Heizöl-News: Preisrutsch durch Rezessionsängste & Streik in Norwegen beendet

6. Juli 2022, Jan Wendel

Heizölpreis gesunken 06.07.2022

Der Streik in Norwegen wurde seitens der Regierung gestoppt, um die Versorgung Europas zu sichern. Rezessionssorgen aufgrund aggressiver Zinsanhebung beherrschen die Börsen. Der Heizölpreis ist gesunken.

Aktueller Heizölpreis – Was kostet Heizöl heute?

  • Heizölpreis bei 137,87 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Mittel rund 137,87 Cent pro Liter Heizöl. Gestern lag der durchschnittliche Heizölpreis bei 144,40 Cent pro Liter Heizöl. Der Heizölpreis ist heute deutlich gesunken.
 

Entwicklung der Ölpreise – Wichtiges auf einen Blick

  • Brent bei 103,77 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 1117,25 US-Dollar  / West Texas Intermediate (WTI) bei 100,06 US-Dollar
  • Euro bei 1,0256 US-Dollar

 

 OPEC+ bleibt im letzten Monat hinter dem Produktionsziel  
 Libyen: Ölexporte nur noch bei rund 400.000 B/T

 

 Norwegen: Ölarbeiterstreik beendet
 weiterhin Sorge vor Rezession - hohe Benzin-Preise in den USA wirken bereits auf die Reiseaktivitäten
 Rezessionsangst sorgt für Preisrutsch


Preisrutsch durch Rezessionsängste & Streik in Norwegen beendet  

An den Börsen herrscht aktuell die Angst vor einer Rezession und einem daraus folgenden Nachfrageeinbruch. Grund dafür wäre die aggressivere Zinsanhebung der Zentralbanken, welche bereits gestern für einen Kurseinbruch der Finanzmärkte sorgten und auch die Ölbörsen auf Abwärtskurs schickte. Immer mehr Zentralbanken auf der ganzen Welt sehen sich gezwungen, die Zinssätze anzupassen, um mit der massiven Inflation fertig zu werden. Nur wenige Marktbeobachter erwarten, dass sich das schnelle Tempo der geldpolitischen Straffung in der zweiten Jahreshälfte ändern wird, da die Aussicht auf eine nachhaltige Verlangsamung der Preisinflation in naher Zukunft ebenfalls nicht optimistisch ist. Dies wiederum trägt zur wirtschaftlichen Unsicherheit bei.

Experten sind sich jedoch einig, dass es zu früh ist, sich Sorgen zu machen. Die Wahrscheinlichkeit einer Rezession nimmt zwar zu, jedoch wächst die Weltwirtschaft weiterhin und der Anstieg der Ölnachfrage wird in diesem Jahr das BIP-Wachstum deutlich übertreffen. 

Die Nachfrage ist tatsächlich sehr solide und könnte beim Gesamtverbrauch rund 90% des Vergleichsmonats aus 2019 bei den Produkten Diesel und Benzin erreichen. Über die genaue Angebots-und Nachfragesituation in den USA geben heute und morgen die Bestandsdaten von DOE und API Informationen. Diesmal einen Tag später aufgrund des amerikanischen Unabhängigkeitstages. 

Die norwegische Regierung hat offenbar von ihrem Interventionsrecht Gebrauch gemacht und einen Streik von Öl- und Gasarbeitern nach nur einem Tag beendet. Nach Angaben der norwegischen Öl- und Gasarbeiterlobby (NOG) hätte der Streik die täglichen Gasexporte um 1.177.000 Barrel Öläquivalent reduziert. Diese Menge entspricht etwa 56 % der täglichen Exporte. Im schlimmsten Fall hätten Belgien und Großbritannien nach Angaben des Pipelinebetreibers Gasco ab Samstag kein Gas mehr erhalten, da auch das Gastransportzentrum "Sleipner" in der Nordsee von der Abschaltung bedroht war.

 

Soll ich jetzt Heizöl kaufen oder noch warten?

Der Euro ist gegenüber dem Dollar wieder etwas gesunken. Da die Nachfrage weiterhin sehr hoch ist und die Versorgungs- und Angebotssituation sehr ungewiss, ist dies aktuell eine gute Möglichkeit, sich mit Heizöl zu versorgen, bevor die Preise zum Herbst hin wieder anziehen könnten.  

 

 

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Ölpreise an der Warenterminbörse

Heizölpreisentwicklung vom 06.07.2022 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreis-Seite.
 

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Jan Wendel – Autor

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