Heizöl-News: Abwarten vor OPEC-Sitzung – Ölpreise sinken

2. Juni 2022, Jan Wendel

Nachdem die EU-Sanktionen gegen Russland in Kraft getreten sind, könnte die OPEC-Gruppe Moskau von den Quoten ausnehmen und ihrerseits mehr fördern. Der Markt wartet noch mit Reaktionen ab. Der Heizölpreis ist heute gestiegen.

Aktueller Heizölpreis – Was kostet Heizöl heute?

  • Heizölpreis bei 145,64 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 145,64 Cent pro Liter Heizöl. Am Mittwoch lag der Heizölpreis bei 143,33 Cent pro Liter Heizöl.

 

Entwicklung der Ölpreise – Wichtiges auf einen Blick 
 

  • OPEC-Bündnis und Russland vor Neuordnung?
  • Beginnende Hurricane-Saison in den USA setzt Ölproduktion unter Druck
  • US-Ölproduktion im März gestiegen
  • API: Weniger Rohöl, Benzin-Bestand sinkt
  • Brent bei 113,92 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 1247,00 US-Dollar
  • Euro bei 1,0653 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise
 

China fährt Lockdown-Maßnahmen zurück

Beginn der US-Fahrsaison

EU-Embargo auf zwei Drittel der russischen Ölimporte beschlossen

 

OPEC: Russland könnte vom Quotensystem ausgeschlossen werden

USA und International Energy Agency geben 240 Mio. Barell aus strategischen Reserven frei

 

Russlands Mitgliedschaft in OPEC-Bündnis steht infrage – Ölpreise warten ab

 

Es ist ein wenig paradox, doch mit den EU-Sanktionen gegen Russland könnte der Weg für die wichtigsten OPEC-Mitglieder zu einer höheren Förderung freigemacht werden, ohne dass die Bündnisgrundlagen signifikant verletzt würden. Ohne Russlands Öl auf dem Markt fällt die OPEC-Produktion bzw. der Marktanteil unter einen kritischen Wert, der für alle Mitgliedsstaaten nachteilig ist. Das wiederum könnte etwa Saudi-Arabien dazu veranlassen, endlich die Förderhähne aufzudrehen. Zwar bemühen sich viele Stimmen zu versichern, dass man Russland bei der heutigen OPEC-Vollversammlung nicht ausschließen werde. Doch nicht genannte Quellen geben an, dass diese Möglichkeit weiterhin im Raum stehe. Der Markt wartet deshalb erst einmal ab und setzte heute Morgen auf Gewinnmitnahmen.

In den USA beginnen sich die ersten Hurricanes der Saison zusammenzubrauen und sollen laut Meteorologen an Stärke immer weiter gewinnen. Jeder Sturm, der insbesondere den Golf von Mexiko trifft, unterbricht die dortige Öl-Förder- und Verarbeitungsstruktur oft für längere Zeit. Produktionsausfälle kann sich der Markt momentan jedoch keinesfalls leisten, zumal die USA derzeit ihre Förderung steigern wollen, um die Nachfrage zu decken.

Laut American Petroleum Institute sind die Vorräte an Rohöl in der vergangenen Woche gesunken, Benzin nahm ebenfalls ab. Das ist zwar angesichts der Entwicklungen der jüngsten Zeit keine wirkliche Neuigkeit, trifft den ohnehin angespannten Markt jedoch. Die verhaltene Reaktion deutet jedoch an, dass die Preisausschläge deutlicher werden könnten, falls der detaillierte DOE-Bericht diese Tendenzen heute Nachmittag bestätigt.

 

Soll ich jetzt Heizöl kaufen oder noch warten?

Die aktuelle Lage ist weiterhin ungewiss und Kursschwankungen sind nicht auszuschließen.  Der Heizölpreis, die globale Situation und das Marktverhalten sollten weiterhin beobachtet werden.

 


 

 

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Ölpreise an der Warenterminbörse: 

 

Heizölpreisentwicklung vom 02.06.2022 // Alle Angaben ohne Gewähr

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 113,92 US-Dollar. Der Vergleichswert von Mittwoch betrug 116,51 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 116,29 Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 1247,00 US-Dollar. Der Vergleichswert am Mittwoch lag bei 1228,50 US-Dollar, der Schlusspreis bei 1270,00 US-Dollar.

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

 

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Jan Wendel – Autor

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