisentwicklung im Überblick 

Der Ölmarkt startete in neutraler Stimmung in den Donnerstagmorgen. Die Nachricht über den Konflikt in Libyen und die Mitteilung der OPEC-Gruppe, dass kein vorgezogenes Treffen stattfinden wird, hoben ihre Einflüsse gegenseitig auf. So war von der Nachrichtenlage zunächst kein Impuls zu erwarten. Stattdessen warteten die Marktteilnehmer auf die Veröffentlichung der Daten des Department of Energy über die US-Ölbestände. Aufgrund des US-Feiertags am Montag wurden die Bestandsdaten in dieser Woche einen Tag später veröffentlicht.

Anlass zur Kursbewegung gab die Konstellation des Ölkurses. Er kreuzte wichtige Markierungen, sodass Aufwärtsbewegungen erleichtert waren. Der Ölpreis gab dieser Tendenz zunächst nach, fiel jedoch im Laufe des Vormittags wieder zurück auf die nächste Unterstützung. Nach dieser Abwärtsunterbrechung setzte sich der Aufwärtstrend wieder durch.

Am Nachmittag hielt sich der Ölpreis im Umfeld des nächsten Widerstandes auf. Die US-Sorte WTI durchbrach ihn, während die Nordsee-Sorte ICE Brent den Sprung über den Widerstand nicht beendete, obwohl die inzwischen veröffentlichten DOE-Daten den Ölpreis stützten. Trotz des zögerlichen Anstiegs ergaben sich neue Monatshochs, die die Marktteilnehmer zu Gewinnmitnahmen verleiteten. Deshalb gab der Ölpreis am Abend wieder bis auf sein Tagestief nach und schloss den Tag mit einem Minus ab.

Auch ICE Gasoil hatte letztlich Tagesverluste zu verzeichnen, was sich günstig für Heizölkäufer auswirkt, denn ein niedriger Gasoil-Preis bedeutet häufig auch einen niedrigeren Ölpreis.
 

Entwicklung Eurokurs 

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,0792 US-Dollar, am Donnerstagmorgen waren es 1,0787 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB wurde für Donnerstag bei 1,0783 US-Dollar festgesetzt. 

Jüngste Konjunkturdaten führten zu Begeisterung in den USA und zu Enttäuschungen in Europa, weshalb sich der Euro von seinen Tiefwerten nicht trennen kann. Hinzu treten die Zinsdifferenz zwischen USA und Europa zugunsten des US-Dollars und das Sicherheitsbedürfnis der Marktteilnehmer, die sich angesichts der schwächelnden Weltwirtschaft und der Auswirkungen des Coronavirus in den Dollar flüchtet und ihn aufwertet.
 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik - DOE-US-Rohölbestände geringer als erwartet

Das DOE bestätigte gestern Abend die Werte des API nicht und entsprach auch nicht den Erwartungen der Marktteilnehmer. Im DOE-Bericht wurde nur ein geringer Anstieg der US-Rohölvorräte verzeichnet. Zwar stützt dieser geringere Anstieg den Ölpreis, doch nicht genug, um ihn zu steigern. Denn die Exporte nahmen zu, während die Importe abnahmen. Es kann also auch dem Zufall oder der noch immer rekordhohen Förderung zugeschrieben werden, dass die Vorräte anstiegen. Auch ein Abbau wäre denkbar gewesen, der wiederum einen Anstieg des Ölpreises weiter begünstigt hätte.

DOE-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-08-210220 // Alle Angaben ohne Gewähr

 

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Felix Schmidt – Autor

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